4 Frauen verraten: So klappt’s mit dem Orgasmus

4 Frauen verraten: So klappt’s mit dem Orgasmus

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Orgasmus
©iStock/KatarzynaBialasiewicz

Sex ist am schönsten, wenn beide kommen. Vier Frauen verraten, wie sie spielend den Höhepunkt erreichen.

Wenn es um den Orgasmus geht, sind wir Frauen deutlich im Nachteil – wir kommen deutlich seltener als Männer. Und es ist meist harte Arbeit. Macht es euch leichter und lest, wie diese Frauen sich helfen.

„Ich zeig ihm genau, wo es mir gefällt“

Es fühlt sich für mich beim Sex am schönsten an, wenn ich zusammen mit meinem Freund komme. Ein gemeinsamer Orgasmus bringt so viel Intimität mit sich, dass ich gar nicht genug davon kriegen kann. Wir sind schon sechs Jahre zusammen. Inzwischen haben wir uns im Bett ganz gut eingespielt. Anfangs habe ich mich nicht so richtig getraut, ihm zu zeigen, wie ich am besten zum Höhepunkt komme. Es war dann trotzdem schön, aber nur er hatte einen Orgasmus. Irgendwann wurde mir klar: Es macht auch ihn an, wenn ich Spaß an unserem Sexleben habe. Also begann ich, mich selbst zu streicheln, während er in mich eindrang. Ich brauche einfach immer die klitorale Stimulation, damit sich alles richtig intensiv anfühlt. Ohne komme ich nicht. Am einfachsten kann ich mich mit der Hand befriedigen, wenn ich oben bin oder mein Liebster hinter mir. Das Gefühl, seinen Penis hart in mir zu spüren, und das heiße Kribbeln meiner Klitoris vermischen sich und es fühlt sich einfach nur wunderbar an.

Von allen Seiten Manchmal zeigt mir mein Schatz zusätzlich, wie schön anales Fingern sein kann, während wir uns vergnügen. Der Gedanke, dass er mich ganz und gar ausfüllt, steigert sich dann noch einmal und diese Vorstellung macht mich echt heiß. Ich habe Freundinnen, die Orgasmus-Schwierigkeiten haben, schon häufiger davon erzählt. Und sie sind begeistert!

Lina S.* (36)

„Sex beginnt bei mir schon in der Fantasie“

Auf jeden Fall fängt die Lust beim Sex bei mir bereits im Kopf an. Ich bin ein Freigeist – und diese Einstellung hört im Bett natürlich nicht auf! Ich liebe Sex. Dazu muss ich auch nicht immer verliebt sein. Es ist für mich nicht wichtig, mich auf einen Partner zu beschränken. Ganz im Gegenteil. Ich finde es spannend, viele verschiedene Liebschaften zu pflegen. Und zu sehen, wie sich Männer so ganz unterschiedlich verhalten und anfühlen, wenn sie erregt sind.

Wenn die Chemie stimmt Auch ich kann dann meine verschiedenen Vorlieben ausleben. Wichtig ist mir aber immer, dass ich mich wohlfühle und die Chemie zwischen dem Mann und mir stimmt. Sonst kann ich den Sex überhaupt nicht genießen – und das muss ja nicht sein… Das Schlimmste ist, wenn man nicht abschalten kann und die ganze Zeit irgendwelche störenden Gedanken auftauchen. Das kann die erotische Stimmung echt kaputtmachen. Auf beiden Seiten. Männer kennen dieses Gefühl ganz sicher auch.

Sex ist Kopfsache Ich lege viel Wert darauf, mich gedanklich auf das Liebesspiel einzustimmen, und schaffe das auch meistens ganz gut. Immer nur dem Orgasmus hinterherzulaufen, finde ich unnötig. Wenn ich mal nicht zum Höhepunkt komme, sehe ich das ganz entspannt. Ich habe ja trotzdem Spaß. Mit den Jahren habe ich erkannt: Sex besteht aus vielen kleinen Mini-Orgasmen. Jede schöne Berührung, die mich stöhnen lässt, bringt meine Lust zum Vibrieren. Als mir mein Liebhaber kürzlich ganz langsam über den Nacken strich, seine Hand hinunter zu meinen Lenden wanderte, meinem Po und schließlich den Weg zu meiner Knospe fand, war das für mich ein so sinnliches Erlebnis, dass der spätere Orgasmus kaum mithalten konnte.

