Loslassen lernen: Jetzt sind die anderen mal dran!

Loslassen lernen: Jetzt sind die anderen mal dran!

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Loslassen
©iStock/monkeybusinessimages

Eine aktuelle Studie zeigt: Wir Frauen stehen unter enormem Druck. Immer sollen wir perfekt sein. Loslassen fällt uns schwer. Doch das kann man üben!

Tolle Mutter, beste Freundin, begehrenswerte Partnerin – und dazu im Job noch erfolgreich. Das ist nicht machbar, dennoch versuchen viele von uns genau das: Bei einer aktuellen Studie des Rheingold-Instituts gaben 68 Prozent der deutschen Frauen an, stets 120 Prozent zu geben.

Trotzdem fürchten 45 Prozent immer noch, sich nicht genug um Familie, Partner und Freunde zu kümmern. Dabei ist 72 Prozent ganz klar, dass es ihnen besser ginge, wenn sie leichter loslassen könnten. Die gute Nachricht: Das kann man lernen. Und nein, es ist nicht noch ein Projekt, für das man sich so richtig anstrengen muss. Es darf ganz behutsam wachsen. Noch wichtiger: Es muss NICHT perfekt werden. Mit diesen vier Übungseinheiten klappt es.

Kleine Analyse

Zu Beginn wird es gemütlich: Setzt euch an ein nettes Plätzchen und stellt euch ein paar Fragen: Bin ich insgeheim ein wenig stolz auf mein Alleskönnertum? Denke ich, Hilfe anzunehmen sei ein
Zeichen von Schwäche? Überlegt zudem: Was verursacht mir am meisten Druck? Welche Arbeiten mache ich nur, weil ich denke, dass andere das von mir erwarten? Was ist MIR wichtig? Gebügelte Bettwäsche? Oder würde ich viel lieber etwas im Garten machen? Erlaubt euch zumindest für den Moment, in Gedanken eure Prioritäten ernst zu nehmen.

Umsetzbare Vorsätze

Was ist das Ziel dieser Übung? Mehr Glück! Mehr Zufriedenheit und weniger Erschöpfung. Und wie man weiß: Um ein Ziel zu erreichen, muss man sich ein bisschen was vornehmen. Ein ganz wichtiger Vorsatz: Ab jetzt erlaube ich mir, lässiger zu sein. Kleines Beispiel: Kuchen wird (ab und zu) gekauft statt selbst gebacken. Zweiter Vorsatz: weniger Multitasking. Experten wissen: Der Versuch, 1000 Sachen gleichzeitig zu erledigen, ist pures Gift für unsere Psyche. Der dritte und vielleicht wichtigste Vorsatz sollte lauten: Ab jetzt kümmere ich mich gut um mich selbst.

Arbeit abgeben

Um diesen Schritt zu gehen, muss man sich erst mal bewusst machen: Das! Ist! Okay! Sowohl der Partner, als auch die Kinder können mal etwas übernehmen. Und wenn es finanziell irgendwie machbar ist, darf man sich zum Beispiel für die Fenster auch eine Putzhilfe leisten. Oder einen Satz Wäsche zum Bügeln weggeben. Aber wenn dafür der Sohnemann oder der Liebste auf etwas verzichten muss? Dann ist das eben
so. Sie selbst sind auch wichtig.

Loslassen

Das ist wohl der schwierigste Punkt. Wir kennen das alle: Da bittet man den Partner, die Kids für die Schule anzuziehen – und dann haben sie ganz seltsame Sachen an. Da heißt es tapfer sein. Sicher, man wird denken: Wenn man nicht alles selbst macht … Und ja, man wird versucht sein, künftig keine Arbeit mehr abzugeben. Aber sobald der Gedanke aufkommt, heißt es schön still abwarten, bis er wieder weg ist. Sagt euch: Von bunt gemusterten Outfits geht die Welt nicht unter! Und bedenkt, dass die anderen nur dazulernen, wenn ihr sie machen lasst.

SOS-Tipp für zwischendurch: Richtig atmen gegen Stress.