Wissenschaftlich belegt: Die neue, ultimative Glücksformel

Wissenschaftlich belegt: Die neue, ultimative Glücksformel

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Glücksformel
©iStock/oatawa

Mit dieser Glücksformel kann jetzt jeder lernen, zufrieden und voller Lebensfreude zu sein. Egal ob im Leben gerade alles rundläuft oder nicht.

Er behauptet, dass es keine Rolle spielt, ob man arm oder reich, dick oder dünn, klein oder groß ist: Jeder – ­Jung und Alt, Männer und Frauen, also wirklich jeder kann glücklich sein. Es klappt nur aus einem ganz einfach Grund nicht: Wir suchen dieses wunderbare Gefühl an der falschen Stelle. Wir meinen immer, es sei ein Ziel, für das wir uns mächtig ins Zeug legen müssen. Das von äußeren Faktoren abhängig ist. Dabei ist es dort, wo es schon so viele ­andere vor Mo Gawdat (50) verortet haben: in uns selbst. Wir brauchen keinen Grund, um glücklich zu sein. Es ist unser Ur-Zustand.

Nur steht diesem Ur-Zustand so einiges im Weg: falsche Erwartungen, gesellschaftlicher Druck, ungesunder Ehrgeiz. Ein weiteres großes Hindernis: Wir wissen oft gar nicht genau, was uns eigentlich glücklich macht. Um das herauszufinden, lohnt es sich, eine Liste ­anzu­legen. Darauf sollte man alles notieren, was einen in diesen schönen Zustand versetzt: den Hund streicheln, mit den Kindern lachen, Sonnenschein, Kaffeeduft … Man wird sehen: Es sind alltägliche Dinge.

Das Problem ist: Wenn die fehlen, wenn der Kaffee alle ist, die Kinder schlecht gelaunt sind, die Sonne nicht scheint und der Hund keine Lust auf eine Schmuserunde hat, dann sinkt unsere gute Laune rapide. Wir werden unglücklich, wenn das Leben nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen. Daraus leitet
Mo Gawdat seine Glücksformel ab: Als Erklärung: Wir haben ein tolles Essen gekocht und erwarten, dass uns alle loben. Wenn keiner etwas sagt, sind wir traurig. ­Dabei haben uns weder die anderen mit ihrem Schweigen noch unsere Kochkünste ­unglücklich gemacht, sondern nur unsere ­eigenen Erwartungen.
Wenn wir darüber nun immer und immer wieder nachdenken, dann kann uns dieses eine Abendessen über Monate hinweg ­beschäftigen und uns davon abhalten, glücklich zu sein. Sicher, man kann sich kurz ­
ärgern. Aber dann kann man den Ärger auch wieder gehen lassen. Die kleine seelische Wunde wie einen Kratzer betrachten: Als ­etwas, das schnell heilt, wenn man nicht ­dauernd daran rumkratzt beziehungsweise ­darüber nachgrübelt.

Kleine und große Ärgernisse gehören zum Leben dazu. Wenn man sich darüber im ­Klaren ist, können sie einen nicht mehr davon abhalten, glücklich zu sein. Eben weil da keine falschen Erwartungen mehr sind. Keine ­falschen Illusionen.

Vier große Illusionen

Manchmal überkommt uns das Gefühl, ­alles sei gegen uns. Man glaubt, man sei eben nicht dazu geschaffen, glücklich zu sein. Doch das stimmt so nicht. Das liegt nur an ein paar falschen Vorstellungen!

Die Stimme im Kopf: Eines unsere größten Probleme ist, dass wir immer genau an das glauben, was wir gerade denken. Wenn wir etwa denken, dass uns niemand leiden kann, glauben wir das. Wenn die kleine Stimme in unserem Kopf uns einredet, wir seien nicht schlau genug, fühlen wir uns dumm. Dabei sind wir nicht diese Stimme. Sie ist nur ein Produkt unseres Gehirns, das drauf spe­zialisiert ist, Gedanken zu produzieren. ­Unsinnige – und wichtige. Die Unterscheidung müssen aber wir treffen. Bewusst.
Wir sind der Boss. Wir können unserem Gehirn sagen, was zu tun ist. Negatives Grübeln – einstellen. An Schönes denken – häufiger tun. Am Besten hat man eine Glücksliste zur Hand, auf die man immer schauen kann, wenn negative Gedanken überhand nehmen.

