7 wichtige Dinge rund ums richtige Parken

7 wichtige Dinge rund ums richtige Parken

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©iStock/encrier

Wenn es um einen Parkplatz geht, sind die Sitten oft rau. Doch kaum einer kennt die Vorschriften oder hält sich dran. So geht beim Parken nichts schief.

Darf man die Parkscheibe einfach weiterdrehen?

Nein, aber es gibt eine Alter­native! Es ist verführerisch, nach dem Ende der Höchstparkzeit das Auto stehen zu lassen und einfach die Parkscheibe neu einzustellen. Wird man erwischt, gilt das aber als Parken ohne Parkscheibe und kostet mindestens 10 Euro. Erlaubt ist aber Folgendes: Ausparken, ein paar Meter fahren, wieder einparken. Dies gilt gemäß Straßenverkehrsordnung (StVO) als neuer Parkvorgang. Übrigens: Der Zeiger darf immer auf die folgende halbe oder volle Stunde einge­stellt werden.

Der Beifahrer besetzt die Lücke

Das ist ordnungswidrig! Der Fahrer muss noch kurz wenden, deshalb steigt der Beifahrer aus und besetzt so lange die freie Lücke. Das sieht man oft – erlaubt ist es nicht (§ 1 Absatz 2 StVO). Sein Recht mit aller Macht durchsetzen zu wollen ist aber auch keine gute Idee. Fährt man auf die Person zu, um sie zur Seite zu drängen, kann das als Nötigung gelten. Dafür kann man im schlimmsten Fall bis zu drei Jahre ins Gefängnis kommen!

Rechts vor links gilt immer, oder?

Nein, man muss sich ab­stimmen! Wenn Vorfahrtsschilder nichts anderes bestimmen, gilt normalerweise „rechts vor links“. Auf diese Regel sollte man sich aber auf einem Parkplatz, auf dem nur die Buchten markiert sind, nicht verlassen. Da müssen sich die Autofahrer nämlich über die Vorfahrt verständigen (LG Detmold, Az.: 10 S 1/12).

Zugeparkt. Was macht man nun?

Auf keinen Fall hupen! Vielleicht ruft lautes Hupen den Schuldigen herbei, vielleicht nervt es aber nur die Nachbarn … Wenn es blöd läuft, zahlt man dann selbst noch ein Bußgeld. Denn Hupen darf man eigentlich nur bei Gefahr. Besser, man ruft die Polizei. Und wenn die dann notfalls den Abschleppdienst holt, kann man auch sicher sein, dass man nicht auf den Kosten sitzen bleibt.

Kurz halten auf dem Behindertenparkplatz?

Maximal drei Minuten! Bei Behindertenpark­plätzen kennt Justitia keine Gnade. Hier darf man wirklich nur stehen, wenn man den blauen Parkausweis hat. Nicht einmal ein Schwerbehindertenausweis zählt. Jeder andere, der das Auto verlässt und/oder länger als 3 Minuten hält, muss mit 35 Euro Bußgeld rechnen.
Und: Laut Bundesverwaltungsgericht dürfen ­solche Falschparker jederzeit auf deren Kosten abgeschleppt werden, sogar wenn nebendran noch Behindertenplätze frei sind.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Oder?

Nur wenn man direkt am frei werdenden Platz steht! An einer Parklücke hat der­jenige Vorrang, der sie „zuerst unmittelbar erreicht“. So steht es in der StVO. Das heißt konkret: Wartet man auf der Gegenfahrbahn, weil einer auf der anderen Seite ausparkt und es kommt ein Dritter auf der „richtigen“ Seite angefahren, hat nur der die Lücke „unmittelbar erreicht“. Er darf sie haben – auch wenn er erst daran ­vorbeifährt, um rückwärts einzuparken.

Parken im Halteverbot

Das kann teuer werden! Wenn man (mal) kurz im absoluten Halteverbot hält, berappt man in der Regel nur 10 Euro. Die Knöllchen werden teurer, wenn man dabei andere Verkehrsteilnehmer (20 Euro) oder sogar die Straßenbahn behindert (30 Euro). Aber: Steht man länger, hält man nicht, dann parkt man. Und das kostet! Beispiel: Fürs Parken vor einer Feuerwehrausfahrt zahlt man schnell 60 Euro und kassiert einen Punkt.

Zum Weiterlesen: War die Parkplatzsuche mal wieder nervenaufreibenend, haben wir hier praktische Entspannungstipps für euch.