Naturkosmetik, bio oder vegan? Die Unterschiede!

Naturkosmetik, bio oder vegan? Die Unterschiede!

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Vegan, Rosmarin-Meersalz-Peeling
©iStock/Chris Gramly

Pflege mit natürlichen Zutaten ist so beliebt wie nie. Doch worin unterscheiden sich Bio- und Naturkosmetik? Und was bedeutet vegan? Der Wegweiser durch den grünen Kosmetik-Dschungel.

Eines ist sicher: Ihr Müsli-Image hat Naturkosmetik schon lange abgelegt. Heute gelten Beauty-Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen als chic und gehören für rund 60 Prozent (!) der Frauen zu einem modernen, umweltbewussten Lifstyle dazu. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Pflege-Produkte mit grünen Güte-Siegeln schmücken.

Das Problem: Die Begriffe „Natur“ und „Bio“ sind in der Kosmetik nicht geschützt. Viele Hersteller suggerieren durch die Verpackung ihrer Produkte, dass diese „öko“ sind. Der Inhalt ist jedoch oft chemisch. Ein grünes Blatt auf Tube oder Tiegel macht folglich noch lange keine Naturkosmetik.  Auf der sicheren – beziehungsweise grünen – Seite ist man, wenn man sich beim Produktkauf an kontrollierten Qualitätssiegeln wie NaTrue, BDIH oder Ecocert orientiert. Das Siegel der Vegan Society, eine Sonnenblume, erleichtert die Suche nach veganer Kosmetik.

Naturkosmetik

Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sämtliche Inhaltsstoffe auf pflanzlicher oder mineralischer Basis hergestellt sind. Tierische Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Bienenwachs können aber durchaus enthalten sein. Synthetische Duftstoffe, Parabane, Silikone und Paraffine sind dagegen absolut tabu. Auf Gentechnik, Tierversuche und radioaktive Bestrahlung wird ebenfalls verzichtet. Zu den bekanntesten Herstellern zählen Annemarie Börlind, Weleda und Dr. Hauschka.

Biokosmetik

Trägt ein Kosmetikprodukt ein zertifiziertes Bio-Siegel (siehe oben), müssen zum einen alle Anforderungen an Naturkosmetik erfüllt sein. Zum anderen müssen die verwendeten pflanzlichen und tierischen Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Produkte gibt es zum Beispiel von lavera und melvita.

Vegane Kosmetik

Wer glaubt, bei veganer Kosmetik handele es sich automatisch auch um Naturkosmetik, der täuscht. Der Begriff „vegan“ auf der Verpackung bedeutet lediglich, dass keinerlei Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten sind. Er impliziert zudem ein klares Nein zu Tierversuchen. Im Vergleich zu Naturkosmetik können vegane Produkte (z.B. von rivelles) aber durchaus synthetische Komponenten enthalten. Allerdings findet sich auf vielen Verpackungen, die als vegan gekennzeichnet sind, auch das Naturkosmetik-Siegel.

Naturnahe Kosmetik

Sie ist zwischen konventioneller Kosmetik und Naturkosmetik anzusiedeln. Das heißt: Es werden Wirkstoffe auf Pflanzenbasis – meist aus kontrolliert biologischem Anbau – mit Hightech-Wirkstoffen aus dem Labor kombiniert. Viele Inhaltsstoffe wie Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sind also synthetischer Natur, was bei Naturkosmetik verboten ist. Hersteller naturnaher Kosmetik sind zum Beispiel AhavaThe Body Shop und Yves Rocher.

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