Wie viel Privates ist im Job erlaubt?

Wie viel Privates ist im Job erlaubt?

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Privates im Job
©iStock/AntonioGuillem

Surfen, Telefonieren, Pakete in die Firma schicken – Privates im Job zu erledigen, ist schon praktisch, aber nicht immer erlaubt. Wir sagen, was ihr euch lieber verkneifen solltet.

Zu viel Privates im Job können böse enden, euch sogar den Job kosten. Das solltet ihr als Angestellte wissen:

Arztbesuche

Ein Arztbesuch ist eine Privatsache und hat außerhalb der Arbeitszeit stattzufinden. So weit die Grundregel. Es gibt aber Ausnahmen: So besteht z.B. bei akuten Krankheiten oder bei Untersuchungen, die nur zu bestimmten Zeiten möglich sind, ein Freistellungsanspruch (§ 616 BGB).

Privathandy

Arbeitgeber dürfen die Nutzung von Privathandys komplett verbieten, brauchen dafür aber die Zustimmung des Betriebsrates (AG München Az. 9 BVGa 52/15). Auch zeitliche Beschränkungen – etwa max. 30 Minuten pro Arbeitstag – sind möglich. Halten sich Arbeitnehmer nicht an die Vorgaben, müssen sie mit einer Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar mit einer Kündigung rechnen.

Büromaterial

Egal ob man schnell was kopieren oder einen ausrangierten Ordner mitnehmen will – man sollte nie ohne Erlaubnis betriebliche Ressourcen für den privaten Gebrauch nutzen. Es handelt sich um Diebstahl, der eigentliche Wert spielt keine Rolle. Auch hier drohen Abmahnungen und Kündigungen. So verlor eine Bürokraft, die mehr als hundertmal den Drucker an ihrem Arbeitsplatz für private Zwecke nutzte, deshalb ihren Job (LAG Schleswig-Holstein, Az. 3 Sa 61/09).

Feiern

Es ist immer empfehlenswert, vor einem Umtrunk den Vorgesetzten um Erlaubnis zu fragen. Gilt kein generelles Alkoholverbot im Dienst, ist ein Gläschen Sekt zum Geburtstag oder anderen feierlichen Anlässen erlaubt (in den Pausen). Allerdings müssen alle anschließend noch in der Lage sein zu arbeiten.

Private Pakete

Bevor ein Mitarbeiter die Adresse seines Arbeitsplatzes als Lieferadresse für eine Paketzusendung angibt, sollte er zunächst seinen Vorgesetzten fragen. Denn durch die Annahme des Pakets geht ja Arbeitszeit des Angestellten und unter Umständen der Kollegen am Empfang oder in der Postannahmestelle verloren. Der Arbeitgeber hat das Recht, den Empfang privater Zusendungen im Unternehmen komplett zu verbieten. Ein Verstoß gegen ein solches Verbot kann eine Abmahnung zur Folge haben.

Zum Weiterlesen:

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