Haarfrei in den Sommer – Haarentfernung ohne Rasierer!

Haarfrei in den Sommer – Haarentfernung ohne Rasierer!

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Dauerhafte Haarentfernung
©iStock/alexalenin

Die Bikini-Zeit rückt immer näher. Und jeglicher sorgsam gezüchtete Pelz muss runter. Aber welche Methode der Haarentfernung ist am besten und vor allem: Was kostet es?

Ihr kennt das sicher alle: Man will das erste mal ins Freibad, an den See oder Strand und stellt fest, dass man wohl eher noch mal im Badezimmer verschwinden sollte. Was uns im Winter schön warm gehalten hat – und deshalb die regelmäßige Trimmerei auch mal vernachlässigt werden konnte – muss jetzt ab! Intimbehaarung, Beinhaare und Achsel-Flaum wird der Kampf angesagt! Denn zum perfekten Strandkörper gehört nicht nur ein flacher Bauch, sondern definitiv auch glatte Haut! Die einfachste und auch schnellste Möglichkeit, die Haare loszuwerden, ist natürlich der Rasierer. Wer aber keine Lust und Zeit hat, sich täglich die Beine zu rasieren, für den gibt es auch noch andere Methoden der Haarentfernung, die wesentlich länger halten. Wie wäre es zum Beispiel mit Sugaring?

Mit diesen Methoden kommt ihr ganz haarfrei in den Sommer:

Enthaarungscreme

Haarentfernung
©Veet Reckitt Benckiser

Die wohl schmerzfreiste Methode seine Haare loszuwerden ist mit einer Enthaarungscreme. Mittlerweile werden in Drogerien für jeden erdenklichen Hauttyp spezielle Cremes angeboten. Durch Thioglykolate ist die Haarentfernung zwar schmerzfrei, aber nicht ungefährlich. Der chemische Stoff kann nämlich besonders unter den Achseln zu Hautreizungen führen. Deshalb sollte man immer zuerst an einer kleinen Stelle, zum Beispiel am Unterarm, testen, ob man nicht doch auf die Creme allergisch reagiert. Ein perfekt haarfreies Ergebnis kann auch nicht garantiert werden, das kommt immer darauf an, wie stark die Haare verwurzelt sind. Sind alle Haare entfernt, behält man die glatte Haut für ca. eine Woche.

z.B. Haarentfernungscreme von Veet, 3,95€

Epilieren

©Braun P&G
©Braun P&G

Mit einem Epiliergerät werden die Haare ähnlich wie mit einer Pinzette an der Wurzel entfernt. Dementsprechend ist es nicht ganz schmerzfrei und die Haare sollten mehrere Millimeter lang sein. Wer es etwas sanfter möchte: Geräte mit Massagerollen sollen die Haut entspannen und zu starkes Ziepen dadurch vermeiden. Nach der Enthaarung können sich kleine Pickelchen entwickeln, an den Stellen, an denen die Haarwurzel entfernt wurde. Diese sollten aber nach ein paar Stunden wieder verschwinden. Mit dieser Methode bleiben die enthaarten Körperstellen je nach Haarwachstum zwei bis fünf Wochen streichelzart.

z.B. Epilierer Silk Epil 9 von Braun, 109,99€

Waxing

Haarentfernung
©dm/ Balea

Wer Haare lange und gründlich loswerden möchte, greift zu Wachs. Sogar feinere Härchen werden mit warmem oder kaltem Wachs entfernt. Da die Haare entgegen der Wuchsrichtung entfernt werden, ist diese Methode nichts für Schmerzempfindliche. Lässt man das Waxing aber im Kosmetikstudio von Experten machen, fühlt man im besten Fall nur ein „Ruckeln“ . Das Wachs bekommt man in verschiedenen Ausführungen – zum Beispiel für verschiedene Körperregionen – bereits in der Drogerie.

z.B. Warmwachs Roll-On von Balea, 4,95€

Sugaring

Genau wie Waxing sorgt Sugaring für mehrere Wochen glatte Haut. Aber: Es ist wesentlich weniger schmerzhaft. Bei dieser Variante der Haarentfernung wird eine klebrige Paste aus Zucker, Zitrone und Öl aufgetragen und in Wuchsrichtung der Haare abgezogen. Da Sugaring doch etwas komplizierter ist, als es sich anhört, sollte man auch das lieber vom Profi machen lassen. Eine selbst angerührte Zuckermasse reicht nämlich nicht aus, um die Haare wirklich loszuwerden.

