Warum ihr jeden Raum anders heizen solltet

Warum ihr jeden Raum anders heizen solltet

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Heizen
©iStock/anandaBGD

Eine warme Wohnung für wenig Geld. Das geht, wenn man weiß, dass jeder Raum beim Heizen eine andere Behandlung braucht. So geht’s!

Aus Angst vor der nächsten Nebenkostenabrechnung zieht sich so mancher an kühlen Abenden eher noch einen Wollpulli über, als die Heizung hochzudrehen. Das ist nicht verkehrt, schließlich spart jedes Grad weniger ungefähr 6 Prozent Heizenergie. Auf Dauer ist Frieren aber keine Lösung. So haltet ihr eure Heizkosten niedrig und habt es trotzdem gemütlich.

Die Luft rauslassen

Heizkörper müssen ab und an gereinigt werden. Die Wärme wirbelt sonst Staub auf, das ist nicht nur für Allergiker unangenehm. Macht der Heizkörper merkwürdige Geräusche oder wird ungleichmäßig warm, sollte er entlüftet werden. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus dem Internet ist das auch für Laien kein Problem.

Tagsüber absenken – oder auch nicht

Soll man die Heizung runterdrehen, wenn man außer Haus ist? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Denn das hängt unter anderem von der Fassade und der Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen ab. In halbwegs gut isolierten Räumen spart man aber tagsüber auf jeden Fall mehr Energie ein, als man abends zum Wiederaufheizen braucht. Also: absenken!

Lüften beugt Schimmel vor

Was für die Energiebilanz gut ist, kann aber der Gesundheit schaden. Denn ab einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 15 Grad sind kältere Ecken wahrscheinlich, die Schimmel begünstigen. Lüften ist dann besonders wichtig. Mindestens dreimal am Tag die Fenster (am besten gegenüberliegende) für etwa 5 bis 15 Minuten weit öffnen. Die Heizung vorher natürlich abdrehen!

Bad durchgängig heizen

Wer das Badezimmer nur kurzfristig zum Duschen oder Baden warm macht, spart an der falschen Stelle. So erwärmt sich zwar die Luft, doch die Wände bleiben kühl. Die Schimmelgefahr steigt! Besser man heizt gleichmäßig und reißt nach der Dusche das Fenster für gut 15 Minuten weit auf.

Tür zum Schlafzimmer schließen

Geschlossene Türen sind das A und O des vernünftigen Heizens. Viele Menschen denken, es wäre sparsamer, die Heizung in kühleren Räumen wie dem Schlafzimmer ganz abzustellen und einfach die Tür zum Wohnbereich offen zu lassen. Das stimmt aber nicht! Wenn die Türen unterschiedlich temperierter Räume offen stehen, bollern die Heizungen in den warmen Zimmern nämlich übermäßig stark.

Viel hilft nicht immer viel

Ein Zimmer wird nicht schneller warm, wenn man den Thermostat voll aufdreht. Denn: Jede Heizstufe steht für eine bestimmte Raumtemperatur (Stufe 3 entspricht ca. 20 Grad, Stufe 5 ca. 28 Grad). Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, wird die Wärmezufuhr gedrosselt. Wählt man Stufe 5, heizt man also nicht schneller, sondern länger – weil die Heizung eben auch dann mit voller Kraft weiterarbeitet, wenn der Raum schon längst 23 Grad warm ist.