So kommt ihr mit dem Billigflieger um die Welt

So kommt ihr mit dem Billigflieger um die Welt

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Billigflieger
©FilippoBacci

Ja, ihr könnt mit dem Billigflieger eine Weltreise machen – wenn ihr bereit seid, auf einigen Komfort zu verzichten und flexibel seid.

Billigflieger bieten seit einiger Zeit gefragte Fernziele in Asien, Afrika oder in die USA an. Die Preise sind attraktiv: So kommt ihr mit Eurowings, Norwegian Air oder Wow Air nach Kapstadt/Südafrika ab 299 € von Köln-Bonn im November 2017 oder nach New York ab ca. 190 € von Berlin-Schönefeld im September 2017.

Kampfpreise auf der Fernstrecke

Solche Preise haben natürlich einen Haken: Die Schnäppchen halten preislich nicht, was sie versprechen. Dahinter stecken knallhart kalkulierte Wettkampfpreise, die nur für wenige Flüge gelten. Zusatzkosten für Bordverpflegung, Sitzplatzreservierung, Gepäck und anderes gibt’s außerdem on top dazu. Immerhin: Für Billigflieger gelten die gleichen Sicherheitsstandards wie für Linienflüge.

Die meisten von uns haben leider keinen Koffer in New York oder Kapstadt stehen. Gepäck muss also mit. Ein kleines Preisbeispiel: Das oben genannte Angebot von Eurowings etwa gibt es anscheinend nicht für einen Flug am 5.11.2017 nach Kapstadt (Stand: 18.4.2017). Im Basis-Tarif kostet das Ticket für einen einfachen Flug und Handgepäck 339,99 € und kann auf bis zu 849,99 € im Tarif „Best“ steigen. Bei letzterem dürfen 23 Kilogramm Gepäck mit an Bord, es gibt dafür Bord-Verpflegung, einen reservierten Premium-Sitz und anderes mehr an Service. Günstiger kommt ihr allerdings im Tarif „Smart“ weg. Ihr zahlt 50 € mehr als im Basis-Tarif und habt 23 Kilogramm Gepäck, Wunschsitzplatz und ein Essen an Bord frei. Ein Preischeck bei der Flugsuchmaschine Skyscanner.de für den 5.11.2017 ergab, dass der oben genannte Eurowings-Flug über das Internet-Reisebüro opodo.de inkl. 23 Kilogramm Gepäck aber ohne Sitzplatzreservierung dort schon für 332 € zu buchen war.

Diese Preisunterschiede bestätigen auch die Experten von Reise & Preise. Zwar liegen die Einstiegspreise für ein Langstrecken-Ticket bei einem Billigflieger weit unter den günstigsten Buchungsklassen anderer Fluggesellschaften. Doch sobald ihr mehr mitnehmt als euer Handgepäck, zahlt ihr ab ca. 50 Euro zusätzlich pro Flug (Gewichtsgrenzen für Handgepäck: zehn Kilogramm bei Wow Air und Norwegian, acht Kilogramm bei Eurowings).

Einmal um die Welt

Trotzdem sind die Schnäppchen-Flüge gefragt. Die meisten Passagiere fliegen damit zu Kurz- oder Mittelstrecken-Zielen innerhalb Europas, also nicht weiter als 3500 Kilometer. Doch auch außerhalb Europas verkehren zahlreiche Billigflieger z.B. innerhalb der USA oder in Asien. Mit ihnen könnt ihr dort Inlandsziele  billiger erreichen. „Kombijetting“ nennt sich diese Möglichkeit (z. B. auf opodo.de). Das heißt, ihr bucht für die Fernstrecke Linienflüge und kombiniert diese mit günstigen Inlandsflügen im Zielland. Tipp: Achtet auf die Gepäckobergrenze beim Hin- wie auch beim Rückflug, um Zuschläge zu vermeiden.

Und so kommt ihr einmal günstig um die Welt (Preise für Oktober 2017; Stand: 24.4.2017): Eurowings schlägt eine Brücke von Köln-Bonn bis nach Bangkok International Airport BKK (einmal pro Woche ab 169 € p. P.). Mit Air Asia stehen euch ab Bangkok Südostasien und Fernost offen und dem Sprung nach Australien und Hawaii/USA nichts im Wege (Honolulu ca. 300 € p. P. ab Bangkok – Don Mueang DMK). Von dort fliegt ihr günstig weiter mit Alaska Airline nach Los Angeles (ca. 280 € p. P.). Southwest Airlines bringt euch an die Ostküste (z. B. nach New York Newark ab ca. 200 € p. P.). Weitere US-Billigflieger sind www.jetblue.com sowie www.spirit.com, die beide die Karibik, Mittel- und Südamerika ansteuern. In Kanada ist WestJet die erste Adresse. Den Sprung über den Atlantik via Reykjavik/Island bzw. via London/Großbritannien nach Deutschland erledigt ihr dann z. B. mit Wow-Air oder Nowegian Air. Aber wer etwas mehr Zeit hat und flexibel ist, kann so richtig sparen.

 

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