Glücksmomente – die schönste Zeit meines Lebens

Glücksmomente – die schönste Zeit meines Lebens

von -
Glücksmomente
©iStock/jakkapan21

Es gibt diese Glücksmomente, an die man gern zurückdenkt, Erinnerungen an besondere Zeiten, die neue Kraft geben. Ganz persönliche Geschichten von LISA-Leserinnen und Redakteuren.

Facebook-Fan Judith TheStrange: „Ich denke gerne an meine Single-Zeiten vor ein paar Jahren zurück und an meine erste eigene, kuschelige Wohnung (mit über 40!!!). Hab zwar wochenlang aus Kartons gelebt, jeden Cent umdrehen müssen, dafür war ich frei aus einer schrecklichen Ehe und ich durfte erfahren, wie wichtig meine da schon erwachsenen Kinder und ein paar enge Freunde für mich waren und noch sind.“

LISA-Chefredakteurin Maria Sandoval: „Die schönste Zeit meines Leben ist: Jetzt! Ich bin gesund, meine Lieben sind gesund, alle äußeren Bedingungen stimmen. Leben ist, was man daraus macht, und so in mir ruhend wie heute war ich noch nie. Früher machte ich mir viel mehr Sorgen um Dinge, die es nicht wert sind. Oder dachte zu lange über Menschen nach, die mir nicht gut taten. Wir sitzen zu Hause oft gemeinsam am Tisch und sagen uns, wie gut es uns geht. Das wissen und genießen zu können, macht diese Zeit zur schönsten meines Lebens.

LISA-Leserin Michaela Wilke: „Wenn ich meine Tochter ansehe, weiß ich, dass ich alles richtig gemacht habe. Das Gefühl, Mama zu werden und zu sein, möchte ich niemals missen.“

Kanada, Glücksmomente
©iStock/hinzundkunz

LISA-Volontärin Annabell Lauble: „Als ich 15 war, wollte ich unbedingt für ein halbes Jahr ins Ausland. Ganz egal wohin – Hauptsache raus aus dem Dorf und weit, weit weg. Ein richtiges Highschool-Jahr war viel zu teuer, also musste ich eine Alternative finden. Schließlich bin ich im Sommer 2010 nach Kanada geflogen, um zwei Monate bei einer entfernten Verwandten zu leben, die ich bis dahin noch überhaupt nicht kannte. Von Kanada wusste ich auch nicht viel: Da soll es wohl Elche geben… Tatsächlich habe ich sogar einen Elch gesehen – aus hunderten Metern Entfernung. Ok, ich hab nur das Geweih gesehen, aber da stand ein echter Elch! Was diesen Sommer aber zur schönsten Zeit meines Lebens machte, war nicht das dämliche Geweih, sondern dieses unglaubliche, riesige, spektakuläre, freundliche, weltoffene Land! Ich hab mich in diesem Sommer so sehr in Kanada verliebt, dass ich zwei Jahre später gleich wieder hingeflogen bin.“

Facebook-Fan Anja Steg: „Meine große Reise nach dem Abitur. Sechs Wochen mit meinem damaligen Freund mit Zelt und Auto die französische Atlantikküste runter… toll. Und etwas, das man nur in jungen Jahren machen kann.“

Glücksmomente, Madrid
Retiro Park in Madrid ©iStock/Nanisimova

LISA-Redakteurin Alexandra Franz: „Nach dem Studium hatten viele meiner Kommilitonen sofort eine feste Anstellung. Ich nicht – ich nahm meinen Krempel, zog wieder bei meinen Eltern ein und jobbte ein bisschen vor mich hin. Noch mal studieren? Beim Fernsehen arbeiten, wie ich früher immer geplant hatte? Ich schrieb Bewerbungen in allen Bereichen und ließ mich nicht stressen. Lange tat sich nicht wirklich was. Einige Monate später kündigte mir meine Mutter an, dass sie etwas Geld für meine Geschwister und mich angelegt hatte. Der Fond würde nun aufgelöst und ich könnte entscheiden, was ich mit dem Geld anstelle. Zurücklegen und sparen? Das wäre vernünftig gewesen… Aber ich buchte kurzerhand mit meinem Kumpel Daniel eine Sprachreise nach Madrid. Ich hatte zwar Spanisch studiert und kannte die Grammatik vorwärts und rückwärts. Aber so richtig sprechen konnte ich nie. Das hat mich immer genervt. In Madrid lernte ich es. Während der drei Wochen lebte ich in einer spanischen Familie, die eine behinderte Tochter hat: Soledad. In diesen Wochen habe ich mehr über das Leben gelernt, als jemals zuvor und jemals danach. Nicht nur dank Soledad, auch in der Sprachschule lernte ich Menschen aus allen Teilen der Welt kennen. In meiner Klasse waren zum Beispiel Südkoreaner – die verrücktesten Menschen, die ich je getroffen habe. Mit all diesen Leuten nachmittags im Retiro Park rumzuliegen und einfach zu reden – interessanter kann das Leben nicht sein. Und einen „richtigen“ Job habe ich auch noch gefunden. In der LISA-Redaktion.“

LISA-Leserin Davina Nolle: „Der Gedanke an meine Großeltern wärmt mein Herz. Egal, wie schlimm der Sturm in meinem Leben mich gebeutelt hat, wenn ich in Opas Arm war und er mir seinen wunderbaren Seelentröster-Kakao zubereitet hat, war die Welt gleich wieder heller.“

LISA-Redakteurin Alice Hölder: „Zum Glück gab es viele richtig gute Zeiten, aber an eine erinnere ich mich besonders gern – zusammen mit meiner damals besten Freundin: das letzte Jahr in der Schule. Wir waren beide gut genug, um keinen übermäßigen Lern-Stress zu haben und fühlten uns so frei wie nur was. Wir haben viel geschwänzt, weil wir der Ansicht waren, dass wir schon selbst entscheiden können, wann wir unbedingt in die Schule müssen und wann nicht. Hat auch geklappt: Wir haben beide den Abschluss geschafft. Danach waren wir auf Interrail. Noch so ne beste Zeit… “

Facebook-Fan Ilse Schnall: „Die Zeit mit einer türkischen Schulfreundin, sie war mit ihrer Mama in unserem Dorf und ich übte mit ihr zusammen Deutsch. Wir hatten viel Spaß miteinander. Dann zogen sie plötzlich weg, sie schenkte mir zum Abschied ihre brokatbestickten, türkischen Hausschuhe, die mir leider eine andere „Freundin“ gestohlen hat. Ich wüsste so gerne, was aus ihr geworden ist, wo und wie sie lebt – sie hieß Derja Candemir und müsste heute etwa 56 Jahre alt sein. Ich denke oft an sie.“

Kennt ihr Ilses Freundin Derja? Oder liest sie das hier vielleicht gerade? Schreibt uns eine Mail an online@lisa.de. Wir stellen gern den Kontakt her!

Noch mehr Glücksmomente unserer Leser lest ihr nach einem Klick auf den Post:

[fb_pe url=“https://www.facebook.com/lisafreundeskreis/posts/10153151442500899″ bottom=“30″]