Heimliche Sport-App: Ersetzt Pokémon Go das Fitnessstudio?

Heimliche Sport-App: Ersetzt Pokémon Go das Fitnessstudio?

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Pokémon Go
Spielend schlanker mit Pokémon Go? ©iStock/biglike

Seid ihr auch im Pokémon Go-Fieber? Dann habt ihr nicht nur ein Spiel, sondern gleichzeitig auch die angesagteste Fitness-App auf dem Smartphone.

Pokémon Go lässt nicht nur Kinder der 90er aufjubeln. Überall begegnet man derzeit Spielern, die – immer den Blick aufs Smartphone gerichtet – an öffentlichen Plätzen und sogar in Arztpraxen auf die Jagd nach den farbenfrohen Pokémon gehen. Nur eine Woche nach Veröffentlichung verzeichnet das Augmented-Reality-Spiel als moderne Schnitzeljagd bereits über 15 Millionen Downloads. Tendenz steigend.

Hier ein paar Fakten:

  • Pokémon Go-Nutzer verbringen mit rund 33 Minuten am Tag mehr Zeit mit dem Spiel als mit Facebook (22 Minuten).
  • Pro Tag werden insgesamt mehr als 20 Millionen Spieler gezählt. Damit lässt Pokémon Go sogar die Candy Crush Saga hinter sich.

Und nebenbei hat Nintendo mit dem Spiel offenbar ganz ungewollt eine neue Fitness-App auf den Markt gebracht, die sogar etablierten Sport-Apps wie runtastic Konkurrenz machen könnte.

Wir haben drei Gründe für euch, warum Pokémon Go eine super Fitness-App ist:

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©meinbauch.net
    1. Selbst Bewegungsmuffel treibt es runter von der Couch.
      Die meisten Spiele kann man bequem von der Couch aus spielen. Nicht so Pokémon Go: Statt die Avatare in einer virtuellen Welt auf die Jagd zu schicken, müssen sich die Nutzer hier im Freien bewegen. Nicht selten legt ein Spieler dabei mehrere Kilometer zurück. Denn die begehrten Pokémon befinden sich an den verschiedensten Plätzen. Ihr könnt die App übrigens nicht überlisten: Sobald ihr euch schneller als 20 km/h pro Stunde bewegt, also zum Beispiel mit dem Auto oder der Bahn unterwegs seid, dann wird diese Zeit nicht mitgezählt.
    2. Ihr trainiert ganz einfach nebenbei.
      Die begehrten kleinen Monster lauern überall. Da geht man den einen oder anderen Weg, für den man sich sonst ins Auto gesetzt hätte, doch mal eben zu Fuß. Ihr müsst also nicht extra Zeit freischaufeln für euer „neues Sportprogramm“, sondern integriert es ganz einfach in den Alltag. Netter Nebeneffekt: Ihr tankt frische Luft und schont die Umwelt.
    3. Der „innere Schweinehund“ ist abgehakt.
      Einmal im „Training“, will man immer mehr. Der Ehrgeiz steigt. Und je weiter ihr im Spiel kommen wollt, desto mehr müsst ihr euch bewegen. Denn gerade die wertvolleren Pokémon befinden sich meist weiter weg. Und auch das Ausbrüten der Eier kostet euch bis zu zehn Kilometer. Links findet ihr eine praktische Übersicht, in der ihr genau sehen könnt, wie viele Kalorien ihr beim Spielen verbrennen könnt (Quelle: meinbauch.net). Beispiel Eier ausbrüten: Wer dafür zwei Kilometer stramm spazieren geht, der verbraucht rund 125 Kalorien. Damit habt ihr bereits 25 Gramm Schokolade abtrainiert. Also ab nach draußen!

Wer auch ohne Handy in der Hand ein bißchen mehr Sport machen möchte, der findet hier den perfekten Laufplan für Jogging-Einsteiger.