Diese kleinen Worte sind der Schlüssel zum Glück

Diese kleinen Worte sind der Schlüssel zum Glück

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Worte
©iStock/g-stockstudio

Sprache hat die Macht, unsere Gedanken und Gefühle zu verändern – positiv wie negativ. Stellt einfach ein paar Worte um und ihr könnt Großes bewirken.

Sagt uns unser Partner „Ich liebe dich“, ist das mehr als nur Musik in unseren Ohren: Uns durchflutet ein warmes Glücksgefühl, zudem strömt nachweislich auch mehr Energie durch unseren Körper. Dabei sind es „nur“ Worte, die das bewirkt haben. Doch die können tatsächlich so einiges ins Rollen bringen.

Kleiner Satz – große Wirkung

Bestimmte Worte aus unserem Sprachschatz zu verbannen oder Gewohnheits-Sätze umzuformulieren kann bewirken, dass wir motiviert statt gestresst sind, dass unser Hirn schneller weiß, was Sache ist, dass wir ein Ziel erreichen, statt vor ihm einzuknicken.

Was wir zu hören bekommen, können wir kaum beeinflussen. Was wir selbst sagen und denken dagegen schon. Klar lassen sich Sprachgewohnheiten nicht so leicht von heute auf morgen streichen. In einigen Fällen lohnt sich die Umgewöhnung jedoch sehr. Mit diesen vier kleinen Änderungen macht ihr euch das Leben leichter:

„Was“ statt „Warum“

Dieser einfache Worttausch kann bewirken, dass wir nach einem Misserfolg nicht zu hart mit uns ins
Gericht gehen. Ist ein Vorstellungsgespräch schlecht gelaufen oder unsere Geburtstagsparty war nicht der Hit? Dann fragen wir uns oft: Warum habe ich das nicht hinbekommen? Doch damit stellen wir unser eigenes Versagen in den Vordergrund und machen uns nur unnötig fertig.

Viel hilfreicher: Ab sofort stellen wir uns „Was“-Fragen! Was kann ich aus dem Vorfall lernen? Was kann ich das nächste Mal anders/besser machen? Auf diese Weise gehen wir motiviert und optimistisch statt frustriert aus der Situation hervor. Mit dieser positiven Einstellung ist bestimmt bald Schluss mit Misserfolgen.

„Ich esse gesund“ statt „Ich esse keine Süßigkeiten mehr“

Verbotenes fanden wir schon immer besonders interessant. Und wenn man uns sagt, dass wir nicht an einen Eisbären denken sollen, was tun wir dann? Wir denken sofort daran! In unserem Gehirn ploppt einfach ein Bild des Tieres auf. Dasselbe gilt für die Süßigkeiten, die wir uns verkneifen wollen: Genau dann sehen sie vor unserem geistigen Auge ganz besonders lecker aus. Damit tricksen wir unser Gehirn aus: Aussagen ohne Verneinung wie „Ich esse gesund“ kann es viel besser verarbeiten. Zudem lenken sie den Fokus auf die positiven Folgen statt auf den Verzicht. So gelingt uns unser Vorhaben viel eher.

„Ich schaffe das“ statt „Wird schon schiefgehen“

Ihr braucht unbedingt eine Portion Optimismus und zwar schnell? Dann sagt euch: „Ich schaffe das!“ Positive Aussagen wie diese kann unser Gehirn rund 50 Prozent schneller verarbeiten als negative Sätze. Die nötige Power, damit wir es tatsächlich schaffen, liefern uns bejahende Formulierungen obendrein. Psychologen haben herausgefunden, dass positive Begriffe wie „Liebe“ den Energiefluss in unserem Körper steigern, während negative Worte wie „Hass“ oder „Schuld“ weniger Energie durch unseren Körper strömen lassen. Dazu kommt, dass in Aussagen mit negativen Begriffen wie „wird schon schiefgehen“ oder „Hals und Beinbruch“ – auch wenn es positiv gemeint ist – Bedenken und Angst mitschwingen. Was wir stattdessen brauchen, damit wir auch schwere Aufgaben meistern können, sind jedoch Zuversicht und der Glaube an unsere Fähigkeiten.

„wollen“ statt „müssen“

Das Wort „müssen“ benutzen wir ganz schön oft – sogar für Vorhaben, die Spaß machen, wie: „Wir müssen mal wieder ins Kino gehen!“ Doch die unscheinbaren sechs Buchstaben haben es in sich: Sie lösen Stress aus. Denn „müssen“ klingt nach einer lästigen Pflicht. Danach, dass etwas unumgänglich ist. Wir hätten viel bessere sechs Buchstaben für Sie: „wollen“! Hinter diesem Wort steckt statt Zwang Motivation. Sogar für unliebsame Aufgaben kann man es benutzen. Etwa: „Ich will Wäsche waschen.“ Tut man das, hat man schließlich wieder mehr tolle Kleidungsstücke im Schrank zur Auswahl und sieht nicht mehr ständig den vollen Wäschekorb, der uns auch noch ein schlechtes Gewissen macht. Mit dem Wort „wollen“ dagegen werden wir uns bewusst, warum wir etwas tun – nämlich nicht nur, weil wir das Gefühl haben, wir „müssen“ es.

Zum Weiterlesen: Das machen glückliche Menschen anders.