Liebe, die unter die Haut geht: Tattoo aus Katzenhaar

Liebe, die unter die Haut geht: Tattoo aus Katzenhaar

von -
Tattoo aus Katzenhaar
©PR

Total süß oder doch eher eklig? Model Makani Terror hat sich ein neues Tattoo stechen lassen. Das Besondere: In der Tinte sind Haare ihres Katers enthalten.

Tattoo aus Katzenhaar? Klingt vollkommen verrückt, aber das geht: „Ich habe jetzt sozusagen meinen Kater unter der Haut“, erklärt Kathrin Tölle. Sie ist Tattoo-Model und nennt sich Makani Terror. Nicht nur, dass der Kopf von ihrer Katze Gizmo neuerdings auf ihrem Oberschenkel prangt – die Tinte des Tattoos wurde mit einer speziellen Technik hergestellt. Und die enthält Haare ihres flauschigen Lieblings.

Tattoo aus Katzenhaar
©PR

Strenge Hygiene-Vorschriften

Aber ist so ein Tattoo aus Katzenhaar auch hygienisch? „Am Anfang klingt das immer ein bisschen bizarr und eklig“, gibt Makani Terror zu. Bei der Herstellung der Tattoo-Farbe würden jedoch strenge Sicherheits- und Hygiene-Vorschriften eingehalten. Das patentierte Verfahren hat das Schweizer Startup „Skin46“ entwickelt. Das Unternehmen gewinnt zunächst aus menschlichem oder tierischem Haar chemisch reinen Kohlenstoff. In einem zweiten Schritt wird das dann mit schwarzer Tinte vermischt.

Neue Art von Gedenk-Tattoo

„Die neue Farbe wurde entwickelt, um eine spezielle Art von Gedenk-Tattoo zu kreieren“, erklärt Makani Terror, die Teil von „Skin46“ ist. „Es gibt ja schon sehr viele Portraits, sehr viele Namen und all das, was sich Leute als Erinnerung tätowieren lassen. Wir haben uns gedacht, das geht noch ein bisschen besser.“ Nach drei Jahren intensiver Forschung mit Chemikern und Medizinern ist dann die neue innovative Tattoo-Farbe herausgekommen.

In Zukunft könnt ihr also euren Partner, eure Geschwister oder euer geliebtes Haustier für immer unter der Haut tragen. Aber keine Angst: Eure Lieblinge müssen dafür nicht komplett enthaart werden. Die Firma benötigt lediglich 5 Gramm Haare. Die können dann ganz bequem von zu Hause aus verschickt werden. Nachdem sie verarbeitet wurden, kommt dann die individuelle Tinte im Fläschchen mit der Post zurück. Anschließend kann jeder beliebige Tätowierer damit das gewünschte Motiv in die Haut stechen.

Tattoo aus Katzenhaa
©PR

Für immer verbunden

Der erste, der die neue Technik an sich testen ließ, war übrigens der Gründer von „Skin46“ Andreas Wampl. Er wurde bereits als Geschäftsführer bei Algordanza bekannt: Das Schweizer Unternehmen stellte aus der Asche Verstorbener Diamanten her. Mit Tinte aus den Haaren seiner Tochter und seinem Sohn ließ er sich deren Namen nun auf dem Unterarm tätowieren. So wird er in Zukunft für immer mit ihnen verbunden sein.

Text: Anna Ebach

Ähnliche Artikel