Checkliste: Soll ich kündigen?

Checkliste: Soll ich kündigen?

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©iStock/golubovy

Diese Frage stellt sich doch jeder mal, wenn der Arbeitstag nicht so rund läuft. Wer jedoch öfter daran denkt, sollte genau abwägen: kündigen oder bleiben? Unsere Checkliste hilft euch.

70 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland sind unzufrieden mit ihrer Arbeit. Dennoch wechseln pro Jahr nur knapp 3 Prozent den Job, wie aus einer Studie des Business-Netzwerkes Xing hervorgeht. Man neigt nämlich dazu, aus Angst und Ungewissheit sich mit dem zu arrangieren, was man hat. Auch wenn man unglücklich damit ist. Veränderung bedeutet nämlich Mut aufbringen.

Doch so eine Kündigung muss wohlüberlegt sein und darf nicht aus dem Effekt heraus entschieden werden. Man sollte sich die Frage stellen: Wo sehe ich mich in fünf Jahren? Und danach seine Kriterien richten. Psychologin Ilona Bürgel rät, eine eigene Wertehierarchie zu erstellen und die bedeutendsten Aspekte zu markieren. So hat man schwarz auf weiß, was einem wichtig ist. Und kann sich danach richten. Außerdem sollten die beruflichen Wünsche realisierbar sein: Ein Strandcafé auf Mallorca zu eröffnen ist zwar mutig, führt aber eher selten zum Erfolg.

Wir haben für dich sechs Fragen zusammengestellt, an denen du testen kannst, ob du den Job wechseln solltest oder nicht. Wenn du fast alle mit ja beantwortest, dann hast du eigentlich keinen Grund zum wechseln. Vielleicht solltest du dann eher an deiner Grundeinstellung etwas ändern. Und versuchen, wieder mit mehr Freude zur Arbeit gehen – vor allem aber positiver zu denken.

Magst du deine Arbeit?

Für dich vergeht die Arbeitszeit manchmal wie im Flug? Perfekt! Denn das ist ein Zeichen dafür, dass du deine Tätigkeit gerne machst. Aus was für Gründen hast du dich damals für diesen Job entschieden? War es aus innerer Überzeugung? Wenn ja, dann ist das schon mal ein super Grundbaustein für dich und deinen Job.

Kommen deine Stärken zum Einsatz?

Sind deine Talente gefragt? Oder ist es gar so, dass du mehr als deine Kollegen arbeitest und dennoch Kritik erhälst? Wenn ja, dann fördert die Tätigkeit nicht deine Stärken. Und ein Jobwechsel könnte in Betracht gezogen werden, bei dem du mit deinen Talenten punkten kannst. Ein Gespräch mit deinem Chef könnte helfen: Vielleicht gibt es ja intern eine andere Stelle, die mehr deinem Typ entspricht.

Hast du das Gefühl, mit deiner Arbeit etwas Sinnvolles zu tun?

Damit ist vor allem gemeint, ob deine Arbeit für dich einen tieferen Sinn erfüllt. Wenn du dich nämlich nutzlos fühlst, dann führt das langfristig gesehen zum Unglücklich-Sein.

Siehst du noch eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung?

Du möchtest beruflich noch mehr machen als bisher? Und möchtest dich weiterbilden? Dann könnte eine interne Fortbildung eine Möglichkeit sein. Rede mal mit deinem Chef, vielleicht lässt sich da was machen. Und du müsstest nicht gleich das Unternehmen wechseln. Wenn dieser abblockt, dann solltest du dich extern nach einer Weiterbildungsmöglichkeit umsehen.

Fühlst du dich im Team wohl?

Wenn man sich von seinen Kollegen und dem Chef wertgeschätzt fühlt, fällt vieles leichter. Man ist dann auch eher dazu bereit, über seinen Schatten zu springen und Kompromisse einzugehen. Aber denk immer dran: Kein Mensch ist perfekt – auch nicht dein Chef. Und der nächste wird es bestimmt auch nicht sein.

Kannst du dich mit dem Unternehmen identifizieren?

Nur wer mir ganzem Herzen hinter dem steht, was er macht, macht dies mit vollem Engagement. Und nur dann kann man die Unternehmensziele auch verfolgen und umsetzen. Wem der innere Antrieb fehlt, macht nur das Nötigste – Langeweile ist schier vorprogrammiert.

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