LISA testet: Den Saug-Wischer Philips „PowerPro Aqua“

LISA testet: Den Saug-Wischer Philips „PowerPro Aqua“

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PowerPro Aqua
©Philips

Der „PowerPro Aqua“ von Philips ist Staubsauger, Wischer und Handstaubsauger in einem. Wir haben das Gerät getestet und sagen euch, für wen es etwas ist und für wen eher nicht.

LISA-Redakteurin Jennifer Seelig hat den Philips „PowerPro Aqua“ getestet: „Passenderweise kam er an einem Freitag bei uns in der Redaktion an. So konnte ich gleich den Wochenend-Putz damit erledigen. Eigentlich. Denn sofort loslegen ging natürlich nicht, denn da er kabellos ist, musste der Akku erst einmal zehn Stunden aufgeladen werden.

Das erste Kennenlernen

PowerPro Aqua
Steht ohne Hilfe und braucht keine Wandbefestigung ©Philips

Der „PowerPro Aqua“ kommt in zwei Teilen und ist mit nur einer Schraube schnell zusammengebaut. Mein erster Eindruck: Er ist schön schmal, leicht (3,2 kg) und steht von allein. Das gefällt mir schon einmal. Allerdings finde ich den Fuß/die Düse etwas schmal, gleichzeitig aber wuchtig. Ich ahne schon, dass sie nicht überall drunter passen wird. Während das Gerät am Strom hängt und den 18 V Lithium-Ionen-Akku lädt, schau ich mir die Bedienungsanleitung genauer an. In den Wischeinsatz sollen nur 200 ml Wasser und am besten gar kein oder nur sehr wenig Reinigungsmittel… Das soll sauber werden?!

Die Saugfunktion

Der „PowerPro Aqua“ von Philips hat am Griff zwei Schalter zur Bedienung: Power und Max. Er beginnt beim Anschalten also mit einer geringen Saugleistung. Ich nehme natürlich das Maximum, dabei ist er etwas lauter, aber nicht unangenehm. Die Saugfunktion finde ich okay, Krümel und Haare werden von der durch einen Motor angetrieben Düse gut eingesaugt, was allerdings etwas fester am Boden hängt, bleibt liegen. Auch auf dem Teppich muss ich mehrmals drüberfahren, bis wirklich alle Krümel weg sind. Der Fuß passt, wie ich schon beim Kennenlernen dachte, nicht so gut unter Kühlschrank und Co. Und weil er eher schmal ist, muss man auch ein paar Züge mehr fahren, dafür ist das Gerät aber sehr wendig und liegt wirklich gut in der Hand.

Ich habe in den zwei Test-Wochen tatsächlich öfter mal kurz durchgesaugt, weil man nicht das lästige Kabelstecken hat und das Gerät schnell in die schmutzigeren Räume tragen kann. Für das reine Saugen in meiner 110 Quadratmeter-Wohnung reicht der Akku (gerade so) aus. Danach muss er wieder laden. Fünf Stunden dauert es, bis der Akku wieder voll ist.

Die Wischfunktion

PowerPro Aqua
Das Wischsystem wird mit einem Klick eingesetzt ©Philips

Zum Wischen hat der „PowerPro Aqua“ ein Wischsystem, das man mit einem Klick an die Düse steckt. Ein Magnet hält es fest. Vorher kommt natürlich Wasser rein und ein mitgeliefertes Mikrofasertuch wird mit einem Klettverschluss daran befestigt. Aus dem Wischsystem wird gleichmäßig Wasser abgegeben, so dass der Boden nicht zu feucht wird. Das klappt ganz gut und funktioniert sehr gleichmäßig. Nach ca. 50 Quadratmeter musste ich neues Wasser einfüllen.

Reinigungsmittel zu benutzen habe ich mich allerdings nicht getraut, da in der Anleitung nur vor Überdosierung gewarnt wurde und ich auch nicht so genau wusste, ob meine Sorte schaumarm ist…

So weit die Theorie. Nun geht es bei dem „PowerPro Aqua“ ja darum gleichzeitig saugen und wischen zu können. Da das Wischsystem hinter der Düse angebracht ist, klappt das dann gut, wenn man den Sauger nur nach vorne bewegt. Wenn man dann aber die typische Vor-Zurück-Zickzack-Bewegung wie beim Saugen macht, ist das bei stark verschmutzen Räumen nicht zu empfehlen. Im Bad mit Haaren, Staub und Fusseln schmiert man dann alles eher hin und her. Denn wenn der Schmutz erst einmal feucht ist, dann reicht die Saugleistung nicht aus, um ihn aufzusaugen. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur die falsche Saugtechnik?!

Und im Gegensatz zum normalen Wischen kommt mit der Saug-Wisch-Technick auch kein Wasser in schwierige Ecken. Da ist dann die Saugdüse im Weg.

Der Handstaubsauger

PowerPro Aqua
Für den Handsauger gibt es noch einen Bürstenaufsatz ©Philips

Der Mittelteil des „PowerPro Aqua“, also der Teil mit dem Filter, ist herausnehmbar und kann als Handstaubsauer benutzt werden. Da gibt es dann noch einen Power-Knopf. An die schwierigen Ecken kommt man damit auch beim normalen Saugen mit Bücken dann ganz gut ran. Die Saugleistung ist besser als bei meinem Handstaubsager. Allerdings solltet ihr ihn so lange angeschaltet lassen, bis er wieder im Sauger steckt, sonst fallen nämlich alle Krümel wieder raus…

Mein Fazit

Gleichzeitig saugen und wischen – das kann der „PowerPro Aqua“ von Philips (UVP 279 Euro) durchaus, aber für mich nicht so gründlich, dass es den normalen Wischer ersetzen kann. Die Saugleistung ist ausreichend, von meinem Staubsauger bin ich allerdings Besseres gewohnt. Für mich ist das Gerät super für jeden Tag und Zwischendurch, wenn man keine Lust auf das ganz große Reinemachen hat. Gerade für Tierbesitzer und Eltern von kleinen Kindern ist das praktisch. Auch mit dem integrierten Handstaubsauger. Was ich wirklich toll finde, ist die Wendigkeit und dass man ihn so schnell zur Hand hat.“