Von Blech bis Silikon: Welche Backform ist die richtige?

Von Blech bis Silikon: Welche Backform ist die richtige?

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Backform
©iStock/Millefloreimages

Neben dem Teig kommt es beim Backen auch auf die richtige Backform an. Welche Form und welches Material am besten für euren Kuchen sind, lest ihr hier.

Zu den gewöhnlichen Backformen aus Blech, Keramik und Teflon kam über die Jahre Silikon als Material hinzu. Einige Materialien eignen sich für Obstkuchen, andere sind für trockene Kuchen besser. Wir haben euch verschiedene Backform-Materialien mit ihren Vor- und Nachteilen aufgelistet.

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Keramik

Backformen aus Keramik haben meist etwas dickere Wände und leiten die Wärme dadurch langsamer. Wer die schöne alte Form von Omi trotzdem nicht entsorgen möchte, kann bei etwas niedrigerer Temperatur und gleichzeitig längerer Backzeit getrost noch die Keramik-Backform verwenden. Sie überdauern Jahrzehnte und sehen dabei noch schön aus, man kann den Kuchen in ihnen also direkt servieren. Damit der Kuchen nicht zu dunkel wird, stellt man ihn am besten auf die erste oder zweite Schiene von unten.

Weißblech

Blech, um genau zu sein Weißblech, ist beständig und hat neben einer langen Haltbarkeit die Vorteile, dass es leicht und günstig ist. Ihr könnt den Kuchen also ohne Probleme in der Form transportieren. Weißblech ist allerdings nicht säurebeständig, daher sollte man keine Obstkuchen darin backen. Es hat auch keine Teig abweisende Schicht wie beispielsweise Teflon. Daher sollte man Bleche immer gut einfetten, damit man den Kuchen nach dem Backen wieder einfach herauslösen kann. Wer mit hohen Temperaturen backt, sollte seinen Kuchen auf dem Blech mit etwas Aluminiumfolie abdecken, damit er oben nicht dunkel wird, während der Boden noch nicht durchgebacken ist. Mit Backpapier belegt, lässt sich auf einem Backblech nahezu alles backen, sogar Brot. Nach dem Spülen solltet ihr das Weißblech gleich abtrocknen, da sich sonst Rost bilden kann.

Schwarzblech

Schwarzblech hat im Vergleich zu Weißblech einen Vorteil: Der Teig backt gleichmäßiger aus. Obstkuchen zu backen ist in Schwarzblech auch kein Problem, da es nicht säureempfindlich ist. Der Preisunterschied zu Weißblech liegt meist im Bereich weniger Euros. Im Gegensatz zu Weißblech löst sich Kuchen aus Schwarzblech besser aus der Form. Einfetten sollte man die Backform trotzdem ein klein wenig. Doch auch bei Schwarzblech gilt: Es ist nicht schneidefest und sollte von Hand gespült werden.

Silikon

Silikon-Backformen sind für alle Teige und Öfen geeignet. Sie sind flexibel und beweglich, daher lässt sich der Kuchen einfach aus der Backform herauslösen und die anschließende Reinigung ist ebenfalls einfach. Lediglich das Einfüllen des Teiges erfordert ein klein wenig Übung: Durch die weichen Wände geben Silikonbackformen leicht nach. Wer die Silikonform vor dem Befüllen auf ein Blech statt auf ein Gitter stellt, kann sie danach einfacher in den Ofen befördern. Silikonformen müssen nicht eingefettet werden (das spart Kalorien!) und sie dürfen in die Spülmaschine.

Glas

Glas als Backform hat einen offensichtlichen Vorteil: Man kann den Fortschritt beim Backen von außen beobachten. Das ist vor allem bei Obstkuchen und Hefekuchen gut. Bei Backformen ist das Glas zwar etwas dicker und somit robust, dennoch sollte man sie nicht gerade auf den Boden fallen lassen. Glas ist spülmaschinenfest und nicht allzu kratzempfindlich. Mitunter muss man den Kuchen etwas länger im Ofen lassen, da Glas aufgrund seiner geringeren Leitfähigkeit die Wärme nicht so gut leitet.

Emaille

Emaille-Backformen sind langlebig und nicht fruchtsäureempfindlich, was ideal für Obstkuchen ist. Sie besitzen eine gute Wärmeleitfähigkeit, man kann sich also genau an die angegebene Backzeit halten. Emaille als Material ist spülmaschinenfest. Außerdem ein Plus für Nostalgie-Freunde: Die Formen sehen schön „nach früher“ aus. Allerdings sind sie dafür recht schwer und etwas teurer. Man sollte behutsam mit ihnen umgehen, da sie ziemlich stoßempfindlich sind. Leichtes Befetten reicht bei Emaille-Backformen aus.

Antihaftbeschichtung

Bei Backformen mit Antihaftbeschichtung handelt es sich meistens um Stahlformen mit einer Kunststoffschicht oder PTFE-Schicht, auch Teflon genannt. Bei ihnen ist kein oder nur wenig Fetten notwendig. Sie eignen sich für alle Arten von Kuchen und leiten Wärme einwandfrei. Dafür sind sie nicht kratzfest und liegen relativ hoch im Preis. Man kann sie zwar in die Spülmaschine geben, doch es empfiehlt sich, sie von Hand zu spülen, um die Beschichtung zu schonen.

Jetzt wird gebacken

Wenn euch jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft: Wir haben schon einige Kuchen-Rezepte gesammelt, wie zum Beispiel den „Magic Cake“ mit drei Schichten, den simplen Kuchen aus vier Zutaten, den fruchtigen Käsekuchen (mit oder ohne Laktose-Produkte) und den Brat-Apfelkuchen.

Text: Lisa Merkel