Birgit F.* (43)

„Ich möchte gern verwöhnt werden“

Dass es mir nicht genügt, wenn mein Ehemann mich mit der Hand befriedigt, habe ich relativ schnell gemerkt. Wir haben einiges ausprobiert, um auch mir einen gigantischen Orgasmus zu bescheren. Aber nichts brachte etwas – weder anregendes Gel noch vibrierende Helfer. Das war mir alles zu technisch. Dann hat mein Karsten es mit der Zunge probiert. Und ich habe es fast nicht ausgehalten, so wohltuend fühlte sich sein warmer Mund auf meiner Knospe an. Er hat einen Bart. Deswegen kitzelt es erst leicht, wenn er beginnt.

Zärtliche Küsse Er lässt seine Zunge dann erst ganz langsam und leicht über meinen Kitzler kreisen, sodass ich mich richtig einstimmen kann. Wenn er merkt, dass es mir gefällt, gleitet er über die Schamlippen und dann auch in mich. Ich spüre dann, wie alles feucht wird und wie natürlich sich die Berührungen von uns beiden ergeben.

Immer schnellere Bewegungen Ich muss gar nichts weiter tun, als zu genießen. Ich liege im Bett und streichle meine Brüste, schließe die Augen, um mich ganz dem Gefühl hingeben zu können. Ich lasse ihn einen Rhythmus finden, der mir gefällt. Seine Zunge wird mit jeder Sekunde schneller und drückt kräftiger. Ich weiß dann, dass ich nicht mehr lange stillhalten kann. Auch mein Mann fühlt, dass meine Lust sich immer weiter steigert und dringt vorsichtig mit einem Finger in mich ein. Irgendwann kralle ich mich in seinen Haaren fest und erlebe einen wahnsinnig sanften Höhepunkt. Meinen Mann erregt es sehr, wenn ich zuerst komme. Er ist dann bereit, ebenfalls verwöhnt zu werden.

Susanne H.* (38)

„Wir haben uns einen kleinen Freund ins Bett geholt“

Die einfachste und schönste Art und Weise, wie ich zum Höhepunkt komme, ist mit meinem Vibrator. Das mache ich auch gerne solo. Ich bin zwar in einer Beziehung, aber warum sollte ich nicht auch alleine Spaß haben und mich besser kennenlernen können? Mein Freund weiß, dass ich das sehr oft brauche und ist im Reinen damit. Meinen Lieblingsvibrator, der mich richtig hart massieren kann, habe ich im Nachttisch verstaut. Fast jeden Morgen, wenn mein Partner die Wohnung verlassen hat, besorge ich es mir damit selbst. Ich benutze ihn aber auch am Tag oder abends vor dem Einschlafen, wenn mich das Verlangen überkommt. Mir war es wichtig, dass der Vibrator richtig Power hat, denn ich brauche intensive Stimulation, um zum Orgasmus zu kommen.

Wer mag was? Wenn mein Freund und ich miteinander schlafen, kommt „der Kleine“ natürlich auch zum Einsatz. Viele Männer haben damit ein Problem – aber der Vibrator ist ja keine Konkurrenz. Es ist nur ein Hilfsmittel. Und so sehen wir das auch. Mein Liebster hat sogar Gefallen daran, ihn bei sich selbst aufzulegen. Bei uns gibt es hierbei keine Tabus oder No-Gos. Wir sind generell sehr offen miteinander und sprechen über unsere Wünsche und sexuellen Vorlieben. Es ist sehr wichtig, dass sich in einer Partnerschaft jeder frei ausleben kann. Auch sexuell. Da muss man sich nicht immer in allen Punkten einig sein.

Süßes Geheimnis immer dabei Ein kleines Tabu gibt es aber schon. Oder nennen wir es eine Einschränkung. Denn der Vibrator in meinem Nachttisch ist nicht der einzige kleine Freund, den ich besitze. Auch in meiner Handtasche trage ich immer einen Vibrator mit mir herum. Wie ein kleines Geheimnis. Das fühlt sich aufregend an. Und der gehört wirklich nur mir. Damit darf sich mein Freund nicht vergnügen. Aber natürlich weiß er, dass es ihn gibt und dass ich Spaß damit habe. Immer mal wieder, wenn ich unterwegs und für mich alleine bin. Warum auch nicht?

Sabrina L.* (34)

*Namen geändert

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