Die beliebtesten Weihnachtsfilme der LISA-Redaktion

Die beliebtesten Weihnachtsfilme der LISA-Redaktion

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Weihnachtsfilme, Santa Claus im Kino
Geschenke verteilt, Rentiere versorgt, jetzt heißt’s auch für Santa Claus: zurücklehnen und den Weihnachtsfilm genießen ©iStock/chrispecoraro

Welche Weihnachtsfilme ein Muss für meine LISA-Kollegen sind – und wann ihr sie dieses Jahr im Festtags-TV sehen könnt, erfahrt ihr hier.

Zu den schönsten Weihnachtserinnerungen meiner Kindheit gehören die Weihnachts-Serien, die Mitte der Siebziger bis Anfang der Achtziger an den Weihnachtsfeiertagen und danach gesendet wurden. Mit Einbruch der Dämmerung wurde bei uns damals das Wohnzimmer immer zu einem weihnachtlichen Mini-Kino: Plätzchen und (Kinder-)Glühwein kamen auf den Tisch, die Lichter am Weihnachtsbaum und ein prasselndes Kaminfeuer tauchten alles in ein wunderbares Licht. Dann wurde der Fernseher angemacht – und Mama, Papa, meine Schwester und ich schauten die alljährlichen Weihnachts-Mehrteiler im ZDF (für die Jüngeren unter euch: Ja, damals gab’s nur drei Programme): Zwei Jahre Ferien (1974), Michael Strogoff (1976), Die Abenteuer des David Balfour (1978), Thimm Thaler (1979), Madita (1980) und Silas (1981). Schööön!!

Schade, dass diese Art Weihnachts-TV-Serien schon lange nicht mehr gedreht werden. Aber zum Glück gibt’s ja Ersatz: wunderbare Weihnachtsfilme, ohne die Weihnachten nicht Weihnachten wäre. Und die wir uns alle Jahre wieder aufs Neue anschauen. Manchmal schon seit Jahrzehnten. Freuen wir uns also auch dieses Jahr auf Romantisches, Witziges und Nachdenkliches zum Fest der Liebe.

Ich habe mich mal in unserer Redaktion umgehört und meine Kollegen nach ihren liebsten Weihnachtsfilmen gefragt. Hier sind sie:

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973)

Weihnachtsfilme, Drei Haselnuesse fuer Aschenbroedel
©WDR/Degeto

1973 wurde das DEFA-Märchen an verschiedenen Schauplätzen in der Tschechoslowakei und der DDR, u.a. im Schloss Moritzburg bei Dresden, gedreht. (Für alle Nichtwissenden: Die DEFA war ein Filmunternehmen der DDR.) An Weihnachten 1974 lief der bezaubernde Film um Aschenbrödel  (Libuše Šafránková) und ihren Traumprinzen (Pavel Trávnícek) erstmals in westdeutschen Kinos, 1975 dann im TV – und begeistert seitdem Generationen mit viel Herz, aber vor allem Witz.

M.I.G/LISA/ Laura Büchele
M.I.G/LISA/ Laura Büchele

Meine Kollegin Karin Gutheil formuliert für diesen Weihnachtsfilm ihre ganz eigene Liebeserklärung: „Seit meiner Kindheit und wirklich jedes Jahr aufs Neue in der Weihnachtszeit verzaubert mich Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Für mich die allerschönste und rührendste Märchenverfilmung. Dieser Film schafft es auf jeden Fall immer, dass ich mich mit Aschenbrödel gemeinsam in einen Prinzen verliebe, der weiße Strumpfhosen trägt. Ich glaube, darüber sollte ich mal nachdenken… “

Sendetermin (u.a.): 24.12.16: 12.10 Uhr ARD, 16.05 Uhr WDR, 20.15 Uhr RBB, 23.15 Uhr HR, 25.12.16: 08.05 SWR, 10.15 Uhr ARD

Schöne Bescherung (1989)

Weihnachtsfilme, Schöne Bescherung
©VOX/Warner Bros.

Weihnachts-Chaos, dein Name ist Clark Grisworld, so könnte man den amerikanischen Weihnachts-Kultfilm mit Chevy Chase (Foto l.) und Beverly D’Angelo in den Hauptrollen umschreiben. Nix, aber auch gar nix klappt an diesem wichtigsten Familienfest des Jahres. Dass eine aus 25 000 importierten italienischen Glühbirnen bestehende Lichterkette dafür sorgt, dass im Atomkraftwerk der zweite Reaktor zugeschaltet werden muss, um die nötige Energie zu liefern, ist nur eine von vielen Katastrophen, bei denen man vor Lachen Seitenstechen bekommt. Und sich beruhigt sagen kann: Dagegen sind unsere kleinen Weihnachtskatastrophen ja kaum der Rede wert.

