Warum wir uns jetzt einen Baum ins Wohnzimmer stellen

Warum wir uns jetzt einen Baum ins Wohnzimmer stellen

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Weihnachtsbaum Brauch
©iStock/ExperienceInteriors

Eigentlich ist es ja schon komisch, sich einen nadelnden Baum voller Spinnen ins Wohnzimmer zu stellen. Wir sagen euch, woher der Brauch kommt. Und warum wir neuerdings auch Gurken in den Weihnachtsbaum hängen.

Erst suchen wir nach einem möglichst gleichmäßigen Weihnachtsbaum, dann holen wir uns das schmutzige Ding ins Haus und nach ein paar Tagen fallen die Nadeln ab… Nein, ein Weihnachtsbaum ist natürlich toll, duftet., glänzt und gehört zum Fest wie Geschenke und streitende Familienmitglieder.

Die Geschichte des Weihnachtsbaumes

Einen genauen Anfang gibt es eigentlich gar nicht, vielmehr setzt er sich aus verschiedenen Bräuchen und Kulturen zusammen. Bereits die Römer schmückten zum Jahreswechsel ihr Zuhause mit Lorbeer und Tannenzweigen. Diese sollten gegen Krankheiten und böse Geister im neuen Jahr schützen.
Das Behängen des Baumes mit Äpfeln ist eine lange Tradition, die im Zusammenhang mit dem Sündenfall und der Befreiung des Menschen von der Erbsünde steht. 1419 wurde zum ersten Mal ein „Christbaums“ namentlich erwähnt: Die Freiburger Bäckerschaft hatte einen Baum mit Süßem, Früchten und Nüssen behängt. An Neujahr durften die Kinder ihn schütteln und plündern.

Genau 120 Jahre später, 1539, gab es ganz in der Nähe von Freiburg einen weiteren urkundlichen Beleg: In diesem Jahr wurde im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Andere Überlieferungen wiederum sagen, dass es den ersten wirklich geschmückten Weihnachtsbaum in Riga gab. In der lettischen Hauptstadt erinnert noch heute eine Gedenktafel daran.

Manche Historiker nennen den Anfang des 17. Jahrhunderts als Beginn der Tradition, als die Weihnachtsbäume zum ersten Mal nicht nur mit Süßem und Äpfeln, sondern auch mit Kerzen geschmückt wurden. Johann Wolfgang von Goethe führte 1775 den Weihnachtsbaum am Hofe zu Weimar ein. Weil der Weihnachtsbaum aber lange Zeit von der katholischen Kirche als heidnischer Brauch verpönt wurde, wurde er erst im 19. Jahrhundert durch den Adel als Mittelpunkt des Weihnachtsfestes zum Volksbrauch.

Im 18. Jahrhundert nahmen schließlich die europäischen Auswanderer die Tradition mit nach Amerika, von wo aus sie sich über die ganze Welt verbreitete. 1882 wurde der erste Weihnachtsbaum mit elektrischer Beleuchtung in Amerika aufgestellt.

Weihnachtsbaum Brauch
©iStock/DustyPixel

Was macht eigentlich die Gurke am Weihnachtsbaum?

Die Amerikaner haben Spaß an einem Weihnachtsbrauch, von dem sie annehmen, dass er aus Deutschland kommt. Kommt er nicht, aber vielleicht hättet auch ihr Freude daran? Die Essiggurke (aus Glas) wird gut im Baum versteckt. Wer sie findet, darf als Erster seine Geschenke auspacken. Oder bekommt ein Extrageschenk.

Habt ihr euren Traumbaum noch nicht gefunden? Wir haben ihn!

Und liefern ihn rechtzeitig zum Fest zu euch nach Hause – bis vor die Haustür!

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