Zwei Grundregeln für eine gute Beziehung

Zwei Grundregeln für eine gute Beziehung

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Beziehung

Wie funktioniert eigentlich eine gute Beziehung? Wann passt ein Paar so gut zusammen, dass es eine besonders große Zukunfts-Glücks-Chance hat? Eine schwierige Frage – auf die es aber eine Antwort gibt.

Es gibt Paare, bei denen spürt man instinktiv: Die passen super zusammen. Doch was heißt das eigentlich? Wichtig für eine gute Beziehung ist der richtige Mix aus Ähnlichkeit und Gegensätzen:

Hier braucht es Einigkeit

Treue

Es gibt einen Liebesbereich, in dem es besonders wichtig ist, mit dem Partner einer Meinung zu sein: das Verständnis von Treue. Was ist erlaubt? Was geht zu weit? Für manche ist schon ein kleiner Flirt, bei dem körperlich nichts passiert, zu viel. Andere finden einen Fremd-Kuss noch okay. Leider gehen viele Paare stillschweigend davon aus, einer Meinung zu sein. Ein Fehler. Psychologen raten dringend, frühzeitig über dieses so wichtige Thema zu reden. Denn: Wirklich sicher und geborgen fühlen wir uns nur dann, wenn wir wissen, dass der Partner dasselbe unter Treue versteht wie wir.

Finanzen

Für die Zukunft sparen, Versicherungen abschließen, ein Haushaltsbuch führen? Wenn das für den einen Partner normal, für den anderen aber der Gipfel der Spießigkeit ist, dann sind Konflikte programmiert. Denn: Über kaum ein Thema streiten Paare häufiger als über das liebe Geld. Unterschiedliche Finanz-Typen brauchen also einiges an Toleranz und Kompromiss-Bereitschaft.

Bildung

Wenn sich einer der Partner in vielen Lebensbereichen extrem gut auskennt, mag das praktisch sein. Aber daneben fühlt man sich schnell etwas klein. Man beginnt vielleicht sogar, dem Liebsten Besserwisserei zu unterstellen. Ideal ist es, wenn beide ähnlich viel Fachwissen haben – in verschiedenen Bereichen. Dann kann man sich ergänzen.

Ordnungssinn

Chaot verliebt sich in Ordnungs-Fanatiker? Nun, dann räumt wenigstens einer schön auf, könnte man sagen und denken: Hat doch seine Vorteile. Ja, schon – aber nur in Bezug auf die Wohnung. Eine Beziehung belastet es auf Dauer, wenn man in dem Bereich keine ähnlichen Vorstellungen hat. Einer fühlt sich gegängelt, der andere wie der „Putz-Depp“.

Nähebedürfnis

Angeblich sind es vor allem wir Frauen, die am liebsten alles zusammen mit ihrem Schatz machen möchten, die den ganzen Tag kuscheln könnten und über alle Gedanken und Gefühle reden wollen. Es gibt aber auch Beziehungen, in denen ER ein viel höheres Bedürfnis nach Nähe hat. Egal wie: Wenn die Vorstellungen zu weit auseinandergehen, gibt es immer wieder Enttäuschungen – oder das Gefühl, bedrängt zu werden.

Gewissenhaftigkeit

Hier geht es um Werte, darum, was man als wichtig, als grundlegend für einen guten Umgang mit anderen Menschen ansieht: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit – Dinge, die so ziemlich jeder bedeutsam findet. Die Frage ist nur: Was heißt Pünktlichkeit? Dass man auf die Minute da ist? Oder sind zehn Minuten Verspätung okay? Paare, die solche Fragen ganz ähnlich beantworten, haben große Chancen auf eine glückliche Beziehung.

Hier dürft ihr ruhig unterschiedlich ticken

Dominanz

Wenn beide Partner immerzu bestimmen wollen, wo es langgeht, dann verbringen sie mehr Zeit mit Machtkämpfen als mit schönen Unternehmungen. Besser ist es, wenn einer etwas nachgiebiger ist, wenn er lässig sagen kann: „Entscheide du.“ Wobei es natürlich wichtig ist, dass er dabei seine eigenen Bedürfnisse nicht ganz vergisst.

Konfliktfähigkeit

Harmonie ist wichtig, aber ein paar Sachen muss man eben ausdiskutieren. Dazu wird es bei zwei konfliktscheuen Menschen kaum kommen. Und bei zwei Hitzköpfen herrscht ständige Konfrontation. Besser ist daher ein Mix aus den beiden Temperamenten.

Interessen

Gemeinsame Ziele und Hobbys sind wichtig, keine Frage. Aber es tut einer Beziehung ungemein gut, wenn die Partner ein paar unterschiedliche Leidenschaften haben. Das sorgt für Gesprächsstoff und neue Impulse und ermöglicht beiden, ihren Horizont zu erweitern. Gemeinsam – das ist der besondere Pluspunkt. Denn Studien haben gezeigt: Kaum etwas verbindet auf Dauer so sehr wie gemeinsam erlebte Abenteuer.

Spontaneität

Der eine plant ganz nüchtern, der andere bringt Leben, eine Prise Verrücktheit und Schwung in den Laden. Eine tolle Kombination.

Temperament

Es gibt Menschen, die nehmen sich alles sehr zu Herzen. Die sind oft zu Tode betrübt und manchmal himmelhoch jauchzend. Psychologen bezeichnen sie als emotional labil. Für sie ist es extrem günstig, wenn sie ein Gegenstück finden, das deutlich stabiler ist. Davon profitieren beide: Der ausgeglichenere, „kühlere“ Partner bekommt Impulse, die sein Herz öffnen und ihn empfänglicher für Zwischentöne machen. Der Zartbesaitete findet Halt und kann lernen, etwas mehr gesunde „Stacheln“ zu entwickeln.