Richtig kompostieren – das geht sogar in der Küche!

Richtig kompostieren – das geht sogar in der Küche!

Kompost
©iStock/KatarzynaBialasiewicz

Eigentlich schade, wenn organische Abfälle im Restmüll landen. Es könnte wertvoller Humus daraus werden. Und einen Kompost anzulegen, ist gar nicht so schwer.

Ein Kompost – das klingt nach Dreck und Würmern? Okay, die sind auch im Spiel. Dafür landen weniger Abfälle in der Mülltonne und am Ende habt ihr sogar wertvollen Humus für eure Pflanzen. Mittlerweile geht das Ganze sogar richtig hygienisch.

Das passende Modell

Das hängt ein bisschen von eurem Platz ab: Es gibt den klassischen offenen Haufen in einer Ecke im Garten. Mit oder ohne Umrandung. Das ist günstig und kann man schnell selber machen. Verbreiteter sind mittlerweile Schnell- oder Thermokomposter. Sie gibt es in vielen verschiedenen Größen. Der Vorteil: Die Behälter sind geschlossen und müffeln nicht unangenehm. Sie ziehen außerdem kein Ungeziefer an und brauchen wenig Platz.

Grundregeln für den Kompost

Der Mix macht’s: Alle Abfälle sollten immer so gut wie möglich zerkleinert werden. Achtet darauf, dass der Kompost stets gut belüftet und durchmischt ist. Auch sollte er weder zu nass sein (dann fault oder schimmelt er) noch zu trocken. Das schadet den Mikroorganismen und der Zersetzungsprozess verlangsamt sich. Weil es manchmal ziemlich schwierig ist, für eine guten Mix zu sorgen, kann ein Schnellkomposter helfen.

Das darf rein: Biomüll wie rohe Gemüse- und Obst-Reste. Von Zitrusfrüchten ist eher abzuraten, da sie sich langsamer zersetzen. Eierschalen, Kaffee- und Teesatz eignen sich ebenfalls prima. Gartenbesitzer können leicht vorgetrockneten Rasenschnitt, Laub und Grünabfälle untermischen.

Das darf nicht rein: Fleisch! Gekochtes Essen, besonders Fleisch und andere eiweißreiche Speisen, könnten Ratten und Mäuse anziehen. Auch Katzenstreu gehört keinesfalls auf den Kompost.

©PR

So klappt es auch ohne Garten

Mit den aus Japan stammenden Bokashi-Eimern (z.B. der Urban Composter) kann man unkompliziert und platzsparend kompostieren. Und das müffelt auch nicht! In einem luftdichten Behälter wird ein Säuerungsprozess in Gang gesetzt, beschleunigt durch zugesetzte Mikroorganismen. Biomüll zersetzt sich so innerhalb von etwa zwei Wochen. Man muss lediglich alle zwei Tage die entstehenden Flüssigkeiten ablassen – dafür haben die Küchenkomposte spezielle Öffnungen.

Mehr auf LISA.de

Warum ihr Käserinde, Kaffeesatz und Co. nicht wegwerfen müsst

Auch die Blätter von Erdbeeren gehören nicht in den Müll

Ähnliche Artikel