Warum Kuscheln, Küssen und Sex so gesund sind

Warum Kuscheln, Küssen und Sex so gesund sind

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Warum Kuscheln, Küssen und Sex so gesund ist ©iStock/BeeBright
Augen schließen und genießen, denn Kuscheln, Küssen und Sex ist nicht nur schööön – sondern richtig gesund! ©iStock/BeeBright

Küss mich, Baby! Das solltet ihr eurem Schatz nicht nur am Valentinstag sagen. Packt Kuscheln, Küssen & Sex regelmäßig in euren Wochenplan. Denn das sorgt für himmlische Gefühle und ist supergesund!

Der Tag war hart, das Wetter ist mies – nichts tröstet da mehr, als sich in die starken Arme des Süßen zu flüchten, die kleinen Ärmchen seines Kindes um den Hals zu spüren oder seine Finger ins weiche Fell von Hund oder Katze zu graben. Wir kuscheln, weil wir das Gefühl der Geborgenheit lieben, das dieser enge Körperkontakt in uns hervorruft. Ganz ohne Worte fühlen wir, wie sich unser Herzschlag beruhigt, die Atmung flacher wird und wir nach und nach entspannter werden. Ein Grund für das warme Gefühl im Bauch ist das Hormon Oxytocin, das unser Körper in diesem innigen Moment ausschüttet. Das so genannte Kuschel-Hormon sorgt dafür, dass wir uns einem anderen Wesen verbunden fühlen, ihm vertrauen. Es stärkt die sozialen Bindungen zu ihm und befähigt uns zu lieben. Doch Kuscheln kann noch viel mehr!

Kuscheln = Balsam für Herz & Kreislauf

Schmusen hat auch klare medizinische Vorteile. Forschungen ergaben: Menschen, die oft mit Partner, Kindern oder ihrem Haustier kuscheln, haben einen niedrigeren Blutdruck als Kuschel-Muffel. Umgekehrt zeigten Test-Personen, die eine Weile keine Möglichkeit hatten, ihre Lieben zu umarmen, eine deutlich höhere Pulsfrequenz. Sobald nämlich unsere Haut berührt wird, werden die darin befindlichen Pacini-Körperchen (so nennt man die Druckrezeptoren) aktiv. Sie schicken Signale an den Vagusnerv im Gehirn, der wiederum für die Drosselung des Blutdrucks zuständig ist. Einen schöneren Grund für die nächste Kuschel-Auszeit kann es doch nicht geben, oder?

Kuscheln = wirksam gegen Stress & Angst

Studien wiesen zudem nach, dass nichts so schnell den Cortisol-Spiegel im Körper senkt wie eine innige Umarmung. Cortisol ist das körpereigene Stresshormon. In Zeiten hoher beruflicher oder privater Belastung produziert es unser Körper in höheren Mengen. Die Folge: Wir fühlen uns ausgebrannt und angespannt. Wenn uns dann eine liebe Kollegin ganz fest in den Arm nimmt oder wir unser schnurrendes Kätzchen an uns drücken, fällt diese Anspannung in Minutenschnelle von uns ab. Eine Studie der Emory University in Atlanta (Georgia) fand zudem heraus, dass Babys, die oft geknuddelt wurden, später weniger stressanfällig sind. Muss es eigentlich immer ein lebendes Wesen sein, mit dem gekuschelt wird? Nein, sagen die Forscher. Menschen, die unter Ängsten oder mangelndem Selbstwertgefühl litten, brachte bereits das regelmäßige Schmusen mit einem Teddybären Linderung. Sie fühlten sich sicherer, ihre Angst ließ nach…

Küssen = süße „Pille“ gegen Erkältungsviren & Schmerzen

Warum Kuscheln, Küssen und Sex so gesund ist ©iStock/BeeBright
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„Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übriggeblieben ist“, sagte der amerikanische Schriftsteller Joseph Conrad (Heart of Darkness, 1871-1924). Doch neben diesem überirdischen Zustand, in den ein heißer Kuss uns versetzt, sprechen auch zahlreiche medizinische Fakten dafür, viel öfter zu küssen: Im Gegensatz zum entspannenden Kuscheln, kommen wir beim Küssen nämlich richtig auf Touren. Gesunder Stress heißt das, was passiert, wenn wir die Lippen unseres Süßen auf den unseren spüren: Herzschlag und Körpertemperatur beschleunigen sich, Stoffwechsel und Blutzirkulation werden gepusht. So steigt z.B. der Puls bei Frauen auf 108 und bei Männern auf 110. Zugleich wird die Entstehung von Glukokortikoiden ausgebremst, die für negativen Stress verantworlich sind. Das wirkt sich äußerst positiv auf zu hohe Cholesterinwerte und Hypertonie (Bluthochdruck) aus. Aber das Beste: Die dabei ausgeschütteten Glückshormone wie Serotonin lindern nicht nur Schmerzen, sondern stärken auch unser Immunsystem. Deshalb sind Verliebte auch regelrecht immun gegen fiese Erkältungs- und Grippeviren.

