Diese Arten von Nachbarn kennt ihr auch

Diese Arten von Nachbarn kennt ihr auch

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Nachbarn
©iStock/Mukhina1

Die lieben Nachbarn wohnen über, neben oder unter uns. Manche sind ein Geschenk, andere eine Prüfung. Lies hier, wie die unterschiedlichen Typen so ticken – und wie man mit ihnen zurechtkommt.

Glaubt man den Statistiken, sind Nachbarn mit Vorsicht zu genießen: Jeder Dritte hat so seine Probleme mit ihnen. Wenn ihr wisst, wie eure Nachbarn ticken, helfen euch unsere Tipps, Streitereien zu vermeiden.

Die Öffentlichen

Dass sie heiraten wollen, wissen die Nachbarn noch vor ihren Eltern. Wie das? Weil sie auf dem Balkon so laut darüber gesprochen haben, wann sie die frohe Kunde an Mama und Papa überbringen wollen. Draußen scheint sowieso der Ort zu sein, an dem sie alles Wichtige ausdiskutieren. Laut und völlig unbefangen wird telefoniert, gestritten und eventuell auch mal ein Versicherungsbetrug geplant…

Tipp:

Außer Oropax hilft nur noch, bei Begegnungen im Treppenhaus zukünftig nicht mehr höflich-ahnungslos zu tun, sondern munter das zu kommentieren, was man unfreiwillig gehört hat.

Die Verschenkerin

Ein allerliebst dekorierter Doppelzentner Zucchini, Gurken-Kürbis-Apfel-Marmelade, exotische Chutneys und natürlich leckere Kuchen – es gibt Menschen, die lieben scheinbar nichts mehr, als die Nachbarn zu beschenken. Man fragt sich, wie man nur so selbstlos sein kann? Die Antwort ist in ihrem erwartungsfrohen Blick zu finden: Lob ist ihr Brot. Wahrscheinlich haben sie einen grummeligen Chef oder eine undankbare Familie…

Tipp:

Höflich Danke sagen, ordentlich loben und die Leckereien, die man selbst nicht genießen kann, weiterverschenken.

Die Partytiere

Grillfeste, giggelende Mädelsrunden, handfeste Disco-Abende mit ABBA bis zum Abwinken – bei den Nachtaktiven in der Nachbarschaft ist immer was los. Na gut, nicht immer, aber einmal im Monat lassen sie es schon mal krachen. Oft kündigen sie das am gleichen Tag mit einem Zettel im Flur an. Dass es „etwas lauter“ werden könnte, steht da. Und dass man bitte nicht die Polizei rufen, sondern lieber mitfeiern soll.

Tipp:

Warum eigentlich nicht? Spontane Partys sind meist die besten.

Die Verrammlerin

Gäbe es ein Geschäft mit dem Namen „Alles für den Sichtschutz“, sie wären die besten Kunden. Von Flechtzäunen auf dem Grundstück über gespannte Stoffe zum Nachbarbalkon bis hin zu blickdichten Vorhängen, sie haben alles, was es braucht, um sich vor neugierigen Blicken zu schützen. Wer genau denn gucken soll, ist zwar irgendwie unklar, aber egal.

Tipp:

Leben und leben lassen lautet hier das Motto. Jedem steht es frei, sich selbst die Sicht zu nehmen. Wer den scheuen Rehen die Angst ein bisschen nehmen will, lädt die mal zu Kaffee und Kuchen ein. Dann sehen sie auch, wie ihr Balkon so wirkt…

Die Klette

Sie ist ja eine ganz Nette. Grüßt so richtig lieb, winkt, kommt herbeigeeilt. Sie fragt nach und: Sie erzählt. Ausführlichst. Wenn einem keine Ausrede einfällt, gern auch bei einem Kaffee oder Glas Wein, zu dem sie immer wieder einlädt. Denn sie hat nicht nur ein Dach über dem Kopf gesucht, sondern auch neue Freunde.

Tipp:

Manchmal hilft nichts anderes, als ihr aus dem Weg zu gehen. Oder sie sanft, aber bestimmt abzuwimmeln.

Die Sheriffs

Sie haben keinen Colt, aber sie haben die „Mittelung an alle Nachbarn“! Auf der wird manchmal scharf geschossen: Gegen die, die den Karton unzerkleinert in die Tonne getan oder gar Kaugummipapierchen im Treppenhaus hinterlassen haben. Diese Möchtegern-Hausmeister sind immer im Dienst. Auch hinter der Gardine – ihrem Beobachtungsposten.

Tipp:

Wer im Hinterkopf hat, dass die Sheriffs die Hausgemeinschaft tatsächlich vor Einbrechern schützen, kann sie besser ertragen. Man kann aber auch mal mit Freunden stehen bleiben, wenn die Gardine wackelt und lachend aufs Fenster zeigen.

Die Dekorateure

Bei denen sieht es aus, als finde gerade das internationale Treffen ALLER Nippes-Figuren statt. Von Zwergen über Einhörner, Frösche, Blümchen, Häschen bis hin zu blinkenden Leuchttürmen – sie haben alles. Kein Zentimeter bleibt ungenutzt. Einzeln sind viele der Sachen ja wirklich hübsch, aber so gehäuft ist es, nun, Geschmackssache.

Tipp:

Da sich über Geschmack bekanntlich nicht streiten lässt, heißt es: tolerant bleiben und notfalls nicht hingucken. Wenn sich die Deko-Flut allerdings über gemeinsame Flächen ergießt, darf man ruhig was sagen.

Die Flodders

Wenn man ihnen eines garantiert nicht vorwerfen kann, dann ist es „Wegwerf-Mentalität“. Sie bewahren auf. Alles. Auf so ziemlich jeder freien Fläche: vor ihrer Wohnungstür, im Hinterhof, auf dem Balkon. Spricht man sie auf das Sammelsurium von Undefinierbarem an, lächeln sie meist nur lässig. Das sind sie nämlich wirklich: lässig. So lässig, dass das Unkraut bei ihnen kniehoch wachsen darf.

Tipp:

Immer im Hinterkopf behalten, dass ihre tiefenentspannte Art auch Vorteile hat. Auf Einsicht kann man bei ihnen nicht hoffen, also durchatmen und ruhig Blut bewahren. Wenn es gar nicht mehr geht, hilft ein Gespräch mit dem Vermieter oder dem Ordnungsamt…

Zum Weiterlesen:

Wertschätzung: So zeigst du deinen Liebsten wie viel sie dir bedeuten.