Ausmisten mal anders: So entrümpelst du deinen Alltag

Ausmisten mal anders: So entrümpelst du deinen Alltag

von -
Alltag
©iStock/Julia_Sudnitskaya

Wenn Kleiderschrank und Bücherregal ausgemistet sind, wird es Zeit im Inneren deines Lebens, im Alltag Platz zu schaffen – fang doch mal bei deiner To-Do-Liste an!

Der einfachste Weg, um Platz im Alltag zu schaffen, ist Materielles auszumisten. Wenn man sich trotzdem noch unzufrieden und eingeengt fühlt, liegt der Kern des Problems vielleicht in einem selbst. Wir zeigen dir fünf Dinge, die du aus deinem Leben verbannen solltest.

Belastende Freundschaften beenden

Es ist wohl der offensichtlichste und gleichzeitig der schwerste Punkt: einen Schlussstrich unter Freundschaften ziehen. Im Laufe unseres Lebens lernen wir immer mehr Menschen kennen. Mitschüler, Arbeitskollegen, Freunde und Familie des Partners… Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Einige dieser Menschen werden zu unseren Vertrauten.

Es kommen im Laufe der Zeit aber auch Leute dazu, die uns nicht mit Liebe und Respekt begegnen. Es liegt in deiner eigenen Verantwortung, dich vor negativen und selbstsüchtigen „Freunden“ zu schützen. Um sich das Leben zu erleichtern, ist es deshalb nötig, sich von diesen negativen Verbindungen zu trennen.

Lästige Verpflichtungen sausen lassen

Immer sitzen sie uns im Nacken, diese lästigen Verpflichtungen auf die man eigentlich keine Lust hat. Sei es das Haus putzen, wenn Besuch kommt, mit Leuten essen gehen, die man kaum kennt. Dabei würdest du lieber zu Hause auf dem Sofa sitzen und Filme gucken. Eigentlich sind das keine richtigen Verpflichtungen, aber du hast dir angewöhnt „Ja“ zu sagen, obwohl du eigentlich „Nein“ antworten möchtest.

Lerne (wieder) im Alltag häufiger das unbeliebte N-Wort zu benutzen. Am Anfang wird es sich seltsam anfühlen, unliebsame Einladungen auszuschlagen. Doch schon bald wirst du merken, dass du durch das Ausmisten viel mehr freie Zeit gewinnst, die du für schöne Dinge nutzen kannst.

Schuldgefühle verbannen

Wir fühlen uns schuldig, weil der Kuchen für den Geburtstag einer Backmischung entsprungen ist. Wir fühlen uns schuldig, weil die Sonne scheint und wir lieber drinnen fernsehen. Wir fühlen und schuldig, weil wir uns seit einer Woche nicht bei unseren Freunden gemeldet haben. Schuld, Schuld, Schuld. Schluss damit!

Die meisten Schuldgefühle sind total unsinnig und nur eine zusätzliche Last auf unseren Schultern. Du musst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du dir Zeit für dich selbst nimmst. Das negative Schuldgefühl zieht dich nur runter und bringt niemandem etwas. Tief durchatmen, die Ich-Zeit genießen und die Schuldgefühle aus dem Alltag verbannen.

Selbst gesetzte Fristen streichen

Es gibt Abgabetermine und Fristen, an denen wir nicht rütteln können. Allerdings setzen wir uns auch ständig selbst zeitliche Grenzen die uns stressen. Wenn du dich selbst zu sehr unter Druck setzt ein Projekt zu beenden, obwohl es eigentlich kein zeitliches Limit gibt – gönn dir eine Pause. Sich selbst zu stressen, kann sich negativ auf die geistige Gesundheit auswirken. Konzentrier dich lieber auf wirklich dringliche Aufgaben, anstatt auf mehrere Dinge, die eigentlich noch warten können.

Nutze beispielsweise das Eisenhower-Prinzip, um deine Aufgaben zu priorisieren und so weniger unnötigen Stress aufzubauen.

(Un-)soziale Medien ausmisten

Die sozialen Medien nehmen einen immer größeren Platz in unserem Leben ein. Aus genau diesem Grund sollten wir auch diese von Zeit zu Zeit ausmisten. Hast du einen Facebook-Freund, bei dessen Beiträgen du nur den Kopf schütteln kannst? Dann kündige ihm dort die Freundschaft. Lösche Accounts, die du nicht mehr nutzt, und entfolge Kanäle, die nicht mehr deinen Interessen entsprechen. Wenn du keinen persönlichen Nutzen, sei es durch Informationen, ein positives Gefühl oder Unterhaltung aus einem Medium ziehen kannst, solltest du dich davon trennen.

Text: Patrizia Seibert