Was Sextherapeuten am häufigsten gefragt werden

Was Sextherapeuten am häufigsten gefragt werden

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Sextherapeut
©iStock/vadimguzhva

Pikante Themen, unangenehme Ängste und erotische Fantasien – was beschäftigt die Klienten von Sextherapeuten am meisten? Wir haben uns schlaugemacht.

Bin ich eigentlich normal genug?

So ziemlich alle, die bei einem Paar- oder Sexualtherapeuten Rat suchen, möchten wissen, ob sie normal sind. Mit ihren Wünschen, ihrem Lust-Level, ihren Fantasien… Das Gefühl, den sexuellen Normen nicht zu entsprechen, verunsichert viele Menschen sehr. Wenn sie von einem Therapeuten erfahren, dass es viele andere gibt, die so empfinden oder denken wie sie, fühlen sie sich meist sehr befreit.

Wie schaffe ich es, einen Orgasmus zu bekommen?

Viele Frauen kommen mit diesem Thema in die Therapie. Es wird dann zunächst abgeklärt, ob körperliche oder psychische Probleme vorliegen. Falls nicht, wird den Frauen erklärt, dass es nur etwas Zeit, Geduld und Übung braucht, um den Weg zum Gipfel zu finden. Dabei können bestimmte Techniken, Fantasien und Sextoys helfen.

Wie bringe ich meinen Partner zum Orgasmus?

Diese Frage stellen natürlich auch Frauen, aber vor allem Männer haben den Ehrgeiz, ihre Partnerin zum Höhepunkt zu bringen. In solchen Fällen nehmen Therapeuten erst einmal den Druck raus, indem sie erklären, dass Sex viel mehr ist als nur der Orgasmus. Weiterhin weisen sie darauf hin, dass jede Frau – jeder Mensch – etwas anderes braucht. Um herauszufinden, was das ist, hilft nur eines: reden – und experimentieren!

Sind meine Genitalien optisch in Ordnung?

Was sehr viele Menschen beschäftigt: das Aussehen ihrer Genitalien. Männer fürchten, ihr Penis sei zu klein, zu dünn oder sonstwie „falsch“. Frauen sorgen sich um die Form ihrer Schamlippen. Sexualtherapeuten sagen, dass die Form und Größe der Genitalien, die man in Pornos sieht, zu einem verzerrten Bild führen.

Warum klappt es nicht mit der Erektion?

Wird der Penis nicht oder nur wenig bzw. nur kurz hart, verunsichert das beide. Sie fürchtet, nicht mehr wirklich begehrt zu werden, er fühlt sich als Versager. Diese negativen Gefühle können in einer Therapie aufgelöst werden.

Warum will mein Partner keinen Sex mehr?

Es kommt vielen Ratsuchenden gar nicht mal so sehr darauf an, möglichst viel Sex zu haben. Es verunsichert sie vielmehr, wenn ihr Partner kaum noch Lust hat. Dafür gibt es viele Gründe, die im Laufe der Therapie ergründet werden. Wichtig ist dabei, dass die Partner wieder mehr und tiefere Verbundenheit erleben.

Was ist eigentlich ein Sextherapeut?

Eine Sexualtherapie ist sehr gut geeignet für sexuelle Störungen psychologischen Ursprungs. „Sextherapeut“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Meist handelt es sich um Mediziner, Psychotherapeuten, Heilpraktiker oder Sozialpädagogen mit einer Zusatzausbildung. Die Kosten für eine Sitzung schwanken zwischen 50 und 200 Euro. Adressen findet man unter netzwerk-sexualtherapie.de.

Und dann gibt es noch Fragen, die ihr euren Frauenarzt unbedingt stellen solltet.

 

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