Was Schönheits-OPs wirklich bringen

Was Schönheits-OPs wirklich bringen

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Schönheits-OPs ©istock/coloroftime
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Größerer Busen, schlanke Beine, glattes Gesicht – jede fünfte Frau spielt mit dem Gedanken, sich einer Schönheits-OP zu unterziehen! Doch wer sich für ein besseres Aussehen unters Messer legt, sollte sich vorher genau informieren. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Welche Preise sind seriös?

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Jedes Jahr werden in Deutschland rund eine halbe Million Schönheits-OPs durchgeführt ©istock/Dean Mitchell

Schönheits-Operationen sind in der Regel kostspielig – und nur in seltenen Fällen gibt es einen Zuschuss oder die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen. Eine Kalkulation der Kosten für Schönheits-OPs ist meist nicht so einfach. Denn je nach Arzt oder Beauty-Klinik weichen die Preise für eine Operation sehr stark ab.

In Deutschland muss man für eine Augenlidkorrektur ungefähr 2000 Euro zahlen. Eine Nasenkorrektur schlägt mit rund 4500 Euro zu Buche, Fettabsaugen mit 4000 Euro. Und für eine Brustvergrößerung und eine Bauchdeckenstraffung werden im Schnitt je 6000 Euro fällig.

Bürgt die Höhe des Honorars für Qualität?

Nein, teuer muss nicht zwangsläufig gut sein. Misstrauisch sollte man vor allem dann werden, wenn der Arzt einen saftigen Aufschlag nicht plausibel begründen kann.

Was sind die beliebtesten Schönheits-OPs in Deutschland?

Frauen lassen sich mit einem Anteil von 18 % am häufigsten die Brust vergrößern. Es folgen Lidstraffung (14 %), Botox-Behandlung (12,9 %), Faltenunterspritzung (11,6 %), Fettabsaugung (10,4 %) und Bruststraffung (8,4 %).

Bei den Männern, die 14 % aller Patienten ausmachen, liegen Lidstraffungen mit 18,5 % auf Platz eins. Es folgen Fettabsaugungen, Botox-Behandlungen, Schweißdrüsenbehandlungen und Intimkorrekturen.

Können Schönheits-OPs zur Sucht werden?

Ja, gerade junge Frauen, die ihr ganzes Leben über ihr Äußeres definieren, sind gefährdet. Hier ist ein Psychologe der bessere Ansprechpartner.

Wie gut sind Beauty-Ärzte im Ausland?

Grundsätzlich sind sie genauso gut oder schlecht wie inländische Ärzte. Das Problem bei Schönheits-OPs im Ausland ist aber oft der mangelnde Rechtsschutz: Läuft was schief, geht der Patient meist leer aus.

Wann sind Botox-Injektionen tabu?

Während Schwangerschaft und Stillzeit, einer Behandlung mit bestimmten Antibiotika (Aminoglykoside), Entzündungen an der geplanten Einstichstelle und bei Muskelschwäche.

Stört ein Brustimplantat das Gefühl?

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Brustvergrößerungen sind die beliebtesten Beauty-Operationen ©istock/jean-marie guyon

Nach der Operation und in der Heilungsphase kann die Empfindlichkeit der Brust tatsächlich eingeschränkt sein. Nach ein paar Monaten normalisiert sich die Hautsensibilität aber wieder.

Was sind die Risiken einer Beauty-OP?

Schönheits-OPs bergen die gleichen Risiken wie jeder andere operative Eingriff auch: Infektion, Narben, Blutgerinnsel und Embolien. Dazu kommen spezifische Gefahren. So drohen bei Brustvergrößerungen Entzündungen, chronische Schmerzen, verrutschte oder harte „Tennisball“-Brüste. Falsch gesetzte Botox-Spritzen können zu Hängelidern oder verrutschten Augenbrauen führen, eine Lidkorrektur hat möglicherweise den gefürchteten, erschreckten „Daisy Duck“-Blick zur Folge. Nach Expertenmeinung müssen sich deshalb etwa drei von zehn Frauen darauf gefasst machen, innerhalb von drei Jahren erneut unterm Messer zu landen.

Wie groß ist das Risiko als Raucherin?

Nachweisbar erhöht, da Rauchen die Heilung stört. Deshalb: Für geplante Eingriffe sollte man vier Wochen davor und bis drei Wochen danach rauchfrei sein.

Sind Nachkorrekturen kostenlos?

Entscheidend ist, wem das Ergebnis anzulasten ist. Häufig werden Fehler auf Kulanz korrigiert: Der Arzt operiert kostenlos oder zum verminderten Preis.

Und im Notfall – zahlt meine Kasse?

Nur zum Teil. Aufgrund der Zunahme der kosmetischen Eingriffe dürfen sich die Kassen die Hälfte der Notfallkosten, z. B. für einen notärztlichen Einsatz bei Komplikationen während einer Schönheits-OP, beim Patienten holen.

Wie viel specke ich beim Fettabsaugen ab?

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Eine Fettabsaugung kann eine Diät nicht ersetzen ©istock/ziprashantzi

Eine Fettabsaugung ist nicht zum Abnehmen geeignet, sondern nur, um Problemzonen zu beseitigen. Bei gleichmäßiger Fettverteilung am Körper hilft eine Diät besser.

Pro Absaugsitzung sind vier Liter Fett die absolute Obergrenze – ab da wird es gefährlich. Optimal von der Verträglichkeit her sind anderthalb bis zwei Liter.

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