Strom-Tipps unter der Lupe – so spart ihr WIRKLICH bares Geld

Strom-Tipps unter der Lupe – so spart ihr WIRKLICH bares Geld

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Strom sparren
©iStock/whyframestudio

Strom ist so teuer wie nie – und die Kosten steigen weiter. Klar, dass wir da alles tun, den Verbrauch einzuschränken. Doch so mancher Ratschlag birgt auch Risiken. LISA nahm altbekannte Tipps unter die Lupe und nennt neue, die tatsächlich etwas bringen

8 alte Strom-Tipps auf dem Prüfstand

Im Urlaub den Kühlschrank ausschalten

Für jede Woche, die der Kühlschrank vom Netz genommen wird, spart man etwa zwei Euro ein. Das lohnt sich aber erst bei einer längeren Abwesenheit ab etwa zwei Wochen, wenn wirklich alle Lebensmittel aufgebraucht sind und nichts extra weggeworfen werden muss. Vollgepackt arbeitet der Kühlschrank am effektivsten Leerräume im Kühlschrank sorgen dafür, dass der Stromverbrauch steigt, weil beim Öffnen warme Luft hineingelangt, die wieder heruntergekühlt werden muss. Das heißt aber nicht, dass jede Ecke vollgestopft werden sollte, denn sonst dauert es länger, bis man an alles drankommt – und auch das verbraucht wieder Strom. Am besten arbeitet der Kühlschrank, wenn er zu 75 % gefüllt ist.

Auf Energiespar-Labels setzen

Es gibt sie von A+++ bis G. Allerdings beziehen sich die Verbrauchsangaben der Hersteller oft auf die selten genutzten Sparprogramme. Also nicht wundern, wenn der Stromverbrauch mitunter doppelt so hoch ist wie angegeben. Trotzdem bleiben Geräte der Klasse A+++ wahre Stromspar-Helfer und sollten eure erste Wahl sein.

Licht immer ausschalten

Verlässt man einen Raum, macht man das Licht aus – so haben wir es gelernt. Bei den heutigen Energiesparlampen ist das aber anders: Sie belastet das ständige Ein- und Ausschalten, und das schlägt auf die Haltbarkeit. Wenn ihr den Raum nur kurz verlasst, düfen sie also gern angeschaltet bleiben.

Für eine schnellere Zubereitung Backofen vorheizen

Bei Fertiggerichten wird empfohlen, den Ofen vorzuheizen. Wenn ihr aber nicht gerade Blätterteig oder Biskuit macht, ist das unnötig. Nutzt außerdem lieber Umluft als Ober- und Unterhitze sowie die Restwärme, indem ihr den Ofen bei längerer Zubereitungszeit zehn Minuten früher abschaltet.

Auf Energiesparlampen setzen

Energiesparlampen sind super, noch besser aber sind LED-Lampen. Sie verbrauchen etwa 80 Prozent weniger Energie als normale Glühlampen. Da sie jedoch auch teurer als Energiesparlampen sind, rechnet sich die Investition eher in Räumen, in denen das Licht häufiger und länger brennt.

Für Nudelwasser den Wasserkocher benutzen

Um Kochwasser für Kartoffeln und Nudeln zu erhitzen, ist der Wasserkocher schneller und effizienter als der Topf auf dem Herd. Wird aber mehr Wasser gekocht als benötigt, steigen CO2-Ausstoß und Stromkosten. Bei nur einem Liter mehr pro Tag sind das 25 Kilo CO2 im Jahr bzw. 20 Euro.

Bildschirmschoner am Rechner nutzen

Früher hatte man einen Bildschirmschoner, damit sich bei Arbeitspausen ein stehendes Bild nicht in den Monitor brennt. Das ist bei den heutigen Geräten aber nicht mehr nötig. Wenn Sie den Rechner nicht benutzen, ist es sparsamer, den Stand-by- Modus bzw. Ruhezustand einzuschalten.

Vier neue Stromspar-Tipps

Entrümpeln

In deutschen Haushalten findet man im Schnitt 4 Telefone, 3,2 Computer, 2,2 Fernseher sowie 1,4 Kaffeemaschinen und Kühlschränke. Wenn ihr ein neues Gerät kauft, mistet das alte aus und nutzt es nicht mehr als Zweit- oder Drittgerät, z. B. den Kühlschrank im Keller. Sonst sind eure Stromkosten am Ende höher als vorher. Gerätegrößen reduzieren Kühlschränke, Fernseher und mitunter auch Waschmaschinen sind in vielen Haushalten größer als nötig. So sollte der Abstand zwischen TV und Zuschauer einer Faustformel das Zwei- bis Dreifache der Bilddiagonalen betragen. Sitzt ihr also zwei Meter vom Fernseher weg, reicht ein 43-Zoll-Gerät. Überlegt auch, ob ihr euren Wäschetrockner oder die Mikrowelle wirklich brauchen.

Mehr teilen

Wie viele Tablets, Fernseher, Computer und Spielkonsolen benötigt eine vierköpfige Familie? Theoretisch reicht je ein Gerät, denn man kann schließlich teilen und dabei nicht nur Anschaffungs-, sondern auch Stromkosten sparen. Und was spricht eigentlich gegen einen gemeinsamen Abend vor dem Fernseher?

Multifunktionsgeräte nutzen

In den neuesten Geräten steckt mehr als nur eine Funktion: Wenn ihr mit Computerund TV-Karte fernseht, Musik und Filmestreamen sowie im Netz surft, braucht ihr TV-Gerät und Stereoanlage theoretisch nicht mehr. Und euer Smartphone ist eigentlich ein Computer, der Fotos machen kann. Wer benötigt da noch eine Digicam, die auch noch eine Steckdose zum Akkuladen braucht?

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