Die 4 wichtigsten Brautkleider-Trends 2016

Die 4 wichtigsten Brautkleider-Trends 2016

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Brautmode ©TinaWeise Brautmode 2016
©TinaWeise

Das Jahr geht zu Ende, doch die Brautmoden-Saison fängt jetzt wieder an! Wir freuen uns jetzt schon und haben für euch DIE 4 Trends für 2016 ausgespäht:

Wann wird geheiratet? Natürlich im Frühjahr und Sommer. Und weil so eine Hochzeit ja gut geplant werden will, sollte Braut sich jetzt schon inspirieren lassen. Um euch die Auswahl ein bisschen zu erleichtern, haben wir die neuesten Trends in Sachen Brautmode herausgesucht. Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Brautkleider-Expertin Tina Weise:

Das Prinzessinnen-Kleid ©LILLY, www.lilly.de
©LILLY, www.lilly.de

1. Opulent – der Prinzessinnen-Look:

Ein weiter Rock, romantische Verzierungen und zarte Applikationen – das Kleid im Prinzessinnen-Stil ist ein All-Time-Favourite und auch 2016 wieder angesagt. Dieses Jahr vor allem mit Tüll, Tüll, Tüll!

Wieso ist dieser Look bei Frauen so beliebt?
T.W.: „Der Traum von einer Prinzessinnenhochzeit hängt stark mit der Kindheit und den vorgelebten und erlebten Vorstellungen von ‚Traumhochzeit‘ zusammen. Die Mehrzahl der Frauen möchte an ihrer Hochzeit diesen (Kindheits-)Traum von der Prinzessin leben.“

Was sind die besonderen Merkmale des Prinzessinnen-Stils?
T.W.: „Klare Merkmale stellen aus meiner Sicht ein langer voluminöser Tüllrock (häufig mit Schleppe) und irgendeine Form von Spitzen-/ Pailletten-/ Stickerei-Verzierung auf dem Kleid dar.“

Ist hier Spitze ein Muss?
T.W.: „Nein, Spitze ist kein Muss. Auch Pailletten-Stickereien oder kleine Swarowski-Kristalle können das Kleid zum Prinzessinnentraum machen.“

 

Das Midi-Brautkleid ©TinaWeise
©TinaWeise, www.tinaweise.eu

2. Midi – die goldene Mitte:

Voll im Trend: die Midi-Länge. Das zeigt sich auch in der Hochzeits-Mode. Der pfiffige Schnitt wirkt mit dem richtigen Stoff trotzdem elegant. Tolles Plus: In den glücklichen Ehejahren danach muss es nicht im Schrank bleiben, sondern eignet sich auch für andere schicke Anlässe.

Was macht Kleider mit Midi-Länge so praktisch?
T.W.: „Das Risiko, sich mit den Schuhen im Saum des Kleides zu verfangen und sich vor versammelter Hochzeitsgesellschaft zu blamieren, ist hier definitiv gering. Man hat in Midi-Kleidern generell mehr Bewegungsfreiheit. Wer später also noch über das Parkett fegen will, hat in einem Midi-Kleid meistens mehr Spaß an der Bewegung.“

Was sollte man beim Schnitt beachten?
T.W.: „Je nachdem ob man kirchlich oder standesamtlich heiratet, sollte man natürlich auf die Länge des Kleides achten. Zu viel Haut ist an konservativen Orten nicht so gerne gesehen.“

Welche Besonderheiten weist dieses Kleid auf?
T.W.: „Das abgebildete Kleid ist ein Vokuhila-Kleid auf Midi-Länge. Der Rock ist vorne kürzer als hinten. Der ausgefallene Schnitt und die eingearbeiteten Rocktaschen geben der Braut einen frecheren Touch.“

 

Das puristische Brautkleid, ©ambacherVIDIC
©ambacherVIDIC, www.ambachervidic.de

3. Geradlinig – schlichte Schönheit:

Nicht jeder mag es pompös. Da kommt der Trend der schlichten Brautkleider genau richtig. Man möchte sich am wichtigsten Tag des Lebens ja auch nicht verkleidet fühlen. Diese Kleider glänzen durch einfache Eleganz (und die Braut darin natürlich auch).

Was macht schlichte Kleider aus?
T.W.: „Schlichte Kleider sind meist kaum bis gar nicht verziert. Sie sind  fließend, ohne opulente Tüllröcke, aber auffallend durch eine interessante Schnittführung.“

Kann das jede Frau tragen?
T.W.: „Absolut. Je nach Konfektionsgröße kommt es auf den Schnitt des Kleides an. Wichtig ist, dass man sich schön vorkommt und wohl fühlt.“

Worauf sollte ich gerade beim Stoff achten?
T.W.: „Für puristische Kleider eignen sich besonders gut Chiffon, Crepe und Satin-Stoffe. Viel macht zusätzlich die Qualität der Stoffe aus.“

 

Frack statt Brautkleid ©TinaWeise
©TinaWeise, www.tinaweise.eu

4. Elegant – die Frau im Frack:

Müssen es immer Brautkleider sein? Nein, ganz im Gegenteil. Wie im Alltag auch verschwimmen bei der Brautmode die Grenzen der Geschlechterrollen immer mehr. Was auf der Straße die Boyfriend-Jeans ist, ist vor dem Traualtar der Anzug. Natürlich trotzdem aus edlem Material. Wenn Frau möchte, lässt sich auch dazu ein eleganter Schleier kombinieren.

Warum ist dieser Trend gerade so im Kommen?
T.W.: „Die Frau trägt schon einige Jahre zu allen möglichen Veranstaltungen einen Hosenanzug. Es war an der Zeit, dass dieser Trend auch in der Brautmode ankommt. Auch Karl Lagerfeld hat dieses Jahr sein Grande Finale der Chanel Modenschau mit einer Braut im Hosenanzug abgerundet.“

Aus welchem Grund entscheiden sich Frauen für den Frack?
T.W.: „Zunächst ist er ein echter Hingucker, mit dem man den Überraschungseffekt auf seiner Seite hat. Ein anderer Grund ist, dass Frauen an ihrer Hochzeit sie selbst sein möchten. Die Frau, die auch sonst zu wichtigen Veranstaltungen einen Hosenanzug trägt, fühlt sich im Kleid verkleidet. Kurzum: Der Frack ist elegant, sexy und ein Garant, sich wohl in der eigenen Haut zu fühlen.“

Was ist das Besondere an diesem Modell?
T.W.: „Der abgebildete Frack hat eine eingearbeitete Schleppe, die bei Belieben nach der Hochzeit abgetrennt werden kann. So kann man den Anzug auch noch auf späteren Veranstaltungen tragen.“

Über Tina Weise:

Tina Weise Brautmode
©TinaWeise

„Mein Job ist das Management und die kreative Leitung des Labels TINA WEISE. Das Unternehmen meiner Familie ist im Festmodenbereich ansässig. Ich habe jahrelang nur Prinzessinnenkleider vor Augen gehabt und dann beschlossen, dass es unbedingt auch eine Alternative geben muss. Die Herausforderung, den Hochzeitsmarkt neu zu erfinden bzw. zu definieren, macht mir dabei am meisten Spaß.

Wie meine eigene Hochzeit aussehen wird, möchte ich noch nicht verraten. Außer: Es wird ganz bestimmt keine Prinzessinnenhochzeit ;-). Und ein mögliches Motto wäre: Fracks, Drugs and Rock n Roll.“