Im Studio kostet die Behandlung zwischen 20€ (Bikinizone) und 50€ (Beine) und dauert im Schnitt 35 Minuten, je nachdem, wie viel behandelt wird.

Laser

Mit dem Laser lässt sich eine langfristigere Haarentfernung bewirken. Allerdings auch hier nicht für immer, jedoch deutlich länger als mit anderen Methoden. In mehreren Sitzungen werden mit den Laserstrahlen die Haustellen behandelt. Die Strahlen werden von den Haaren zur Haarwurzel weitergeleitet und in Energie umgewandelt, diese „verbrennt“ dann die Wurzeln. Dafür ist ein starker Kontrast notwendig, das heißt am besten funktioniert die Laser-Haarentfernung bei Menschen mit heller Haut und sehr dunklen Haaren. Aber auch bei anderen Haar- und Hauttypen können gute Ergebnisse erzielt werden, indem die Lichtintensität angepasst wird. Deshalb sollte man auch hier darauf achten, die Behandlung von einem ausgebildeten Dermatologen durchführen zu lassen. Bei falschen Anwendung könnten Verbrennungen und Hautreizungen die Folge sein. Außerdem wirken die Lichtimpulse nur bei aktiven Wurzeln (also etwa 60-80%). Wurzeln, die gerade nicht wachsen, werden nicht gestoppt.

Für immer Ruhe hat man damit aber auch nicht: nach 6 bis 8 Jahren können wieder vereinzelt Haare wachsen.

In speziellen Laserzentren kostet die Haarentfernung mit dem Laser zwischen 50€ (Achseln) und 150€ (Oberschenkel).

Blitzlicht

Haarentfernung
©Remmington Spectrum Brands Holdings

Intense Pulse Light, oder kurz IPL, wirkt ähnlich wie die Laser-Behandlung. Durch kurze Lichtimpulse wird das Wachstum der Haare gestoppt und die Wurzel verbrannt. Dabei werden immer nur kleine Hautpartien bearbeitet. Mittlerweile gibt es auch verschiedene IPL-Geräte für den Hausgebrauch, mit denen man sich selbst die Haare „weglasern“ kann. Auch hier sind mehrere Anwendungen notwendig, um das Haarwachstum einzudämmen. Generell werden mit der IPL Methode die gleichen Ergebnisse erzielt wie mit dem Laser, allerdings ist es schwerer, die Strahlen nur auf einen bestimmten Bereich zu richten. Dadurch sollten besonders Interessenten mit hellen Haaren und heller Haut vorsichtig sein. Auch bei Tattoos kann die Wirkung eingeschränkt sein oder die Strahlen können die Farbpigmente verblassen.

z.B. Haarentfernungssystem IPL6500 i-Light Pro von Remington, 349,99€

LISA-Redakteurin Alex testet das 'no! no! hair'
Das "no! no! hair" entfernt Haare völlig schmerzfrei (ca. 240 €, z.B: über weltbild). © PR
Das „no! no! hair“ entfernt Haare völlig schmerzfrei (ca. 240 €, z.B: über weltbild). © PR

Als das „no! no! hair“ bei uns in der Redaktion ankommt, ist meine Freude groß – schon lange bin ich auf der Suche nach einer Alternative zum lästigen Rasieren. Zuhause reiße ich das Paket natürlich sofort auf. Was ich schon mal toll finde: Das „no! no! hair“ wird mit einem schönen, stabilen Etui in Silber geliefert. Darin enthalten ist alles, was man braucht. Das Gerät entfernt die ungeliebten Härchen mithilfe eines thermodynamischen Drahtes, der die Hitze auf das Haar überträgt. Das klingt gefährlich. Ich erwarte Schmerzen. Aber tatsächlich spürt man rein gar nichts! Einziger Haken: Es riecht nach verbranntem Haar. Aber egal, Duftkerze an und weiter… Nun sitze ich drei Mal in der Woche vor dem Fernsehen und entferne alle Härchen, die sich mir in den Weg stellen. Der Hersteller empfiehlt, diese Prozedur über einen Zeitraum von mindestens 45 Tagen durchzuführen. Blöd: Nach drei Wochen verliere ich die Geduld, denn beim Sport habe ich keine Lust mehr, nur noch in langen Hosen zu trainieren. Schließlich sieht man nach wie vor die Stoppeln. Nun fange ich an, zusätzlich zu rasieren. Das ist zwar möglich, beeinträchtigt jedoch das Ergebnis.

Mein Fazit: Für das „no! no! hair“ braucht man Geduld – die ich leider nicht habe. Wer mehr Durchhaltevermögen hat als ich, der wird aber mit weniger Haarwuchs belohnt.