Urlaub im Wohnmobil – Die 7 wichtigsten Fragen

Urlaub im Wohnmobil – Die 7 wichtigsten Fragen

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Wohnmobil Tipps Straße
Herrlich, so eine Fahrt in den Sonnenuntergang mit dem Camper ©iStock/alexsl

Ob fürs lange Wochenende oder den Roadtrip – Urlaub mit dem Wohnmobil wird immer beliebter. Hier findet ihr die wichtigsten Infos.

Wie groß sollte das Wohnmobil sein?

Die Größe des Wohnmobils richtet sich nach der Anzahl der Reisenden. Nicht nur die Bettenzahl sollte stimmen, jeder muss sich auch anschnallen können. Tipp: Wenn ihr das erste Mal mit einem Camper unterwegs seid, wählt lieber ein kompakteres Modell. Es lässt sich leichter manövrieren.

Wer sportlich unterwegs ist und z.B. Surfbretter mitnimmt, muss auf entsprechend großen Stauraum und das zulässige Gesamtgewicht achten. Zur Grundausstattung an Bord gehören Küche mit Herd sowie Bad mit Waschbecken, Dusche und Chemietoilette.

Wohnmobil mieten – wie viel muss ich zahlen?

Das ist abhängig von Wohnmobilgröße und der Reisezeit. In der Hauptsaison im Sommer ist es teurer. Ab September bzw. im Frühjahr wird es wieder günstiger. Tipp: Gesamtpreis vergleichen! Teils müsst ihr Bettwäsche, Geschirr, Campingtisch etc. extra buchen. Es können weitere Kosten hinzu kommen, z.B. Bereitstellungegebühr, Gebühr für zusätzliche Fahrer etc. Einige Plattformen bieten neben Fahrzeugen von kommerziellen Anbietern auch solche von privaten an (je nach Modell ab 50 Euro pro Tag, z.B. campanda.de, miet24.de, paulcamper.com).

Preisbeispiele:

Für einen Deutschlandtrip könnt ihr im September 2016 z.B. auf rent-easy.de ein Hymer-Reisemobil der Gruppe Active Extra für zwei Personen mit Bad, Fahrerhausklimaanlage, Tempomat und Fahrradträger u.v.m. ab ca. 714 Euro/Woche mieten. Ein Wohnmobil der Kategorie „Camper Compact Standard“ für zwei Personen des Anbieters McRent ist inklusive unbegrenzter Freikilometer ab 944 Euro pro Woche auf camperboerse.de zu haben. Und eine Woche im Family Standard Camper von TUI Partner McRent kostet z.B. ab bis Hamburg/Kayhude am 5.9.2016 inklusive Freikilometern und diversen Extras ab 1042 Euro (buchbar auf tuicamper.com).

Wann sollte ich buchen?

Möglichst bald. Noch bis Ende März 2017 gibt es auch für stark nachgefragte Ziele wie die USA genügend Wohnmobile, doch insgesamt sind die Fahrzeugflotten bei Campern kleiner als bei Autos. Tipp: Jetzt schon überlegen und dann Frühbucher-Rabatte nutzen.

Reicht mein Führerschein?

Wenn ihr einen alten Führerschein der Klasse 3 habt (vor 1999), dürft ihr Camper bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Eine Fahrerlaubnis der Klasse B gilt für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Das Mindestalter für den Fahrer beträgt je nach Fahrzeugtyp und Verleiher zwischen 21 und 25 Jahre.

Kann ich eine Probefahrt machen?

Ja, z.B. auf einem Übungsplatz oder auf verkehrsfreiem Gelände. Wichtig: auch mal mit beladenem Camper bremsen und Kurven fahren üben. Seriöse Anbieter geben bei der Fahrzeugübergabe eine gründliche Einweisung.

Was kostet ein Stellplatz?

Für eine Nacht auf einem der 5000 Wohnmobil-Stellplätze in Deutschland zahlt ihr zwischen fünf und 15 Euro plus Strom und Frischwasser. Campingplätze liegen je nach Ausstattung und Saison bei 30 Euro bis 60 Euro pro Nacht. Achtung: Auf Parkplätzen dürft ihr parken, aber Markise ausfahren und Campingstühle aufstellen ist nur auf offiziellen Stell-/Campingplätzen erlaubt.

Wie finde ich gute Stellplätze?

Empfehlungen für Stell- und Camping-Plätze findet ihr z.B. auf Community-Plattformen wie campercontact.com, mobilisten.de oder in Stellplatzführern wie ADAC Camping Führer (für verschiedene Regionen ab 19,99 Euro erhältlich). Der Guide „Landvergnügen“ enthält eine Vignette, mit der ihr einmal kostenfrei auf ausgewählten Bauernhöfen in Deutschland übernachten dürft (29,90 Euro). Stellplatzführer gibt es auch als App (teils kostenpflichtig)