Barbara Autorenbox © M.I.G./LISA/Laura Büchele
© M.I.G./LISA/Laura Büchele

Das findet auch LISA-Office-Managerin Barbara Batschauer, die über ihren Lieblings-Weihnachtsfilm sagt: „So viel Chaos und Blödheit, das ist unglaublich – aber gerade deshalb so liebenswert.“

Leider wird der Film über Weihnachten nicht ausgestrahlt. Mein Tipp: Bestellt euch doch einfach die DVD

Der kleine Lord (1980)

Weihnachtsfilme, Der kleine Lord
©ARD Degeto

Sechs Millionen Zuschauer können nicht irren. So viele schalteten letzten Freitag ein, als in der ARD der Weihnachtsfilm-Klassiker Der kleine Lord lief. Seit 1980 rollen Tränen, wenn der süße, herzerfrischende Cedric „Ceddie“ Errol (Ricky Schroder) es schließlich schafft, das über die Jahre erkaltete Herz seines adligen Großvaters Earl of Dorincourt (Alec Guinness) zu erweichen. Und am Ende feiern natürlich alle ein bewegendes Happy End unter dem Tannenbaum.

Jennifer Autorenbox © M.I.G./LISA/Laura Büchele
© M.I.G./LISA/Laura Büchele

Meine Kollegin Jennifer Seelig jedenfalls ist ein erklärter Fan und sagt: „Der kleine Lord ist mein liebster Weihnachtsfilm. Die Geschichte vom grantigen Großvater, der durch seinen Enkel wieder lernt, was (Nächsten-)Liebe ist, ist vielleicht etwas kitschig, aber genau richtig für die Weihnachtszeit. Außerdem sind die Kulissen und die Schauspieler wirklich super. Auch wenn ich ihn bestimmt schon 15-mal gesehen habe: Mir kommen immer noch die Tränen, wenn am Schluss seine Mama vor dem großen Weihnachtsbaum steht… .“

Sendetermin: 23.23.16: 20.15 Uhr, ARD, 25.12.16: 15.50 Uhr  ARD, 26.12.16: 09.50 Uhr ARD

Tatsächlich Liebe (2003)

Weihnachtsfilme, Tatsächlich Liebe
©ZDF/Peter Mountain

Während der in die Jahre gekommene Sänger Billy Mack (Bill Nighy, Foto l.) mit einer schaurigen Weihnachts-Version von „Love Is All Around“ noch einmal neu durchzustarten versucht, ist er von allerhand Liebes-Irrungen und -Wirrungen umgeben. Da wären u.a. ein verliebter Premierminister, eine so gar nicht zu Weihnachten passende Ehekrise, ein liebeskranker Autor, ein unglücklich verliebter Elfjähriger und ein trauernder Vater. Man liebt, leidet, lacht und weint mit den Protagonisten, deren rührende Geschichten am Ende alle miteinander verbunden sind. Herz-Kino für die ganze Familie!

Maria Autorenbox
©Privat

Und auch bei meinen Kollegen steht der Film auf der Weihnachtsfilm-Wunschliste ganz oben. LISA-Chefredakteurin Maria Sandoval sagt, warum sie den Streifen so liebt: „Weil er in vielen kleinen, zauberhaft erzählten und miteinander verwobenen Geschichten erzählt, was im Leben wirklich wichtig ist: Liebe, Zusammenhalt, Familie – nicht nur an Weihnachten.“

Sendetermin: 26.12.16: 20.15 Uhr VOX

Während Du schliefst (1995)

Während Du schliefst
©The Walt Disney Company Germany

Wieder ein Weihnachten, das die verwaiste Lucy (Sandra Bullock) bei der Arbeit verbringt, statt unterm Weihnachtsbaum, da es seit dem Tod ihres Vates niemand mehr in ihrem Leben gibt, mit dem sie das Fest der Liebe feiern könnte. Doch da steht auf einmal Peter vor dem Schalter. Und sie ist blitzverliebt. Aber leider auch schüchtern – und schmachtet ihn daher nur aus der Ferne an. Bis er eines Tages auf dem Bahnsteig überfallen wird, und sie ihm das Leben rettet. Doch noch bevor sie ihm ihre Liebe gestehen kann, fällt er ins Koma. Fortan gilt sie für Peters Familie nicht nur als dessen Lebensretterin, sondern auch als seine Verlobte. Lucy schafft es nicht, die Wahrheit zu sagen. Nur Peters Bruder Jack (Bill Pullmann) hat da so eine Ahnung…

