Diese 10 Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

Diese 10 Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

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Kühlschrank
©iStock/Anna-Omelchenko

Welche Lebensmittel gehören in den Kühlschrank und welche sollten besser nicht dort lagern? Es gibt zahlreiche Tipps, doch stimmen sie alle? Wir haben für euch die wichtigsten Regeln recherchiert.

Der Kühlschrank ist unser treuer Helfer im Alltag. Hier lagern wir alles: Milchprodukte, Gemüse, Eier und manchmal auch Obst oder gar Brot. Wenn wir zu viel gekocht haben, springt er für uns ein und wir können unser Essen noch mal für ein paar Tage haltbar machen. Wir denken: Sein Inneres hält alles frisch, was frisch bleiben soll und alles knackig, was knackig bleiben soll. Doch was wissen wir eigentlich über ihn, außer wo Gemüse- und Butterfach sind?

Möhren

Im Kühlschrank gelagert verwässern Möhren und werden schneller schlaff. Sie mögen kühle Temperaturen bis Raumtemperatur lieber. Allerdings sind sie etwas lichtsensibel, daran solltet ihr bei der Aufbewahrung denken. Wenn ihr den grünen Strunk etwas abschneidet, bleibt die Flüssigkeit übrigens länger in der Möhre. Um die Möhren während der Lagerung mit genügend Sauerstoff zu versorgen, entfernt man am besten die Plastikverpackung nach dem Kauf, denn sonst bildet sich Schwitzwasser.   

Salatgurken

Gurken haben einen sehr hohen Wasseranteil. Sie bekommen im Kühlschrank schneller schrumpelige Haut und Wasserflecken. Bei Raumtemperatur fühlen sie sich wohler und bleiben länger in ihrer ursprünglichen Form. Am besten achtet man darauf, dass sie nicht unter 12° Celsius gelagert werden. Gurken nicht neben Tomaten oder Äpfeln lagern, denn sie produzieren Ethylen – diesen Stoff vertragen Gurken nicht gut, sie werden davon bitter und können sich gelblich verfärben.

Erdbeeren

Erdbeeren
©iStock/Tatiana_Didenko

Erdbeeren verlieren im Kühlschrank an Aroma. Außerdem sind sie nicht sehr gut gegen möglichen Druck von anderen dort lagernden Lebensmitteln gewappnet und bekommen schnell matschige Stellen. Am besten lagert man sie auf einem Teller bei Raumtemperatur oder in einem Sieb, damit überall Luft hinkommt. Weiche Stellen gehören abgeschnitten in den Mülleimer und schimmelige Erdbeeren sowieso. Je schneller man sie nach ihrer Ernte verspeist, desto frischer schmeckt ihr süßes Aroma. Solltet ihr nach dem Kauf doch mal keine Gelegenheit zum sofortigen Verzehr haben, hier haben wir für euch eine Anleitung zum Einfrieren. Erdbeeren sollten sehr vorsichtig gewaschen werden und Stiele und Kelchblätter entfernt man besser erst danach.

Tomaten

Sie bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Im Kühlschrank werden sie statt satt und aromatisch dann allerdings mehlig und geschmacklos, denn die Kälte stoppt ihren Reifeprozess. Eine Temperatur von 13-18° Celsius ist perfekt für Tomaten. Für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sollten Tomaten offen in einer Schale liegen, das heißt, nicht in der Verpackung mit Plastikfolie lassen. Wer seine Tomaten statt auf eine harte Unterlage auf ein Küchenrollentuch legt, vermeidet Druckstellen. Für Salat-Fans außerdem gut zu wissen: Tomaten wirken auf ihre Nachbarn und sondern Ethen (oder auch Ethylen) ab. Salat reagiert sehr empfindlich darauf. Daher diese beiden getrennt voneinander lagern.

Kartoffeln, Äpfel und Birnen

Kartoffeln
©iStock/fcafotodigital

Diese Lebensmittel mögen es kühl, der Kühlschrank ist jedoch nicht nötig und kann sogar zu kühl sein. Die in Kartoffeln enthaltene Stärke wird bei zu kalten Temperaturen zu Zucker und dann schmecken sie unangenehm süßlich. Wer einen Kellers besitzt, kann diese Lebensmittel dort optimal für eine längere Haltbarkeit lagern. Durch die Dunkelheit im Keller bekommen die Kartoffeln als positiven Nebeneffekt keine lästigen Grüntriebe. Um Druckstellen zu vermeiden, wendet ihr die Ware von Zeit zu Zeit. Wenn ihr Äpfel und Birnen unter 5° Celsius dunkel und luftig lagert, können Birnen 1-3 Monate halten und Äpfel ganze 3-5 Monate. Weitere wertvolle Lagerungstipps für Äpfel findet ihr hier. Grundsätzlich gilt auch: Heimische Lebensmittel mögen es kühler, exotische Lebensmittel – wie Bananen, Mangos etc. – mögen es wärmer, also bei Raumtemperatur.

Öl

Alle gängigen Öle mögen keine Kühlschränke. Denn sobald sie unter 8° Celsius lagern, ändert sich ihre Konsistenz, sie werden hart und flockig. Das geht dann in die Richtung Butter. Am besten lagert man Öl an einem kühlen, dunklen Ort außerhalb des Kühlschranks. Die Haltbarkeit von Ölen ist relativ lang: Olivenöl zum Beispiel hält sich bis zu 36 Monate ab Abfülldatum, verliert aber je nach Sorte bereits nach 6 bis 12 Monaten deutlich an Geschmack.

Brot

Manchen Lebensmitteln kann die Aufbewahrung in einem begrenzten Behältnis schaden. Brot „atmet“ und braucht daher ein Mindestmaß an Luftzirkulation, sonst bildet sich Feuchtigkeit am Brot und es fängt an zu schimmeln. Bei Zimmertemperatur und in einem Behältnis aus Ton bleibt das Brot am längsten frisch. Ein Brotkasten aus Holz lässt Brot leicht austrocknen, daher landet er nur auf Platz 2.

Eier

Im Laden werden sie ungekühlt gelagert. Zuhause sind sie ungekühlt auch noch zwei Wochen haltbar! Länger sind sie zwar im Kühlschrank haltbar, allerdings darf man sie anschließend dann nicht mehr ungekühlt lagern, da die Kühlkette nicht mehr unterbrochen werden sollte. Der Grund: Es kann sich Schwitzwasser im Hohlraum des Eis bilden und Keime und Bakterien können eindringen. Das kann zum Verderben der Eier führen. Ganz gleich wie man seine Eier lagern möchte, es empfiehlt sich, sie mit der spitzen Seite nach unten zu lagern (also verkehrt herum), denn dann ist die Luftblase im Ei oben und so hält es sich um einiges länger. Gekocht sind Eier im Kühlschrank übrigens noch zwei bis drei Tage länger haltbar. Wenn man sich mal nicht sicher ist, wie lange man die Eier schon im Haus hat, kann man einen Geruchs- und Konsistenz-Test machen.

Text: Lisa Merkel