Listographie: 22 Fragen, die man sich stellen sollte

Listographie: 22 Fragen, die man sich stellen sollte

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Listographie
©iStock/tomertu

Das Leben ist chaotisch genug. Da kann es helfen, Dinge in eine Ordnung zu bringen. Listographie heißt der Trend, der gerade aus den USA zu uns herüberschwappt.

Denn nicht nur für unsere alltäglichen Besorgungen hilft das Listenschreiben, sondern auch für emotionale Angelegenheiten – und hier kommt der Trend Listographie ins Spiel. Wer seine Gedanken in Worte fasst, räumt seinen Kopf auf: Er fühlt sich befreit von Sorgen und Ballast. Wie eine solche ‚Lebensliste‘ aussehen kann, siehst du unten auf dieser Seite: Dort stellen wir für euch eine Listographie-Liste als PDF zum kostenlosen Download bereit.

Erinnerungen & Träume

Listographie-Listen kann man in Form von Aufzählungen oder als Fragen an sich selbst erstellen – und dabei in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen. Dinge, auf die wir stolz sind. Orte, die wir schon gesehen haben oder noch bereisen möchten… Viel zu selten machen wir uns im Alltag darüber Gedanken. Wir lernen also etwas beim Listenschreiben: über uns, unsere Art zu denken und die Welt. Das macht glücklich. Und weil wir es mit der Hand geschrieben haben, bleiben die Glücklichmacher sogar noch länger im Gedächtnis.

Sortieren schafft Klarheit

Wer seine Gedanken in Worte fasst, räumt in seinem Kopf auf und fühlt sich von Sorgen und Ballast befreiter. Menschen haben grundsätzlich Angst vor Unbekanntem oder dem eigenen Unwissen. Mit Listen fühlen wir uns besser, weil wir Dinge benannt und eingeordnet haben – wir befriedigen unser Bedürfnis nach Übersicht. Der italienische Wissenschaftler Umberto Eco hat passend dazu einmal gesagt, dass uns Listen helfen, die Welt und ihre Unendlichkeit besser zu verstehen. Wer Listen schreibt, kann also sogar etwas dazu lernen und philosophische Gedanken werden gefördert.

Knoten im Taschentuch

Von Hand aufgeschrieben bleiben unsere Glücklichmacher und Wünsche länger im Gedächtnis, wie Studien bewiesen haben. Denn das Schreiben hat einen meditativen Aspekt. Die Schrift auf dem Papier ist dadurch stärker in unserem Gedächtnis verankert – nicht umsonst sagt sagen wir, dass etwas „festgeschrieben“ oder „zu Papier gebracht“ ist. Listen steigern somit unsere Produktivität – Aufschieberitis hat gar keine Chance mehr. Sie geben uns Sicherheit und einen Plan dessen, was wir noch machen wollen und was wir nicht vergessen wollen. Liebevoll angefertigte Listen sehen außerdem schön aus, um damit die Wand, den Kühlschrank oder den Spiegel zu verzieren. Man kann sie nach Herzenslaune graphisch schön gestalten.

Empathie und Nächstenliebe

Listographie ist ein wunderbares Mittel, um Anderen eine Freude zu machen. Wir können uns beispielsweise aufschreiben, wie wir unserer Familie, einer guten Freundin oder dem Liebsten etwas Gutes tun können. Wenn wir an Andere denken, sind wir aufmerksam und wenn wir etwas für Andere tun, wirkt sich das positiv auf unsere Psyche aus: Wir fühlen uns rundum wohl. Dabei ist es egal, ob wir eine Kleinigkeit für Andere als Geschenk kaufen oder ihnen einen Kuchen backen. Listographie steigert also unser Mitgefühl für andere Menschen, unsere Empathie. Ein schönes Beispiel hierfür ist die rührende Liste des verstorbenen Country-Musikers Johnny Cash, der auf seiner To do-Liste für einen Tag notierte, er wolle seine geliebte June küssen – und sonst niemanden. Außerdem wollte er an dem Tag seine Mutter besuchen gehen.

Für eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein: Unsere Liste für dich

Listographie
©M.I.G./Lisa

 Wenn ihr euch nun ein Bild machen und euch selbst und Anderen etwas Gutes tun wollt: Tragt euch unten mit eurer E-Mail-Adresse ein und ladet hier einfach unsere Listographie-Liste kostenlos als PDF herunter.

Text: Lisa Merkel