Emotion und Sinneseindruck – so prägen sie uns

Emotion und Sinneseindruck – so prägen sie uns

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Emotion und Sinneseindruck
Oft ist uns gar nicht bewusst, dass unsere Erinnerung von Emotionen stark beeinflusst wird ©iStock/YinYang

„Was geht nur in deinem Hirn vor?“, fragen wir uns manchmal, wenn wir das Verhalten unseres Gegenübers nicht verstehen. Kein Wunder also, dass der Disney-Film „Alles steht Kopf“ die Kinocharts stürmte – Hauptschauplatz ist das Gehirn der elfjährigen Riley.

In Rileys Kopf haben Emotionen das Sagen – fünf an der Zahl, verkörpert durch Figuren: die sogenannten Basisemotionen Kummer (eine Heulsuse mit Riesen-Brille), Angst (ein dürres Nervenbündel mit Glubschaugen), Wut (der rote Hitzkopf), Ekel (alias Miss Mäkel-Zicke) und Freude (eine überoptimistische Fee). Aus ihnen, so sagen Experten, setzen sich im Grunde alle anderen Gefühle zusammen. Die fünf steuern also die Schaltzentrale und sollen Riley bestmöglich durchs Leben lotsen. Aber das wird nach einem Umzug ziemlich durcheinandergewirbelt.

Wie steuern uns Emotionen?

Aber haben Emotionen wirklich so viel Macht über uns? Schließlich meint man ja, dass im Gehirn der Verstand sitzt und im Herzen die Gefühle beheimatet sind. Tatsächlich geschieht aber alles im Kopf: Im limbischen Bereich „wohnen“ unsere Emotionen, im präfrontalen Kortex wird geplant, überdacht und abgewogen. Doch Entscheidungen werden letztlich im limbischen Kortex getroffen. Also stimmt es, was der Film erzählt: Emotionen steuern unser Verhalten? Natürlich ist alles vereinfacht dargestellt und da gibt es auch noch die Vernunft, die aus der Vergangenheit gelernt hat.

Was lernen wir daraus?

Ob Angst, Ekel, Wut, Kummer oder Freude: Alle Emotionen sind gut für uns und keine Feinde. Lässt man sie zu (und keine über längere Zeit die Oberhand gewinnen), treffen wir die besten Entscheidungen. All das wird im Hirn gespeichert und beeinflusst unsere Erinnerung – und damit unsere gesamte Persönlichkeit!