Die 8 wichtigsten Tipps für Fernreisen

Die 8 wichtigsten Tipps für Fernreisen

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Fernreisen
©istock/czekma13

Fernreisen sind gerade super günstig. Aber bevor ihr gleich drauflos bucht, solltet ihr diese Dinge beachten.

Fernreisen in den Oman, nach Thailand oder gar auf die Malediven – noch nie war im Winter die Flucht in die Sonne so günstig wie heute. Also buchen, Koffer packen und los geht es! Doch halt, diese acht wichtigen Tipps solltet Ihr vor eurer nächsten Fernreise beachten.

1. Gesundheit

Drei Monate vor dem Fernreisen-Start solltet ihr einen Termin beim Hausarzt machen: Er gibt Auskunft über alle Gesundheitsfragen rund ums Thema „Fliegen“ (z.B. wegen Vorerkrankungen, Venenprobleme etc.). Zum anderen prüft er euren Impfstatus.

Wird für euer Reiseziel eine zusätzliche Prophylaxe benötigt? Auskunft gibt das Institut für Tropenmedizin Hamburg. Dort findet ihr aktuelle Infos zu weiteren Gesundheitsgefahren wie dem Zikavirus. Ein Reisemediziner berät euch zu eventuell notwendigen Impfungen wie Hepatitis A und B. In manchen Fällen kann das auch der Hausarzt, falls er eine reisemedizinische Zusatzausbildung gemacht hat. Einige Krankenkassen übernehmen allerdings nicht die Kosten für diese länderspezifische Impfungen. Meistens läuft es so, dass euch die Kosten nach Abzug der gesetzlichen Zuzahlung erstattet werden, wenn ihr die Rechnung bei der Krankenkasse einreicht – am besten ihr erkundigt euch bei der Kasse.

2. Dokumente

Ist euer Reisepass noch gültig? Wenn nicht, rasch verlängern! Für die Visa-Beschaffung solltet ihr ca. sechs Monate einplanen, falls dies nicht euer Reiseveranstalter für euch erledigt. Infos zu Formalitäten: www.auswaertiges-amt.de; generelle Tipps hier.
Unser Tipp: Kopiert euren Pass, Impfausweis und alle Tickets kopieren und bewahrt sie getrennt von den Originalen auf. Oder gebt Scans der Unterlagen einer Vertrauensperson und lasst sie euch im Schadensfall per E-Mail nachschicken lassen. Ebenfalls gut: Auf einem Zettel und (!) im Handy alle wichtigen Rufnummern notieren z.B. vom Reisebüro, von Verwandten, der Deutschen Botschaft im Urlaubsland, die Sperr-Nummer von Maestro- und Kreditkarten (+ 49/11 61 16 bei Anruf aus dem Ausland; Alternativ steht der Sperr-Notruf, wegen der besseren Erreichbarkeit aus dem Ausland, auch unter der Telefonnummer +49 30 4050 4050 zur Verfügung).

3. Geld

Für Fernreisen ist ein Mix aus Kreditkarte und Bargeld optimal. Doch Geld ist grundsätzlich unsicher. Wird es gestohlen, ist es weg. Trotzdem solltet ihr für die ersten zwei Tage einen Mini-Vorrat in Landeswährung in kleinen Scheinen dabei haben. Eventuell müsst ihr es bei eurer Bank vorbestellen. Je nach Reiseziel ist auch ein Vorrat an kleineren US-Dollar-Noten oder Euro-Scheinen nicht schlecht, damit man mal Tringeld geben kann.

Wenn ihr unterwegs seid, bewahrt ihr am besten Kreditkarte und Geld getrennt nach Kleingeld und Scheinen an verschiedenen Stellen auf. So fällt einem Dieb nicht gleich alles in die Hände und ihr könnt mit dem Kleingeld rasch auf einem Markt zahlen, ohne mit „dickem“ Portemonnaie Diebe anzulocken. Hebt euch die Belege vom Einsatz eurer Kreditkarte unbedingt auf und prüft nach eurer Rückkehr die Kontoauszüge akribisch.

4. Versicherungen

Eine Reiserücktrittsversicherung lohnt sich bei lange im Voraus gebuchten und teuren Fernreisen. Wichtig ist jedoch die Auslandsreise-Krankenversicherung. Jahresverträge gibt es schon um die 10 € und rechnen sich bei mehreren Auslandsreisen pro Jahr. Es gibt sie auch als Familienpolice (Übersicht hier).

5. Reiseapotheke

Besorgt euch vor Abflug alle Medikamente, die ihr regelmäßig einnehmt, und fragt euren Arzt, ob ihr bei deren Transport auf Besonderheiten achten müsst. In die Reiseapotheke gehören zudem Schmerzmittel, Arzneien gegen Durchfall und Verstopfung, Fieber und Erkältungen, zur Wunddesinfektion, sterile Pflaster und Mullbinden sowie Sonnenschutz- und Insektenmittel. Länderspezifische Infos zur Ausstattung eurer Reiseapotheke findet ihr auf der Internetseite des Instituts für Tropenmedizin Hamburg.

6. Gepäck

Erkundigt euch bei der Airline oder beim Veranstalter, wie viel Kilo Frei- und Handgepäck pro Person beim Flug zugelassen sind. Beachtet auch die Infos zur Mitnahme von Flüssigkeiten. Wichtig: Bei Anschlussflügen mit regionalen Airlines müsst ihr deren Gepäck-Grenzen ebenfalls einhalten, sonst drohen Strafgebühren. Für einen komfortablen Flug gehören Schlafbrille, Nackenkissen, Erfrischungstücher, Ohrstöpsel und eine leichte Jacke ins Handgepäck.

7. Check-in

Infos zur Beinfreiheit bei verschiedenen Flugzeugtypen findet ihr hier. Die Sitzplätze sind dort entsprechend bewertet, so dass ihr dies bei der Sitzplatzwahl berücksichtigen könnt. Bei Venenproblemen unterstützen Thrombose- oder Stützstrümpfe die Durchblutung.

8. Jetlag

Bewegung, Licht und leichtes, eiweißhaltiges Essen helfen dem Körper bei seiner Anpassung an die Zeitumstellung. Aktueller Trend an Bord: Integrierte Lichttherapie-Systeme stimulieren bei den Fluggästen die Melatonin-Produktion entsprechend der Tageszeit (z. B. im Boeing 787 Dreamliner und im neuen Airbus A 350, ab Winter 2016 buchbar bei Lufthansa, startet ab München).

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