Sympathische Makel: Models sind auch nur Menschen

Sympathische Makel: Models sind auch nur Menschen

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makel
©Instagram/annavictoria

Auf Instagram präsentieren sich die Schönen und Sportlichen. Fast nie sieht man einen Makel. Nun gibt es einen neuen Trend. Die Instagram-Models zeigen ihr Menschsein durch vermeintlich ungünstige Fotos.

Das Instagram-Model Anna Victoria zeigt so manchen Makel und pflegt gleichzeitig ihr Image als perfekte Schönheit: Sie postet Vergleichsfotos von sich wie hier, einmal ungeschminkt und einmal ziemlich aufgestylt. Gerade in Zeiten der Selbstoptimierung gibt es wenige Menschen, und noch weniger Models, die zu ihrem natürlichen Aussehen stehen. Dabei müssen sich viele wegen ihres Aussehens alles andere als verstecken, sondern könnten auch ungeschminkt auf die Straße gehen.

Nach einiger Zeit, in der Anna Victoria vor allem Urlaubs- und Beauty-Fotos auf Instagram postete, lud sie auch ein Vergleichsfoto von sich im Stehen und im Sitzen hoch. Sie hatte die Fotos zuvor auf Snapchat veröffentlicht, dort werden vermehrt private und lustige Fotos gepostet. Ihre Snapchat-Follower regten Anna Victoria an, den Vergleich auch auf Instagram zu posten und plötzlich wurde aus dem Makel, der kleinen Bauchrolle, eine Kampagne für selbstbewusstes Körperbewusstsein.


Das Model bekam als Reaktion auf ihren mutigen Instagram-Post viele Zusendungen von Mädchen und jungen Frauen, die ebenfalls Bilder von ihren Bäuchen im Sitzen machten. Sie postet daraufhin eine Zusammenstellung davon und lobt das Körperbewusstsein der Mädchen, die zu ihren „imperfections“, also ihren „Unvollkommenheiten“, stehen:


Doch auch andere Models, wie hier zum Beispiel Bonnie Strange, geben sich von Zeit zu Zeit natürlich. Sei es aus Image-Gründen oder weil es ihrer Persönlichkeit entspricht, wir finden es gut und wichtig. Models sind auch nur Menschen, sie sind eben manchmal hinter einer dicken Schicht Make-up versteckt.

Übrigens ist ein schönes Foto nicht nur Frage des „richtigen“ Blickwinkels, sondern auch der Körperhaltung und Muskelanspannung. Das Fitness-Model Tiffany Brien hat auf Facebook einen Vergleich gepostet, der aus zwei Fotos besteht. Links sieht man sie, wie ihr Bauch abends nach einem langen Tag aussieht und rechts sieht man, wie ihr Bauch aussieht, wenn sie morgens gerade aufgestanden ist. Ihr Kommentar dazu: „Nein, ich bin keine 6 Monate schwanger!“ Der weibliche Körper verändere sich nun mal – je nachdem, was und wie viel man den Tag über gegessen hat und wie der aktuelle hormonelle Rhythmus ist, wie viel man geschlafen hat und wie viel Stress man hatte.

Text: Lisa Merkel, LISA-Praktikantin