Richtig streiten: 5 Tipps, damit Zoff nicht eskaliert

Richtig streiten: 5 Tipps, damit Zoff nicht eskaliert

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Streit
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Mit diesen Tipps ist jeder Streit im Nu geklärt – ohne Tränen, verletzende Worte oder knallende Türen.

Streit gibt es in jeder Partnerschaft, Freundschaft und Familie. Im schlimmsten Fall endet er mit Funkstille, in vielen Fällen mit Schreien oder Tränen. Doch es geht auch ganz anders, wenn ihr diese Tipps einsetzt:

Spazieren gehen

Wenn es mal wieder knirscht: raus an die frische Luft und spazieren gehen. Verhaltensforscher haben jetzt herausgefunden, dass synchrones Laufen die Stimmung verbessert. Außerdem werden wir kreativer und offener dafür, Lösungen zu finden und uns wieder zu versöhnen.

Nicht persönlich werden

„Du bist so stur“, „Du bist so empfindlich“ – Sätze wie diese fallen beim Streiten oft. Und sind fatal. Wenn wir die Persönlichkeit von einem unserer Lieblingsmenschen kritisieren, ist das sehr verletztend. Außerdem nehmen wir Charaktereigenschaften als schwer veränderlich wahr. Im schlimmsten Fall denkt der Kritisierte: Ich bin schlecht, so wie ich bin, und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Oder wir lösen eine Trotzreaktion aus, weil unser Gegenüber solche Anschuldigungen nicht auf sich sitzen lassen will. Die Lösung: Verhalten kritisieren, zum Beispiel, dass euer Gegenüber sich nicht auf einen Kompromiss einlassen möchte. So fühlt sich euer Lieblingsmensch weniger angegriffen und sieht eher, was er jetzt direkt ändern könnte, um das Problem zu beseitigen.

Ich-Botschaften

„Du“-Sätze in einem Streit sind meistens Vorwürfe oder Beleidungen, die alles nur noch schlimmer machen. Wenn wir unsere Aussagen dagegen mit dem Wort „ich“ beginnen, können wir deeskalieren. Indem wir erklären, welche Gefühle das Verhalten unseres Gegenübers bei uns auslöst, wie zum Beispiel: „Ich bin enttäuscht, dass du ohne Grund abgesagt hast, weil mir das das Gefühl gegeben hat, dass ich dir nicht wichtig bin.“ Wenn der andere versteht, was euch umtreibt, wird er sich viel eher entschuldigen oder euch verzeihen.

Keine Verallgemeinerungen

Wenn wir uns über jemanden aufregen, neigen wir dazu, die Wörtchen „nie“ und „immer“ zu benutzen. „Nie hilfst du mir“ oder „Immer muss ich dich daran erinnern, den Müll runterzubringen“. Die beiden kleinen aber wirkungsvollen Worte machen die Vorwürfe viel schwerwiegender. Und in den seltensten Fällen treffen sie tatsächlich zu. Wusstet ihr, dass wir laut Psychologen unseren eigenen Anteil an etwas oft überschätzen und den Beitrag von anderen damit unterschätzen? Deshalb fühlt sich euer Gegenüber höchstwahrscheinlich ungerecht behandelt. Der Streit ist viel schneller beigelegt, wenn ihr konkrete Situationen nennt oder direkt eine Bitte aussprecht, die das Problem lösen würde.

Erst runterkommen

Bei einem Streit werden alle Beteiligten von Emotionen überrollt und lassen sie meist unmittelbar und ungefiltert heraus: Wir schreien den anderen an, haben Tränen in den Augen, sagen vor Wut etwas, das wir später bereuen. Wenn wir merken, dass unsere Gefühle gerade sehr stark und schwer zu kontrollieren sind, sollten wir den Streit vertagen. Dem anderen vorschlagen, später weiterzureden, wenn beide sich etwas beruhigt haben. Oder zumindest einmal kräftig durchatmen, bevor wir etwas sagen oder tun. So kann unser Verstand noch einschreiten und uns bremsen. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Gefühle runterschlucken sollen. Wir sollten sie nur besser ruhig und sachlich äußern (siehe Tipp drei), anstatt schreiend, weinend oder mit verletzenden Worten.

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