E-Bikes, Skater und Co.: Wer darf wo unterwegs sein?

E-Bikes, Skater und Co.: Wer darf wo unterwegs sein?

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E-Bikes
©iStock/oneinchpunch

Jetzt holen alle ihre E-Bikes, Roller und Inline-Skates heraus – und es wird eng auf den Wegen. Damit es keinen Streit gibt, zeigen wir euch, wo jeder fahren darf.

Früher waren es nur Fahrräder und Skater, die den Fußgängern den Fußweg streitig gemacht haben – jetzt gibt auch noch E-Bikes, Tretroller, Pedelecs und Segways. Rücksichtnahme ist das Zauberwort, wenn draußen viel los ist. So lassen sich schon viele Konflikte entschärfen. Davon abgesehen sollte sich natürlich jeder an die Vorschriften halten:

Fußgänger

Klare Sache: Fußgänger gehören auf den Fußgängerweg. Nur wenn es den nicht gibt, darf man auch am Fahrbahnrand laufen. Den Gehweg dürfen Fußgänger übrigens in voller Breite nutzen und müssen nur bei ganz viel Betrieb schauen, ob sich jemand von hinten nähert.

Inline-Skater

Egal wie schnell sie unterwegs sind – rechtlich gesehen sind Inline-Skater Fußgänger. Deshalb müssen sie also auf dem Gehweg bleiben und entsprechend Rücksicht nehmen. Auf die Straße dürfen sie nur in Ausnahmefällen, etwa bei Veranstaltungen und fehlenden Alternativen). Auch Radwege sind verboten – es sei denn, sie sind ausdrücklich für Skater freigegeben.

Fahrräder

Fußgängerwege sind für Radler tabu. Zu dieser Grundregel gibt es einige Ausnahmen: Kinder unter acht Jahren müssen, ihre Begleitpersonen und ältere Kinder bis zehn Jahren dürfen auf dem Gehsteig radeln. Bei kombinierten Rad- und Fußwegen müssen sich Radler rechts halten und Überholvorgänge durch Klingeln oder Rufen ankündigen.

Tretroller & Skateboards

Schon kleine Kinder können mit ihrem Roller unheimlich schnell flitzen. Trotzdem: Vor dem Gesetz sind sie Fußgänger und müssen auf dem Gehweg fahren. Ältere Kinder bevorzugen oft Skateboards. Die gelten als „besondere Fortbewegungsmittel“ und sind auf dem Bürgersteig und in verkehrsberuhigten Zonen erlaubt.

Segway

Die Elektrofahrzeuge rollen in immer mehr Städten durch die Fußgängerzone. Das ist nur okay, wenn Kommunen dafür eine Ausnahmegenehmigung erteilt haben. Denn eigentlich dürfen Segways nur auf Schutzstreifen und Radwegen genutzt werden. Wenn die fehlen, ist Ausweichen auf (manche) Straßen erlaubt.

Pedelecs und E-Bikes

Wenn wir E-Bike sagen, meinen wir meist Pedelec. Das sind Räder, bei denen man das Treten maschinell unterstützen kann. Für sie gelten dieselben Rechte und Pflichten wie für „normale“ Radfahrer, solange das Gefährt bei 25 km/h abriegelt. E-Bikes dagegen beschleunigen ohne Treten, etwa durch einen Gasgriff am Lenker. Sie gehören normalerweise auf die Fahrbahn.

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