Tierpsychologie: So fühlen eure Haustiere wirklich!

Tierpsychologie: So fühlen eure Haustiere wirklich!

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Tierpsychologie
©iStock/RyanJLane

Können sich Tiere eigentlich freuen, eifersüchtig sein, Spaß haben oder trauern? Haben sie ähnliche Empfindungen wie wir Menschen? Wir haben spannende Einblicke in die Tierpsychologie eurer Haustiere.

Unsere tierischen Freunde – sie sind uns so nah, dass wir oft ganz selbstverständlich davon ausgehen, sie würden ähnlich ticken wie wir. Aber stimmt das? Hier haben wir für euch die wichtigsten Fragen rund um das Thema Tierpsychologie und die Gefühle eurer Haustiere gesammt.

Haben Hunde Mitgefühl?

Eine sanfte Schnauze, ein liebevoller Blick und manchmal sogar ein mitfühlendes Seufzen – trostbedürftige Hundebesitzer sind sich sicher: Mein Hund spürt, was in mir vorgeht. Das hielten Experten lange für Wunschdenken. Doch eine neue Studie beweist: Hunde nehmen Anteil am Empfinden eines Menschen. Um das zu belegen, setzen Forscher Hunde entweder vor ihren Besitzer oder vor eine fremde Person. Begannen die Menschen zu weinen, reagierten die Hunde auf die Tränen. Sie kümmerten sich um alle Personen, besonders aber um ein „Familienmitglied“.

Träumen Tiere?

Wie sieht es aus im nächtlichen Kopfkino? Wie ist das, zu fliegen oder mit den Fischen zu schwimmen? Das können wir uns ja schon gegenseitig kaum beschreiben. Ungleich schwieriger ist es natürlich zu klären, was in der tierischen Traumwelt vor sich geht. Doch Forscher sagen ganz klar: Wenn Säugetiere im Schlaf zucken oder fiepen, verarbeiten sie tatsächlich die Erlebnisse des Tages.

Können Katzen schmollen?

Der hoch beleidigte Blick über die kalte Schulter, das demonstrative Ignorieren – wer mit einer Katze lebt, kennt es und ist sich sicher: Sie ist sauer. Doch da Katzen kein Unrechtsbewusstsein haben, können sie nicht abwägen, ob ihnen Unrecht geschehen ist. Was wir als Beleidigtsein interpretieren, zeigt eher, dass Miezi verstört ist: Denn die sensiblen Samtpfoten reagieren stark auf Veränderungen in ihrem Umfeld. Wenn etwa der vertraute „Dosenöffner“ nicht da ist, irritiert sie das.

Kennen Tiere ihre Verwandten?

Bei den meisten Arten sieht es so aus: Werden Wurfgeschwister getrennt, erinnern sie sich später nicht mehr aneinander. Doch es gibt viele Ausnahmen: Die berührendsten sind Elefanten. Sie haben einen sehr ausgeprägten Familiensinn. Aber auch andere Tiere wie etwa Zebrafinken oder Eichhörnchen können am Geruch erkennen, ob sie verwandt sind. So verhindert Mutter Natur, dass sie sich paaren.

Schämen sich Tiere?

Die Schuhe sind zerbissen und Hundi schaut ganz schuldbewusst? Auch wenn es so aussieht, bedeutet es nicht, dass er ein schlechtes Gewissen hat. Er hat nur gelernt, dass sein Mensch auf so einen Spaß sauer reagiert und will ihn beschwichtigen. Was Hunden aber zu schaffen macht: Wenn sie aufgrund ihres Aussehens abgelehnt werden. Als Rudeltiere nehmen sie nämlich sehr genau wahr, wieandere auf sie reagieren.

Sind Tiere dankbar?

Hierauf gibt es keine klare wissenschaftliche Antwort, doch was der PinguinDindim macht, weist darauf hin: Seit der Brasilianer Joao Pereira de Souza 2011 dem niedlichen Tier das Leben gerettet hat, schwimmt es Jahr für Jahr 8000 Kilometer, um seinen Helden zu besuchen.

Trauern Tiere?

Man weiß, dass Elefanten und Affen tatsächlich depressiv werden können, wenn ein Familienmitglied stirbt. Doch der japanische HundHachiko zeigt, dass Tiere auch über Artengrenzen hinaus Trauer empfinden können. Der Akita-Rüde hatte über viele Jahre sein Herrchen jeden Tag vom Zug abgeholt. Als dieser bei der Arbeit verstarb, war Hachiko untröstlich. Er ging weiterhin jeden Tag zum Bahnhof, bis er zehn Jahre später selbst starb.

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