Juliane Autorenbox © M.I.G./LISA/Laura Büchele
© M.I.G./LISA/Laura Büchele

LISA-Online-Redakteurin Juliane Brosz schwärmt in den höchsten Tönen: „Einer meiner Lieblings-Weihnachtsfilme ist Während Du schliefst. So schön winterlich, mit Happy End. Und der Regisseur heißt Turteltaub: Romantischer geht’s doch nicht!“

Sendetermin: 23.12.16: 20.15 Uhr ZDF Neo

Ist das Leben nicht schön? (1946)

©STUDIOCANAL
©STUDIOCANAL

George (James Stewart) ist verzweifelt und will an Heiligabend seinem Leben ein Ende setzen. Doch dann passiert etwas, das sein Leben für immer verändern wird…  Frank Capras warmherziges, engagiertes Märchen war zunächst ein Flop. Erst über die Jahre und nach diversen TV-Ausstrahlungen wurde dieser Weihnachts-Film zum absoluten Publikumsliebling.

anne Autorenbox © M.I.G./LISA/Laura Büchele
© M.I.G./LISA/Laura Büchele

Einen wirklich glühenden Fan hat der mittlerweile fast 70 Jahre alte Weihnachtsfilm in meiner Kollegin Anne Gutacker, die auch gleich ihr Lieblings-Filmzitat verrät: „‚Jedes Mal, wenn ein Glöckchen klingelt, bekommt ein Engel seine Flügel…‘ Dieser Satz stammt aus dem Film Ist das Leben nicht schön, den ich in der Weihnachtszeit genauso liebe wie die Märchen-Klassiker. Die Hauptfigur wird von James Stewart gespielt, der seinen Lebensmut verliert und sich in der Weihnachtsnacht von einer Brücke stürzen will. Doch er wird von einem Engel gerettet, der ihm zeigt, wie es seiner Familie und den Menschen in seiner Stadt ergehen würde, wenn es ihn nie gegeben hätte. Übrigens: In den 80er-Jahren wurde der Schwarz-Weiß-Film nachcoloriert, es gibt also mehrere Versionen.“

Sendetermin: 23.12.16: 21.35 Uhr Servus TV

Weihnachten bei Hoppenstedts

Opas Protestgeheul „Früher war mehr Lametta!“, ein Weihnachtsgedicht mit dem besinnlichen Titel „Zicke Zacke Hühnerkacke“ und ein Atomkraftwerk-Bausatz als Weihnachtsgeschenk für Dicki, das übellaunigste Kind an Heiligabend. Mehr muss man nicht aufzählen, damit sofort klar ist: Das kann nur Loriots Weihnachten bei Hoppenstedts sein. Auch nach der 1 000. Wiederholung immer noch eine wahre Weihnachts-Comedy-Perle mit und von dem unvergessenen Loriot (1923–2011).

Volker Autorenbox, ©M.I.G./LISA/Laura Büchele
©M.I.G./LISA/Laura Büchele

Mein Kollege Volker Surbeck wird auch dieses Jahr wieder einschalten: „Ich schaue mir an Weihnachten immer wieder gerne Weihnachten bei Hoppenstedts an. Dieser Sketch ist unnachahmlich und meiner Meinung nach auch einer der besten von Loriot.“

Sendetermine (u.a.): 24.12.16: 15.40 Uhr ARD, 18.05 Uhr NDR, 22.35 Uhr  NDR, 23.10 Uhr  WDR

 

Hier ein kleiner „Appetizer“:

Sabine Schipke
Sabine mag es total, wenn sie morgens bei einer Tasse dampfendem Kaffee auf ihrer Gartenschaukel langsam in den Tag schaukelt. Selbst im Winter. Dick eingepackt…flippt aus, sobald sie kleine Kätzchen sieht oder die süßen frechen Spatzen, Meisen & Rotkehlchen auf ihrer Terrasse. Oder kleine Hunde…träumt von zwei Monaten Frühling, neun Monaten Sommer und einem Monat Schnee. Vorzugsweise über Weihnachten.