Weihnachtseinkauf: So erkennt ihr sicheres Spielzeug

Weihnachtseinkauf: So erkennt ihr sicheres Spielzeug

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sicheres Spielzeug
©iStock/PeopleImages

Bevor das Spielzeug unterm Weihnachtsbaum für leuchtende Augen sorgt, müssen sich Eltern und Großeltern durch einen Dschungel an Produkten kämpfen. Dabei geht es vor allem um die Frage: Wie erkenne ich gutes und sicheres Spielzeug?

Sicheres Spielzeug für Kinder – das sollte doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit bei Markenherstellern sein. Dass dem nicht so ist, zeigt eine Untersuchung von Stiftung Warentest: Demnach sind 45 von 50 Produkten mit gesundheitsschädlichen Schadstoffen belastet, ein Drittel sogar stark bis sehr stark.

Die Entscheidung für sicheres Spielzeug beginnt in der Regel mit gesundem Menschenverstand. Dass Murmeln, Perlen oder kleine Gummibälle für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet sind, sollte eigentlich jedem bekannt sein. Eltern können sich somit zunächst an der Altersempfehlung orientieren. Gerade für sehr kleine Kinder können sonst Kleinteile enthalten sein, die beim Spielen in den Mund genommen und verschluckt werden Achtet darauf, dass die Warntexte in deutscher Sprache aufgedruckt sind – sonst ist unklar, wer das Produkt in den Markt gebracht hat und woher es überhaupt kommt.

Kaufen mit allen Sinnen

„Schnuppern Sie ruhig schon im Laden an den Produkten. Riechen etwa Kunststoffe unangenehm oder stechend, Finger weg!“, empfiehlt Marco Hümmer von der SIMM Spielwaren GmbH. Bei Kuscheltieren dürfen übrigens auch Erwachsene mal zum Probe-Knuddeln ansetzen. Kleine Teile wie Knöpfe oder Augen sollten so gut angenäht sein, dass sie sich nicht schon bei leichtem Ziehen ablösen.

Auch Fühlen kann helfen: So kann man etwa ertasten, ob die Nähte am Tier sauber verarbeitet sind. Macht den Zupftest und prüft, ob Haare „ausfallen“. Bei Holzspielzeug sollte man es in die Hand nehmen und schauen, ob Splitter sichtbar oder scharfe Kanten verbaut sind. Auch bei Produkten aus Holz kann ein Geruchstest sinnvoll sein. Wenn der Lack stark riecht, spricht das für minderwertige Qualität und das Produkt sollte zurück ins Regal wandern. Bei Spielwaren die Geräusche erzeugen, lohnt es genau hinzuhören. Ist etwa das Kinderhandy oder die Spieluhr besonders laut? Dann wäre sie nichts für empfindliche Kinderohren.

Prüfsiegel für sicheres Spielzeug

Es gibt einige Pflichtangaben auf Spielzeugen, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Hierzu gehört das CE-Zeichen: Falls ein Produkt kein CE-Zeichen aufweist, darf es in Europa nicht als Spielzeug auf den Markt gebracht werden. Auch der Name des Herstellers oder Importeurs und die erwähnten Altershinweise müssen aufgedruckt sein – und das unbedingt in deutscher Sprache.

Produkte mit TÜV-Label zeigen dem Kunden, dass die Fertigung des Herstellers einmal im Jahr vom TÜV getestet wird und damit von einer unabhängigen Instanz. Eltern können dann sicher sein, dass Fertigungsprozesse in puncto Qualität kontrolliert und alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.

Das Label Made in EU garantiert, dass in der Europäischen Union und nicht im außereuropäischen Ausland produziert wird.

Doch bei der aktuellen Untersuchung waren auch Spielzeuge mit diesen Siegeln belastet. Spielwaren-Experte Hümmer verweist auf „weichere“ Siegel, die nachhaltigen Spielspaß bewerten. Etwa das „spiel gut“-Label: Es wird von einem gemeinnützigen und unabhängigen Verein vergeben, gestützt durch das Bundesfamilienministerium. Diese Verbraucherinitiative für Spielsachen vergibt das Label ausschließlich an Hersteller und Produkte, die einen sehr hohen Spielwert aufweisen.

Wer umweltbewusst einkaufen will, kann zudem auf das FSC-Label schauen. Das Forest Stewardship Council vergibt Label an Produkte, deren Herstellungsmaterial Holz äußerst nachhaltig genutzt wird, etwa bei Holzspielzeug oder Ökoverpackungen.

Eine Übersicht über besonders risikobehaftete Produkte für Kinder gibt es auf der Seite von Stiftung Warentest.

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der SIMM Spielwaren GmbH.

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