Pflege-Tipps für Seide, Wolle & Co.

Pflege-Tipps für Seide, Wolle & Co.

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Pflege-Tipps
©Deerberg

Der Lieblingspulli aus Kaschmir, die neue Jacke aus Veloursleder und die Bluse, die noch auf den Wunschzettel soll, besteht aus Seide? Kein Problem! Mit unseren Tipps sehen euren Fashion-Schätzchen ganz lange aus wie neu.

Kaschmir

Frau Hillebrecht ist Einkaufsleiterin bei Peter Hahn
©Peter Hahn

Die luxuriöse Wolle wird aus dem Unterhaar der Kaschmirziege gewonnen. Da ein Tier nur ca. 100 Gramm hergibt, sind Kaschmir-Produkte recht preisintensiv.

Heike Hillebrecht (Foto) ist Einkaufsleiterin bei Peter Hahn und kennt sich besonders gut mit dem edlen Garn aus: „Kaschmir liebt zwar Wasser, trotzdem mag es nicht zu oft gewaschen werden. Es reicht tatsächlich, den Pullover über Nacht an der frischen Luft auzulüften. Wenn man ihn wäscht, dann am besten im Wollprogramm, bei geringer Temperatur (nicht höher als 40 Grad!) und niedriger Schleuderdrehzahl. Flüssiges Wollwaschmittel oder Shampoo eignen sich wunderbar zum Waschen – oder auch zum Flecken entfernen. Getrocknet wird flauschiges Kaschmir am besten liegend auf einem Handtuch.“

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Veloursleder

Das raue Leder kann in vielen Fällen einfach nur mit einer Bürste von Staub oder Schmutz befreit werden. Da es eher feuchtigkeitsanfällig ist, sollte man es vor dem Tragen imprägnieren. Viele Imprägniersprays enthalten zusätzliche Pflegesubstanzen, die dafür sorgen, dass das Leder geschmeidig bleibt. Abgewetzte Stellen oder kleine Verunreinigungen lassen sich auch prima mit einem Moosgummi-Schwamm (Foto) wegradieren. Diesen kann man auch benutzen, um das Leder wieder aufzurauen oder um an weißen Schuhsohlen die dunklen Stellen wegzurubbeln.

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Seide

Aus den feinen Fäden der Seidenraupe lassen sich angenehm leichte Stoffe herstellen. Seide ist zwar empfindlich, kann aber in der Regel in der Waschmaschine gewaschen werden – allerdings nicht zu heiß, ohne geschleudert zu werden und auf keinen Fall gehört Seide in den Trockner! Wer auf Nummer sicher gehen will, wäscht sie mit der Hand in kalter bis lauwarmer Seifenlauge oder verwendet ein Seidenwaschmittel. Der Stoff darf nicht gerieben, gebürstet oder gewrungen – also nur hin- und herbewegt werden. Tipp: Zum Schluss mit kaltem Essigwasser spülen, dadurch bleibt der Glanz erhalten. Seide reagiert  empfindlich auf Sonne, Schweiß oder Parfum. Deos oder ähnliches sollte man deshalb nie direkt auf die zarten Stoffe sprühen! Und noch eine gute Nachricht für Bügelmuffel: Oft ist es gar nicht nötig, Seide zu bügeln, wenn man sie nur nass auf einen Bügel hängt, in Form zupft und langsam trocknen lässt. Ist sie zerknittert, kann man sie auch während des Duschens im Badezimmer aufhängen.

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©Peter Hahn

Wolle

Ob Alpaka-, Merino- oder Mohairwolle – da es sich um ein tierisches Produkt handelt, wärmen die Naturfasern besonders schön, können viel Feuchtigkeit aufnehmen und diese auch schnell wieder ableiten. Wolle ist außerdem unempfindlich gegen Schmutz und nimmt kaum Gerüche auf, deshalb kann man Wollkleidung zum Auslüften getrost draußen aufhängen und muss sie nicht nach jedem Tragen waschen. Reicht das nicht, tut es der Wollwaschgang bei höchstens 30 Grad auch. Hände weg vom Trockner! Wollsachen werden einfach auf einem Handtuch ausgebreitet und wie Kaschmir liegend getrocknet.

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Daunen

Weil sie so extrem leicht sind und dabei extrem gut isolieren, sind Daunen ein sehr beliebtes Füllmaterial für Jacken, Mäntel und Westen. Wird im Pflege-Etikett nicht explizit auf eine chemische Reinigung verwiesen, kann man Daunensachen ebenfalls in der Maschine waschen. Weichspüler vertragen sie nicht, im Idealfall verwendet man einen spezielles Daunenwaschmittel. Außerdem benötigen sie richtig viel Platz, also keine anderen Textilien mitwaschen! 30 Grad einstellen und den Feinwaschgang wählen, so dürften eure Daunen-Lieblinge keinen Schaden nehmen. Zum Trocknen gehen Daunenjacken und Co. in den Trockner. Am besten gebt ihr noch drei bis vier Tennisbälle dazu, so können sich die zarten Daunen wieder schön aufrichten und verkleben nicht.