Haare färben: Die 5 besten DIY-Tricks

Haare färben: Die 5 besten DIY-Tricks

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Haare färben
©iStock/Georgijevic

Was haben Nivea-Creme, Wattepads und alte Handtücher gemeinsam? Richtig: Sie sind unverzichtbar, wenn es ums Haare färben geht. Hier meine 5 besten Tipps:

Es gibt verschiedene Gründe, die Haare selbst zu färben: weil man fürs Ansatzfärben nicht jedes Mal zum Friseur rennen möchte, weil man den Farbton nur ein bisschen auffrischt oder weil der DIY-Hairstyle einfach günstiger ist. Für alle Anfänger und überzeugten Selbst-Färber (wie ich einer bin) habe ich meine wichtigsten Erfahrungen zusammengefasst.

1. Das richtige Produkt2. Die Vorbereitung3. Richtig Auftragen4. Einwirken: Zeit?5. Pflegen bitte!
Bevor ihr im Drogeriemarkt einfach das erstbeste Produkt wählt, solltet ihr euch kurz Zeit nehmen und überlegen, welches für euch das richtige ist.

Prinzipiell gibt es drei Kategorien: 1 = auswaschbar, 2 = hält 6-8 Wochen, 3 = dauerhaft haltbar.

Ich selbst bin kein Fan von auswaschbaren Schaumtönungen. Sie eignen sich zwar als Kur oder Farbauffrischung, zum Färben sind sie aber nicht ratsam. Die Farbe wird meist unregelmäßig, der Farbton ist selten so, wie auf der Verpackung angegeben und für Bettwäsche und Klamotten ist die Tönung auch danach gefährlich. Solltet ihr also zum ersten Mal einen anderen Farbton wählen, greift trotzdem zu einer dauerhaften Lösung. Hier wird das Ergebnis am besten. (Vorausgesetzt ihr wollt nicht von Rot oder Dunkel auf Blond – hier hilft der Friseur.) Färbt ihr Ansätze nach oder habt schon einen ähnlichen Farbton, ist auch die Intensivtönung sehr gut. Da ich schon dunkle Haare habe, ist das meist mein Produkt der Wahl. Sind eure Haare relativ dick oder länger als bis zu den Schultern, nehmt ruhig auch zwei Packungen.

Tragt zum Färben ein altes Tanktop. Hier habt ihr die Hände frei und die Ärmel kommen nicht aus Versehen mit Farbe in Berührung. Außerdem wichtig: weg mit dem weißen Badezimmerteppich! Sind die Haare länger, am besten ein altes Handtuch um die Schultern legen und vorne mit einer Haarspange schließen.

Ist alles aufgeräumt, geht es aber noch nicht direkt los. Um nämlich nachher unschöne Flecken im Gesicht und auf dem Hals zu vermeiden, solltet ihr Gesichtskonturen, Ohren und Nacken mit einer Fettcreme eincremen.

Studiert außerdem die Verpackung genau. Bei dauerhaften Colorationen bleibt das Haar meist trocken, bei Tönungen wird nass gefärbt. (Achtung: ohne Stylingprodukte oder Shampoo. Und nein, nicht mal Sprühspülung. Dann kann es nämlich passieren, dass die Farbe nicht so gut haftet.)

Haare nach hinten kämmen, Handschuhe anziehen, auf die Uhr schauen und los! Zum Färben könnt ihr auch einen Färbepinsel besorgen, ich selbst arbeite mit der Tülle der Farbflasche und den Fingerspitzen. Denn, sind wir mal ehrlich: Dass Farbe auf die Kopfhaut kommt, lässt sich so gut wie nicht verhindern. (Habt ihr sehr sensible Haut, solltet ihr das Produkt allerdings vorher am Handgelenk testen und dort 15 Minuten einwirken lassen. Entstehen hier rote Flecken, fängt es an zu jucken? Dann bitte ein anderes Produkt wählen.)

Wollt ihr Ansätze nachfärben oder dunkler färben, fangt am Scheitel an. Dafür die Spitze der Flasche mit dem Farbmittel vom vordersten Ansatz an der Stirn bis nach hinten (etwa zur Mitte des Kopfs) ziehen und gleichmäßig einen dünnen Streifen Farbe auftragen. Mit den Fingerspitzen die Farbe nach links und rechts verteilen. Diesen Vorgang wiederholen, bis ihr euch rundherum zur Mitte gearbeitet habt.

Jetzt heißt es warten. Für die Ansätze: direkt einwirken lassen und erst 5-10 Minuten vor Schluss die restliche Farbe im Haar verteilen. Für Ganz-Kopf-Färber: gleich den Rest verteilen, einen kleinen Knoten auf dem Kopf drehen und einwirken lassen.

Wichtig: Merkt euch, wann ihr angefangen habt, die Farbe zu verteilen und wann ihr damit fertig wart. Nehmt dann am besten den Mittelwert. Sonst ist die Farbe womöglich zu lange auf dem Kopf.

Habt ihr alles verteilt, direkt mit einem feuchten Wattepad die Reste auf Gesicht und Ohren entfernen. Kontrolliert auch eure Hände, Arme und Badezimmergarnituren!

Zum Schluss geht es ans Ausspülen. Beugt euch dafür am besten über Badewanne oder Dusche. Es geht auch über dem Waschbecken, aber hier bitte besonders auf Spritzer beim Einschäumen achten. Die meisten Mittel schäumen mit ein bisschen Wasser selbst. Shampoo braucht ihr nicht. Tipp: Beim Ausspülen schon die Kopfhaut massieren. Das löst Farbpartikel.

In den Packungen ist eine Kur enthalten, die auf euren Farbton abgestimmt ist. Wer möchte, kann aber auch auf eigene Kuren zurückgreifen. (Achtung: Bei Blondtönen am besten die mitgelieferte benutzen.)

In den ersten Tagen nach dem Färben werden sich die Haare noch besonders weich anfühlen. Daher spart 1-2 Tage ein bisschen mit Kur und Spülung (vor allem bei feinem Haar). Danach gerne regelmäßig pflegen, damit die Farbe auch schön lange hält.

Habt ihr auch schon (gute oder schlechte) Erfahrungen mit dem Selbst-Färben gemacht? Schreibt mir eure Geschichten in den Kommentaren: