Nachts im Swinger-Club

Nachts im Swinger-Club

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Swinger
©iStock/Nikada

Ein Ehepaar Ende 30. Und eine Leidenschaft, von der die Nachbarn nichts ahnen – Robert und Natascha über ihre Swinger-Erfahrungen.

Es ist Freitag. Natascha und Robert machen sich fertig. Es wird allerdings kein schöner Abend im Restaurant oder bei Freunden, sondern einer im Swinger-Club. Sie fahren raus aus der Stadt, in eine dörfliche Umgebung, vor einem unscheinbaren Einfamilienhaus parken sie.

Es sind schon sieben Pärchen da und ein paar Singles. Sie sitzen an der Bar, unterhalten sich locker und werfen einander interessierte Blicke zu.

Small-Talk in Dessous

Natascha und Robert setzen sich an einen kleinen Tisch und schauen sich um: Die meisten Frauen tragen Dessous, die Männer Shorts, nur wenige sind nackt. Das Licht ist gedämmt, die Musik leise. Auf den Flachbildschirmen an der Wand laufen Sexvideos. Diese und der Begrüßungsdrink bringen Natascha und Robert in Stimmung.

Eines der Pärchen an der Bar beginnt, sich leidenschaftlich zu küssen und zu streicheln. Immer wieder werfen sie Natascha und Robert Blicke zu. Schließlich steht er – blond, athletisch – auf und führt seine Partnerin – dunkelhaarig, üppige Rundungen – in den nächsten Raum. Mit einem Nicken fordert er Natascha und Robert auf, ihnen zu folgen.

Das Spiegelzimmer

Beide sind einverstanden und folgen dem Pärchen. Sie haben es sich in einem verspiegelten Raum auf einem Samtsessel bequem gemacht. Sie sitzt auf seinem Schoß, beide Robert und Natascha zugewandt. Robert stellt sich hinter den Sessel und beginnt, die Brüste der Frau zu massieren. Die Hände ihres Partners gleiten in ihre Unterhose. Natascha schaut eine Weile zu, dann kniet sie sich vor die Fremde und beginnt sanft ihre Schenkelinnenseiten zu küssen. Ihr Liebesspiel wird immer leidenschaftlicher, Natascha vergnügt sich mit dem Fremden, Robert mit seiner Partnerin. Immer wieder werfen sich die beiden heiße Blicke zu. Nachdem alle ihren Spaß hatten, trennen sich die Paare. Ob man sich noch einmal wiedersieht? Vielleicht…

Jeder hat seine persönlichen Grenzen

Alles kann, nichts muss – das ist oberstes Gebot in jedem Swinger-Club. „Ich stehe überhaupt nicht auf Peitsche und Gewalt beim Sex, alles andere probieren wir aus“, sagt Natascha.

Seit drei Jahren sind die beiden regelmäßige Swinger. Eine Fernsehsendung hatte sie neugierig gemacht: „Wir saßen davor und waren beide erregt“, sagt Natascha. Sie hatten vorher kein langweiliges Sexleben, aber Lust auf ein Abenteuer. Sie sprachen offen darüber. „Vertrauen ist dafür total wichtig. Wer schon Probleme in der Beziehung hat, der sollte besser zuhause bleiben.“

„Wir waren so aufgeregt bei unserem ersten Besuch“

Beim ersten Mal haben sie erst einmal nur geguckt: Wie machen das die anderen? Was können wir uns vorstellen? Ihre eigene Spielart der Lust fanden sie schneller, als sie gedacht hatten: Schon beim zweiten Besuch hatten sie keine Scheu mehr, sich in der „Kuschelecke“ gegenseitig zu streicheln und zu küssen. Dass sie dabei die Aufmerksamkeit eines anderen Paares auf sich zogen, fand Natascha erregend. Dann war da plötzlich eine fremde Hand. „Man kann immer Nein sagen“, so Natascha.

Die fremde Hand

Doch sie ließen es zu. Gaben sich den Berührungen des anderen Paares hin, berührten selbst die fremden Körper. „Es war der Wahnsinn“, erinnert sich Natascha. „Von einem Fremden berührt zu werden und dabei die Erregung in Roberts Augen zu sehen, ein unglaublicher Kick.“ Und sie finden immer neue Wege, sich diesen Kick zu holen „Ich hätte nie gedacht, wie heiß es ist, mit zwei Männern gleichzeitig Sex zu haben“, sagt Natascha.

Robert liebt es, wenn Natascha einen anderen Mann mit dem Mund befriedigt und ihm dabei fest in die Augen sieht. „Dabei kann ich genauso gut kommen, als wenn sie es mir machen würde“, gesteht er.

An zwei Regeln halten sich die beiden aber immer: Sie machen immer alles zu zweit, auch wenn einer mal nur Zuschauer ist. Und: Außerhalb des Clubs gibt es keine Treffen mit anderen Swingern. „Das eine hat mit Vertrauen zu tun, das andere ist nur Spaß“, ist Nataschas Meinung. Und sie fügt hinzu: „Man könnte fast sagen, wir gehen gemeinsam fremd.“