Die schönsten Lieder, Gedichte und Sprüche rund um den Apfel

Die schönsten Lieder, Gedichte und Sprüche rund um den Apfel

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Die schönsten Sprüche, Lieder und Gedichte rund um den Apfel ©iStock/Linda Steward
©iStock/Linda Steward

Der Apfel ist viel mehr als nur eine köstliche Frucht. Schon seit Adam und Eva kommt ihm eine besondere Bedeutung zu, in Liedern wird er besungen, Aphorismen und Sprüche ranken sich um ihn. Er ist Symbol der Verführung, sinnlich, rund, süß und saftig.

Er kann auch Gefahr sein: Im Märchen will die böse Stiefmutter  Schneewittchen mit einem vergifteten Apfel töten.

Kein Wunder, dass ihm viele Lieder, Gedichte und Sprüche gewidmet wurden. Hier sind die schönsten:

Gedicht: Vom schlafenden Apfel

Im Baum, im grünen Bettchen,
hoch oben sich ein Apfel wiegt,
der hat so rote Bäckchen,
man sieht, dass er im Schlafe liegt.

Ein Kind steht unterm Baume,
das schaut und schaut und ruft hinaus:
„Ach, Apfel, komm herunter!
Hör endlich doch mit Schlafen auf!“

Es hat ihn so gebeten, –
glaubt ihr, er wäre aufgewacht?
Er rührt sich nicht im Bette,
sieht aus, als ob im Schlaf er lacht.

Da kommt die liebe Sonne
am Himmel hoch daherspaziert.
„Ach Sonne, liebe Sonne,
mach du, dass sich der Apfel rührt!“

Die Sonne spricht: „Warum nicht?“
Und wirft ihm Strahlen ins Gesicht,
küsst ihn dazu so freundlich;
Der Apfel aber rührt sich nicht.

Nun schau! Da kommt ein Vogel
und setzt sich auf den Baum hinauf.
„Ei, Vogel, du musst singen,
gewiss, gewiss, das weckt ihn auf!“

Der Vogel wetzt den Schnabel
und singt ein Lied so wundernett.
Und singt aus voller Kehle;
Der Apfel rührt sich nicht im Bett.

Und wer kam nun gegangen?
Es war der Wind, den kenn ich schon,
der küsst nicht und der singt nicht,
der pfeift aus einem andern Ton.

Er stemmt in beide Seiten
die Arme, bläst die Backen auf
und bläst und bläst; und richtig,
der Apfel wacht erschrocken auf.

Und springt vom Baum herunter
grad in die Schürze von dem Kind;
Das hebt ihn auf und freut sich
und ruft: „Ich danke schön, Herr Wind!

Robert Reinick (1805-1852)

Volkslied: In einem kleinen Apfel

In einem kleinen Apfel
da sieht es niedlich aus;
es sind darin fünf Stübchen,
grad wie in einem Haus.
In jedem Stübchen wohnen
zwei Kernchen, braun und klein;
die liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.

Sie träumen auch noch weiter
gar einen schönen Traum,
wie sie einst werden hängen
am lieben Weihnachtsbaum.

 

 

Gedicht: Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

 

 

Apfelsprüche

„Selbst wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht,
würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen“ (Martin Luther, 1483-1546)

„Über Rosen lässt sich dichten,
in Äpfel muss man beißen“ (aus Faust II, Johann W. v. Goethe , 1749-1832)