Nie wieder Ärger mit dem Mietwagen

Nie wieder Ärger mit dem Mietwagen

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Mietwagen
©iStock/stockstudio

Urlaubsspaß Mietwagen: Land und Leute kennenlernen – das möchten immer öfter auch Flugreisende und leihen sich fix ein Auto. Mit unseren 12 Tipps weicht ihr miesen Tricks elegant aus.

1. Wer auf gute Mietwagen-Angebote vor Ort hofft, geht oft leer aus oder zahlt drauf. Da lohnen sich Preisvergleiche und zeitiges Buchen vor dem Urlaubsstart. Ebenfalls für euch von Nachteil: kleine, lokale Anbieter haben meist ältere Fahrzeuge im Angebot, die technische Mängel an Bereifung, Stoßdämpfern oder gar Bremsen aufweisen können.

Wo buchen?

2. Stiftung Warentest rät bei der Suche im Internet zu Vergleichsportalen mit Filtermöglichkeiten (z.B. mietwagencheck.de; ihrmietwagen.de; mietwagen.check24.de). Es lohnt sich ebenfalls, die Internetbewertungen zu einzelnen Mietwagen-Stationen zu suchen und durchzulesen. Manchmal erklären sich auf diese Weise günstige Preise, z. B. wenn Kunden sich über mangelhafte Autos beklagen.
3. Ihr könnt auch gezielt nach Pauschal-Angebot inklusive Leihwagen Ausschau halten. Diese sind oft erstaunlich günstig.

Wie zahlen?

4. Wichtig: Wer gebucht hat, ist der Fahrer und zahlt – in der Regel per Kreditkarte. Achtet vor der Abreise auf einen ausreichenden Verfügungsrahmen, denn für die Kaution wird eine gewisse Summe geblockt.
5. Prüft, ob bei Bezahlung des Mietautos mit der Kreditkarte eventuell sogar automatisch eine Vollkasko-Versicherung eingeschlossen ist.

Versicherungen wählen

6. Eine Vollkasko- und Diebstahl-Versicherung mit Selbstbeteiligung ist oft schon in der Miete inbegriffen (Selbstbeteiligung max. 500 €). Zusätzlich solltet ihr eine Unterboden-, Glas- und Reifenschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung abschließen, wenn der Straßenzustand im Urlaubsland eher schlecht ist. Tipp: Solltet ihr in einen Unfall verwickelt werden, so ruft auf jeden Fall die Polizei zur Unfallaufnahme. Und: Bußgelder sofort bezahlen, sonst wendet sich die Behörde an die Mietwagenfirma und die belastet eure Kreditkarte mit der Buße plus Bearbeitungsgebühren.
7. Wichtig bei der Haftpflichtversicherung: Beträgt die Deckungssumme nicht mindestens 1 Mio. Euro, nehmt eine sogenannte Mallorca-Police dazu. Damit wird die Versicherungssumme auf deutsches Niveau angehoben. Diese ist nur in Europa gültig und eventuell bereits in eurer normalen KFZ-Versicherung enthalten.

Nebenkosten beachten

8. Bei Billig-Angeboten lauern Mehrkosten, z. B. für Zweitfahrer oder Extras (Kindersitz, Navi etc.) oder lokale Steuern, die ihr entrichten müsst, sind nicht ausgewiesen. Vorsicht: Wenn ihr das Auto an einer anderen Station abgebt, können zusätzlich für die Rückgabe der Extras weitere Kosten anfallen.
9. Heikel ist die Voll/Leer-Tankregelung, bei der das Auto voll betankt übernommen und leer zurückgebracht wird. Zu den Benzinkosten fallen Tankservicegebühren an, für Restbenzin im Tank gibt’s keine Gutschrift. Daher besser die Voll/Voll-Option wählen.
10. Das bringt zusätzlich Spaß: Nutzt die 24 Stunden Mietzeit voll aus, z. B. das Auto für 10 Uhr reservieren und am Folgetag bis 9 Uhr abgeben. Ihr solltet allerdings den Wagen pünktlich abgeben, sonst zahlt ihr für einen weiteren vollen Tag – und zwar nicht euren günstigen Tarif sondern den normalen Tagespreis. Gut zu wissen: Eure Versicherungen enden zum vereinbarten Zeitpunkt. Danach gilt nur noch die Standard-Versicherung.

Schäden am Leihwagen

11. Beim Empfang des Wagens am besten alles ansehen und prüfen: Funktionieren Bremse, Licht, Klimaanlage? Gibt es Schäden an Lack, Blech, Glas? Ist der Tank voll? Ist etwas kaputt oder verschmutzt, notiert das und reklamiert es sofort. Wird der Mangel nicht behoben, könnt ihr Ersatz verlangen.
12. Nehmt die Buchungsbestätigung mit und prüft dann bei der Wagenübergabe, ob sie auch mit den Vertragskonditionen übereinstimmt. Lasst euch bei der Rückgabe schriftlich bestätigen, dass der Wagen einwandfrei abgegeben wurde, bzw. dass keine weiteren Schäden dazugekommen sind (auf einer Kopie bestehen).

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