Roh oder gekocht – Was ist eigentlich gesünder?

Roh oder gekocht – Was ist eigentlich gesünder?

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roh
©iStock/flyfloor

Möhren, Fisch, Pilze & Co: Welche Lebensmittel sind roh verzehrt eigentlich gesünder? Und wann solltet ihr sie doch besser kochen?

Rohkost ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Doch manchmal ist es besser, die Lebensmittel doch zu kochen. Wir haben sechs Beispiele für euch:

Spinat

Roh: Wird er als Salat zubereitet, profitiert ihr von den zahlreichen Vitalstoffen wie Vitamin C, Vitamin K und Kalzium. Da der Spinat die wertvollen Inhaltsstoffe nach der Ernte schnell verliert, solltet ihr nur jungen Spinat roh essen.

Gekocht: Tiefkühl-Spinat ist gar nicht so schlecht, da er direkt nach der Ernte schockgefrostet wird – ohne merklichen Nährstoffverlust. Ein weiteres Plus: Erst bei Hitze entfaltet Spinat sein volles Aroma.

Fisch

Roh: In Sushi ist roher Fisch – zum Beispiel Thunfisch oder Lachs – einfach unschlagbar. Es steckt außerdem viel Vitamin A im Fisch. Damit ist er gut für unsere Augen und das Immunsystem. Vorsicht: Ist er nicht super frisch, drohen fiese Lebensmittelvergiftungen.

Gekocht: Ist der Fisch gegart, werden Keime zuverlässig vernichtet. Außerdem ist der Fisch so besser verdaulich. Nachteile gibt es hier also nicht.

Möhren

Roh: Möhrchen knabbern trainiert die Kaumuskulatur. Außerdem machen sie richtig satt. Leider kann unser Körper das Betacarotin in den rohen Möhren nur schlecht verwerten. Dazu ist die Zellstruktur des Gemüses einfach zu robust.

Gekocht: So kann das für Haut und Haare wertvolle Betacarotin schon viel besser aufgenommen werden. Ein kleiner Nachteil ist jedoch, dass gekochte Möhren – anders als rohe – den Blutzucker in die Höhe schießen lassen. Nach dem Essen sinkt er schnell wieder ab und wir bekommen direkt wieder Hunger.

Tomaten

Roh: Roh gegessen profitiert ihr von viel Vitamin C, Folsäure, Biotin für Haut und Haare sowie Betacarotin für die Sehkraft. Nachteile gibt es hier so gut wie keine.

Gekocht: Auch erhitzt sind Tomaten sehr gesund, allerdings gehen viel Vitamin C und Folsäure verloren. Dafür erhöht sich durch das Kochen der Pflanzenstoff Lycopin. Und der schützt euer Herz und die Gefäße.

Pilze

Roh: Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft am besten Zuchtpilze und geht nicht selbst auf Pilzsuche. Schlimmstenfalls enthalten sie nämlich Schadstoffe oder sind sogar giftig. Beträufelt frisch geschnittene Pilze mit etwas Zitronensaft, dann werden sie nicht braun.

Gekocht: So werden eure Pilze besser verdaulich und Schädlinge werden durch die Hitze ausgeschwemmt. Leider verlieren sie beim Braten auch an Vitamin B. Achtung: Wärmt eure Pilzgerichte nicht mehr auf, sondern verzehrt sie direkt.

Fleisch

Roh: Wie bei Fisch sollte rohes Rinderfilet eine sehr gute Qualität haben, sehr frisch sein und immer gut gekühlt werden. Sonst drohen Verunreinigungen durch Salmonellen oder andere Keime. Rohes Rinderfilet kann so zum Beispiel als leckeres Carpaccio zum Gaumen-Genuss werden. Schwein, Pute oder Hähnchen solltet ihr wegen der gesundheitsschädlichen Keime allerdings nie roh essen.

Gekocht: Bakterien werden beim Braten zuverlässig vernichtet. Schwarze Stellen durchs Braten solltet ihr allerdings großzügig wegschneiden, denn sie können krebserregend sein.