Das angebliche Wissen: Wir glauben genau zu wissen, was gut und was schlecht ist. Wir haben Überzeugungen – dabei irren wir uns aber sehr, sehr oft. Weil wir das aber nicht zugeben wollen, streiten wir mit anderen. Und wir bewerten das ­ganze Leben und alle Menschen nach unseren Vorstellungen. Eine große Quelle von Unglück! Daraus folgt die Regel: Bleiben Sie immer offen. Wer einen Irrtum eingestehen kann, der lebt besser – und zufriedener.

Die Sache mit der Zeit: Meist sind unsere Gedanken auf die ­Zukunft gerichtet oder hängen in der Vergangenheit herum. Wir planen – oder grübeln über etwas nach, das sich ereignet hat. Dabei verpassen wir den Moment. Den Moment, der eigentlich schön ist. Vergiftet wird er nur durch die Erinnerung an die Vergangenheit – oder die Sorge vor der Zukunft.

Die Kontrolle: Wenn man nur genug nachdenkt und sich absichert und alles noch mal durchrechnet, wird es schon gut gehen, oder? Ja, das sind unsere Erwartungen an das ­Leben. Aber: So ist es nicht. Ganz viele Sachen laufen einfach nicht nach Plan: das Wetter genauso wenig wie die wirtschaftliche Lage. Ja, manchmal passieren sogar schlimme Dinge, die wir einfach nicht kontrollieren können. Dann nützt es nichts, noch mehr ­kontrollieren zu wollen. Dann hilft nur eins: Die Realität annehmen. Und weitermachen.
Wir können nur klug planen – und dann akzeptieren, dass das Leben eventuell anders läuft.

Zwei maßgebliche Wahrheiten

Wer nicht nur ab und zu einen Glücks-Flash haben will, sondern das Leben als echte ­Freude empfinden möchte, sollte sich an zwei ganz wichtigen Wahrheiten orientieren.

Das Leben ist Veränderung: Mit jedem Fingerschnippen kann alles anders sein. IST alles anders. Es gab in der gesamten Geschichte des Universums noch nie zwei identische Augenblicke. Doch wegen der Kontroll-­Illusion denken wir, mit genug Anstrengung, Planung und Vorsorge könnten wir alles ­Mögliche festhalten. Vor allem das Leben. ­Dabei ist auch der Tod eine unausweichliche Wahrheit. Leben entsteht – und geht. Da ­gehört Trauern dazu, aber wer erwartet, dass alles immer gleich bleibt, wird ständig enttäuscht werden. Echte Zufriedenheit findet nur, wer sich Veränderungen nicht widersetzt.

Die Liebe ist das Wichtigste: Es gibt eine Art von Liebe, wie sie in Romanen und Popsongs beschrieben wird. Die könnte man „Liebe unter Vorbehalt“ nennen. Sie hängt nämlich davon ab, dass der andere ganz bestimmte Sachen tut. Dass er unseren ­Erwartungen entspricht. Dass er das oft nicht tut, wissen wir nur zu gut.

Was wirklich glücklich macht, ist die bedingungslose Liebe. Sie ist echt. Sie hat nichts damit zu tun, ob wir einen tollen Partner, einen guten Job und nette Kinder haben oder nicht. Sie bezieht sich auf das Leben. Auf die Sterne, das Meer, Schmetterlinge – andere Menschen. Uns selbst! Und, ja, natürlich auch auf unsere Kinder oder unseren Partner. Ihr wahres Glück liegt darin, sie zu empfinden und zu verschenken. Liebe macht wahrhaft glücklich!

Psychotest

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