10 verblüffende Fakten über Udo Lindenberg

10 verblüffende Fakten über Udo Lindenberg

Udo Lindenberg
©WarnerMusic

Heute wird der deutsche Rockstar mit der markanten Stimme 70 – Udo Lindenberg. Wir feiern ihn mit zehn Fakten, die wie der Sänger selbst sind: kurios.

Seine ersten musikalischen Schritte

Bevor Udo Lindenberg seine charakteristische Stimme nutzt und als Sänger durchstartet, spielt er Schlagzeug. Seine ersten Trommelversuche macht er mit zehn Jahren auf Benzinfässern.

Alternativer Beruf

Mit 22 wäre Udo Lindenberg beinahe Seemann geworden. Er findet dann aber doch etwas anderes verlockender: sich einer Folklore-Gruppe als Trommler anzuschließen. So kommt es, dass Udo dem Beruf nicht sein Leben widmet, sondern 1983 einen Song: „Nichts haut einen Seemann um“.

Wer trommelt denn da?

Jeder kennt sie – die „Tatort“-Titelmelodie. Die Schlagzeug-Parts in der Erstversion spielt jemand, den ebenfalls jeder kennt: Udo Lindenberg. Als der Song 1970 entsteht, trommelt Udo im Jazz-Quartett von Klaus Doldinger, der das Stück komponierte. Hört hier doch mal rein. Acht Jahre später wird jedoch eine neue Version der Titelmelodie aufgenommen – ohne Udo.

Udo Lindenberg
©WarnerMusic

Großes Kino

Udo ist ein wahrer Tausendsassa. 1980 produziert er den Kinofilm „Panische Zeiten“, schreibt Drehbuch und Musik, führt Regie und übernimmt auch noch die zwei Hauptrollen. Er spielt einen Detektiv und sich selbst, der nach einem Konzert entführt wird und am Ende Bundeskanzler wird. Der Streifen parodiert Filmklischees. Schaut man heute den Film an, ist Udo kaum wiederzuerkennen – nur seine Stimme verrät ihn.

Udo und die Stasi

Der Hit „Sonderzug nach Pankow“ aus dem Jahr 1983 war in der DDR verboten. In einer rechtlichen Einschätzung des Songs durch die Stasi heißt es, „dass (…) Passagen des Textes objektiv geeignet sind, die persönliche Würde eines Menschen grob zu verletzen und zugleich das gesellschaftliche Ansehen des Vorsitzenden des Staatsrates der DDR (Erich Honecker, Anm. d. Red.) wegen seiner staatlichen Tätigkeit herabzusetzen. Eine Verbreitung dieses Liedtextes in der Öffentlichkeit stellt somit objektiv eine Straftat der Beleidigung (…) dar.“

Versöhnung mit Honecker

Mit Geschenken versöhnen sich Erich Honecker und Udo 1987. Der Rockstar macht den Anfang mit einer Lederjacke, Honecker schickt als Dank eine Schalmei (ein Holzblasinstrument). Bei einem Staatsbesuch des Politikers in der BRD überreicht Udo ihm eine Gitarre auf der „Gitarren statt Knarren – für eine atom-waffenfreie Welt im Jahre 2000“ geschrieben steht.

Ausgezeichnet

Neben zahlreichen Musikpreisen heimst Udo auch ein Bundesverdienstkreuz ein. Dieses erhält er 1989 für seine Bemühungen um die Verständigung zwischen Ost und West.

Persönliches Hotel-Atelier

Unter dem Dach des Hamburger 5-Sterne-Luxus-Hotels „Atlantic Kempinski“, wo er seit Jahren wohnt, hat Udo sein eigenes Atelier. Dort pinselt er gerne seine berühmte „Likörelle“, eine mit Eierlikör ausgemalte Schnapsdrossel.

Udos liebste TV-Sendung

Die romantische ARD-Seifenoper „Rote Rosen“ hat es dem Rockstar angetan, wie er in „Bild“ verrät – „da bleib ich ne halbe Stunde hängen“.

Ein Lied wird Realität

Der Erfolgssong „Sonderzug nach Pankow“, in dem Udo von einer Fahrt nach Ostberlin singt, wird 32 Jahre nach dem Erscheinen dank dem Sender „radioBerlin“ Realität: Auf der Berliner U-Bahnlinie 2 fährt Udo 2015 von der Haltestelle Olympiastadion mit einem Sonderzug nach Pankow. Während der Fahrt gibt er ein improvisiertes Live-Konzert. Seht selbst:

Von LISA-Praktikantin Melanie Nees