Zero Waste – jetzt wird alles vom Lebensmittel verwertet

Zero Waste – jetzt wird alles vom Lebensmittel verwertet

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Zero Waste
©iStock/habovka

Die enorme Lebensmittelverschwendung in Deutschland hat zu einer „Zero Waste“-Bewegung geführt. Die Idee: Jeden Teil von Lebensmitteln verwenden und weniger wegwerfen.

Zero Waste – das bedeutet „weniger Abfall“. Das beginnt damit, dass wir weniger Plastikmüll produzieren und endet damit, auch weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Angesichts der mehr als 83 Kilo Lebensmittel, die pro Kopf pro Jahr im Müll landen, eine Bewegung, für die es längst Zeit wurde. Wir zeigen euch, wie ihr Lebensmittel so verwendet, dass am Ende (fast) nichts mehr davon übrig bleibt.

Gezielt einkaufen

Wer seine Essensgewohnheiten und -mengen sowie die der Familie kennt, tut sich leichter, eine Einkaufsliste für das zu erstellen, was tatsächlich verzehrt wird. Also erst mal genauer hinsehen: Welche Packung ist stets fix leer? Was bleibt länger liegen? Und: Vorräte nicht vergessen! Dafür alles, was in Küchen- und Kühlschrank demnächst abläuft, in die erste Reihe stellen – und noch mal checken, bevor’s an die wöchentliche Liste geht. Basis für diese ist ein grober Menüzettel für die nächsten sieben Tage. Dabei einen Restetag einplanen!

Gewusst wie

Besonders viel verschwenden wir in Sachen Obst und Gemüse. Nicht alles wandert in die Tonne, weil es schlecht geworden ist, sondern eher, weil wir schlicht nicht wissen, welches Potenzial selbst in Überreifem sowie in Resten und Putzabschnitten noch schlummert. Hier einige Beispiele.

Ideen für Gemüse-Fans

Kartoffelschalen wegwerfen? Nein! Und das nicht nur, weil in ihnen beste Nährwerte stecken. Sie schmecken frittiert als knusprige Alternativ-Pommes. Auch das Abgeschälte von Möhren und anderem Wurzelgemüse hat einen Platz im Speiseplan verdient: Fein püriert, fügt es sich mit Linsen und etwas Mehl zu Gemüseburgern. Der Strunk von Brokkoli und Blumenkohl ein Fall für den Eimer? Wäre schade, denn dünn gehobelt und im Ofen geröstet, lässt er sich in Chips verwandeln. Noch ein Stückchen Kohlrabi oder das pelzige Ende der Zucchini übrig? Alles fein würfeln und als Wrap-Füllung genießen!

Haltbar machen

Wenn die Reste gerade nicht ins Programm passen oder die Zeit knapp ist, heißt es im Gefriergerät sammeln. So können täglich die anfallenden Gemüseabschnitte in eine verschließbare Box wandern. Ist genug drin, wird daraus ein Fond geköchelt – Basis für leckere Soßen.

Und was ist mit Obst? Auch hier steckt mehr drin, als man meint. Schrumpelfrüchte z.B. peppen püriert Quark auf oder werden zum Smoothie. Und Papayas überraschen mit Extra-Talent: Wer ihre Kerne getrocknet zermahlt, erhält einen erstklassigen Pfefferersatz!

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