Graphologie: Das verrät eure Handschrift über euch

Graphologie: Das verrät eure Handschrift über euch

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Handschrift
©iStock/peshkov

Immer weniger Menschen schreiben von Hand. Dabei sagt unsere Handschrift nicht nur viel über uns aus, das Aufschreiben hilft auch beim Erinnern.

Statt Liebesbriefe schreiben wir SMS mit Herz-Emojis, selbst die Einkaufsliste tippen viele in ihr Handy. In ­Zeiten der Digitalisierung machen wir nur noch selten Gebrauch von unserer Handschrift. Und das ist aus vielen Gründen sehr bedauerlich.

Ein wichtiger Teil unserer Körpersprache

Schreiben drückt so viel aus wie Mimik und Gestik. Jeder Mensch hat seine unverwechselbare Handschrift – die je nach Situa­tion variieren kann. So schreiben wir auf Glückwunsch-Karten oft großzügiger, um unserer Aussage Lebendigkeit zu verleihen. Auf dem Einkaufszettel sieht die Schrift oft anders aus: Das ist unsere „private“ Seite, die mehr über unsere Persönlichkeit verrät als unsere „öffentliche“. Wenn ihr eure Handschrift analysiert (s. weiter unten), untersucht daher private Aufzeichnungen – oder ver­gleicht eure Schriften miteinander.

Verbindung zwischen Hand und Hirn

Handgeschriebenes behalten wir länger im Gedächtnis. Das liegt daran, dass dabei im Gegensatz zum Schreiben auf Handy und Laptop das Gehirn ganzheitlich aktiviert wird. Studien von US-Forschern haben gezeigt, dass die Erinnerungsleistung besser ist, weil man beim Schreiben am Laptop dazu neigt, wörtlich mitzuschreiben, während man bei handschriftlichen Notizen das Wichtige herausfiltert und in eigenen Worten notiert. Und daran erinnert man sich eben besser. Auch für Zwischenmensch­liches ist die Handschrift immer die bessere Wahl, weil sie viel persönlicher auf den Leser wirkt als ein gedruckter Text.

Das Comeback der Schönschrift

Handlettering ist Trend. Menütafeln in Cafés und Restaurants, Buchcover und Instagram-Sprüche – kunstvolle Handschriften sieht man jetzt öfter. Mit speziellen Stiften und Farben ausgestattet, haben Selbermach-Freunde den Spaß am Kreativsein für sich entdeckt. Und das Handlettering hat darüber hinaus noch einen weiteren schönen Nebeneffekt: Man kann dabei wunderbar entspannen.

Geht eurem Charakter auf den Grund

 

Graphologie
©M.I.G./LISA

 

Rund oder eckig? Gibt es viele runde Formen, ist der Schreiber emotional und rücksichtsvoll. Eckige Formen lassen auf Willensstärke schließen.

 

 

Graphologie
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Ober- und Unterlängen: Wer bei l, h, k, d und t die oberen Buchstabenteile betont, gilt als begeisterungsfähig. Sind sie kurz geraten, gilt der Schreiber als wenig kreativ. Kurze Unterlängen bei g, j, p und q, sprechen für Durchsetzungsmangel, ausgeprägte Längen für Antriebsstärke.

 

Graphologie
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Schriftneigung: 1: Eine nach links gerichtete Schrift lässt auf Selbstbeherrschtheit, aber auch Selbstbezogenheit schließen.

2: Wer eher senkrecht schreibt, gilt als besonnen, mitunter etwas langweilig.

3: Wer dagegen nach rechts gerichtet schreibt, ist warmherzig, kann aber zur Unbeständigkeit neigen.

 

 

Graphologie
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Schnörkel, Punkte und Striche: Wer seine Wörter mit großen Buchstaben beginnt, zeigt Stolz, Elan und den Wunsch nach Anerkennung. Je höher der Strich am kleinen t ausgeführt wird, desto mehr Einfluss wollen wir auf andere ausüben.

Je näher das Tüpfelchen am i sitzt, desto genauer sind wir bei der Ausführung unserer Arbeit. Wer dabei besonders aufdrückt oder das i-Tüpfelchen in Komma- Form schreibt, ist von Sorgen oder inneren Aggressionen geplagt.

 

Bindungsform: Links: Stehen die einzelnen Buchstaben für sich, m und n nach oben geschlossen, ist der Schreiber zurückhaltend.

Oben recht: Schreibt man in Girlanden, bei denen u und n identisch aussehen, sprechen weite Bögen für Kontaktfreudigkeit, enge für Hemmungen.

Mitte rechts: Sieht die Schrift wie ein Faden aus, gilt man als faul und verschlagen.

Unten rechts: Gibt es viele Winkel, weil die Konsonanten in Zickzacklinien geschrieben werden, spricht das für Entschlossenheit.

 

Graphologie
©M.I.G./LISA
Graphologie
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 Schönschreiben kann man lernen

  • Sucht euch eine Handschrift-Typografie aus (dafont.com).
  • Erstellt ein Übungsblatt mit einzelnen Buchstaben, Ihrem Namen und Wörtern, die ihr im Alltag häufig benutzt.
  • Schreibt anfangs am besten auf kariertem Papier, weil so Ober- und Unter-
    längen genauer gelingen.
  • Sucht euch einen Stift, mit dem ihr gern schreibt. Und dann heißt es: üben, üben, üben.