All-inclusive: Das solltet ihr vor der Buchung wissen

All-inclusive: Das solltet ihr vor der Buchung wissen

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All-inclusive
©iStock/sanjeri

All-inclusive – oder doch nicht? Leider versteht jeder Reiseanbieter etwas anderes unter dem Begriff. So schützt ihr euch vor Extra-Kosten.

Generell ist nur das im Reisepreis inbegriffen, was auch in der Leistungsbeschreibung steht. Für alles andere müsst ihr vor Ort zahlen. Was das ist, verrät euch das Kleingedruckte. Unser Tipp: Nehmt Katalogseite oder Leistungsbeschreibung als kleine Merkhilfe mit. Wie am besten die Preise vergleicht und euch schon vor der Buchung vor unliebsamen Überraschungen bei den Kosten schützen könnt, erfahrt ihr hier:

Essen

Lecker Essen muss sein: Prüft daher genau, wie viele Mahlzeiten pro Tag im Reisepreis inbegriffen sind und auch wo ihr essen sollt. Oft gilt nämlich All-inclusive nur fürs Büffet. Bestimmte Hotel-Restaurants wie etwa das romantische À-la-Carte-Lokal oder das coole Strandbistro sind dann ausgeschlossen.

Getränke

Manchmal servieren die Hotels nur zu den Mahlzeiten und nur landestypische und/oder alkoholfreie Getränke, die ihr nicht bezahlen müsst. Bestellt ihr dann einen Kaffee nach dem Essen oder die Apfelsaftschorle in der Strandbar, kommt das auf die Rechnung. Häufig gibt es für Getränke Zeitlimits, also das Bier kostet dann nach 20 Uhr extra. Wichtig zu wissen: Zählt die Minibar auf dem Zimmer ebenfalls zu All-inclusive? Und wenn ja, wie oft wird sie während eures Aufenthalts gratis nachgefüllt? Fragt bei Unklarheiten lieber im Reisebüro oder beim Veranstalter nach.

Freizeitangebote

Ob die Tennisplatznutzung oder die Fitness-Kurse mit Coach kostenlos sind, verrät euch ebenfalls die Leistungsbeschreibung. Auch hier lauern jede Menge Fallen. Manchmal sind diese Freizeitangebote nämlich nur zu einer bestimmten Tageszeit gratis oder ihr dürft sie lediglich einmal kostenlos nutzen. Fragt auch nach, ob z.B. die Ausrüstung für den Gratis-Tauchkurs nur gegen Gebühr ausgeliehen werden kann. Leider ebenfalls nicht unüblich: Ferien-Anlagen, die für die Liegestühle am Strand Geld verlangen oder Eintritt für die Gäste-Disco nehmen.

Snacks

Nicht nur Badeurlaub macht hungrig. Da ist ein kleiner Imbiss herzlich willkommen. Prima, wenn er All-inclusive ist. Teuer, wenn ihr jedes Mal dafür bezahlen müsst. Daher informiert euch genau, was zu welchen Uhrzeiten im Hotel serviert wird. Ärgerlich: der Kuchen am Büffet ist z.B. von 15 bis 17 Uhr frei, das Eis für die Kids am Pool müsst ihr aber jedes Mal bezahlen.

Wellness

Auch hier gilt: Was dürft ihr wie lange gratis nutzen? So kann das Hallenbad generell frei sein, aber für die Sauna muss vielleicht zu bestimmten Uhrzeiten Eintritt gezahlt werden. Auch üblich: die wohltuende Massage im Spa ist leider kostenpflichtig.

Kinderbetreuung

Dieses Angebot und die Öffnungszeiten solltet ihr ebenfalls genau prüfen, wenn es für euch wichtig ist: Wie sind die Betreuungszeiten? Dürfen die Kiddies jeden Tag in den Club, so lange sie möchten? Wird dort Deutsch gesprochen? Wenn ihr dazu nichts in der Leistungsbeschreibung oder im Katalog findet, fragt auf jeden Fall beim Reisebüro oder beim Veranstalter nach.

Weitere Zusatzkosten

Selbst der Zimmersafe kann extra kosten (2 € bis 3,50 € pro Tag). Derartige Gebühren kann es auch für den hoteleigenen Internetzugang geben. Dabei kann es sein, dass das WLAN in der Hotellobby gratis ist, aber fürs Hotelzimmer eine Gebühr verlangt wird.