Küssen = toller Booster für Figur & Schönheit

Wer abnehmen möchte, so heißt es, sollte mehr Bewegung in den Alltag bringen. Fünf Minuten Treppensteigen verbraucht im Schnitt ca. 40 Kalorien. Da können wir jetzt einen – im wahrsten Sinne des Wortes – heißen Abnehmtipp hinzufügen: Mit drei intensiven Zungenküssen kommt ihr nämlich auf rund 36 Kalorien. Zeitgleich bewegt ihr dabei ca. 30 Gesichtsmuskeln – was für einen straffen Teint besser ist als jede teure Anti-Aging-Creme. Außerdem sorgt dieses prickelnde Vergnügen auch für ein strahlendes Lächeln: Jeder intensive (Zungen)-Kuss regt nämlich den Speichelfluss an. Die Folge: Die im Speichel befindlichen chemischen Elemente Phosphor und Kalzium lagern sich im Zahnschmelz ab – die Zähne werden hart und weniger anfällig für Karies.

Sex = wohltuende „Schmerztablette“

Warum Kuscheln, Küssen und Sex so gesund ist ©iStock/BeeBright
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And the winner is… Genau: Sex! Der genussvolle Spaß zwischen den Laken ist in Sachen Gesundheits-Vorsorge die Königsdisziplin. Und zwar aus den folgenden Gründen: Kopfweh soll ja angeblich immer mal wieder der Grund dafür sein, „es“ nicht zu tun. Aber, liebe Damen, hier solltet ihr künftig umdenken. In einer aktuellen Studie der Uni Münster wirkte sich der genussvolle Spaß zwischen den Laken nämlich bei der großen Mehrzahl der Probanten positiv auf Kopfschmerz- und Migräneattacken aus. Zwei Drittel der Testpersonen konnten danach auf die Schmerztablete verzichten. Das liegt an den Endorphinen, die beim Orgasmus den Körper fluten. Sie lindern Schmerzen ebenso effektiv wie Morphin. Ach ja, klappt übrigens auch ohne Partner

Sex = sinnliche „Grippeimpfung“

Was für heiße Küsse gilt, stimmt erst recht beim Sex: Grippe- und Erkältungsviren haben in einem Körper, dessen Blut eine hohe Konzentration von Immunglobulin A aufweist, kaum Überlebenchancen. Wie ihr diesen körpereigenen „Impfstoff“ herstellt? Indem ihr 2-mal pro Woche Sex habt. Außerdem steigt, so eine Studie der Uni Essen, bei dieser wunderbar sinnlichen Beschäftigung auch ganz nebenbei die Zahl der weißen Blutkörperchen und Killerzellen um 50%. Beide halten Infektionen in Schach.

Sex = lustvolles „Anti-Aging“

Das Beste aber kommt zum Schluss. Wer von euch träumt nicht davon, ohne großen Aufwand jung und schön auszusehen? Eben. Statt langer Regalreihen voll chemischer Wundermittelchen braucht ihr dazu künftig nur eins: ein aktives Sexleben. Sofort wirkt ihr zwischen 7 bis 12 Jahre jünger! Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Royal Edinburgh Hospital in Schottland. Zwei Hormone sind es, die das lustvolle Anti-Aging ankurbeln: Testosteron und Östrogen. Die gehen uns nicht nur niemals aus, ihre Konzentration im Blut steigt mit jedem sexy Tête-à-Tête. Das ist besonders für Frauen kurz vor der Menopause wichtig. Deren Östrogenspiegel sinkt nämlich aufgrund der Hormonumstellung. Regelmäßiger Sex wirkt dagegen genauso gut wie eine Hormonsalbe. Ist aber deutlich lustvoller in der Anwendung.

Also, worauf wartet ihr?

Jetzt wird losgeknuddelt, losgeküsst und losgesexelt. So nebenwirkungsfrei kann man nämlich nur selten was für seine Gesundheit tun. Wetten, das wird eure neue Lieblingssportart?

Übrigens: Beim Betrachten von Kuschelszenen werden viele der oben angesprochenen Prozesse im Körper in Gang gesetzt. Dann fangt zum Aufwärmen doch mal mit diesem süßen Video an. Hier sieht man nämlich auch ganz gut, wie Kuscheln & Co zur „Völkerverständigung“ beiträgt:

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