LISA testet: Die Weight Watchers Kochbox

LISA testet: Die Weight Watchers Kochbox

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Frische Lebensmittel wie Gemüse und Fleisch nach Hause liefern lassen? Kann das funktionieren? Und nebenbei mit lecker-leichten Rezepten abnehmen? Wir haben die Kochbox von Weight Watchers getestet.

Was ist eine Weight Watchers Kochbox?

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Selbst kochen ohne Stress – mit der Kochbox von Weight Watchers soll das ganz easy funktionieren. Denn gesunde und ausgewogene Ernährung wird dabei bequem an die Haustür geliefert. In der Kochbox findet man drei Gerichte für zwei Personen. Die Gerichte sind ganz nach dem Weight Watchers-Prinzip mit sogenannten SmartPoints ausgewiesen, so haben Mitglieder schnell den Punkte-Überblick. Wer keine Punkte zählt – so wie ich – kann sie einfach ignorieren, denn es gibt auch eine Nährwerttabelle mit allen wichtigen Angaben wie Kalorien, Fett, Kohlenhydrate, Zucker und Eiweiß.

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Die Kochbox kann man flexibel an drei Tagen in der Woche versandkostenfrei innerhalb Deutschlands liefern lassen: mittwochs, donnerstags oder freitags. Die Lieferung kann aber auch bis sieben Tage vorher auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden, wenn man z.B. im Urlaub ist oder einfach mal keine Lust hat, selbst zu kochen. Ist die Kochbox zuhause angekommen, muss man nur noch den einfachen Schritt-für-Schritt-Anweisungen auf den Rezeptkarten folgen.

Die Kochbox im Test:

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Ich habe mir die Box mittwochs zusenden lassen, weil sich da meistens schon der Kühlschrank nach dem großen Wochenendeinkauf etwas geleert hat. In meiner Box waren Zutaten für die Gerichte „Spaghetti mit Putenbolognese und Basilikumcrunch“, „Schweinefilet auf Bohnenrisotto“ und „Süßkartoffelcurry mit Passionsfrucht und Koriander“. Und ich war überrascht. Die Lebensmittel kamen super gut gekühlt um die Mittagszeit an. Die Eisblöcke zum Kühlen waren sogar noch gefroren! Das Gemüse sah frisch aus. Allerdings fiel mir schon beim Auspacken auf, was für ein Verpackungswahn mir entgegenkommt. Verpackte 20g-Parmesan-Stückchen, Mini-Tütchen mit Curry-Gewürzen oder Pankomehl. Aber klar, wie soll das Prinzip auch anders funktionieren?

Die Rezepte im Einzelcheck:

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Am ersten Abend kochte ich das „Süßkartoffelcurry mit Passionsfrucht und Koriander“. Die Anweisungen auf den Rezeptkarten waren einfach und verständlich. Alle Zutaten außer Salz, Pfeffer und Zucker wurden mitgeliefert. Das Essen war okay. Ich muss ehrlich gestehen: Ich bin kein Curry-Fan, weil mir die Zutaten oft zu sehr in der Soße schwimmen – und auch dieses Mal fiel das Curry eher suppig aus. Die Portionsmenge war okay — es ist ja schließlich auch eine Weight Watchers Kochbox und keine Schlemmerbox. Nichtsdestotrotz habe ich mir für ein bisschen mehr Eiweiß noch ein Rumpsteak in die Pfanne gehauen.

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Am zweiten Tag gab es das „Schweinefilet auf Bohnenrisotto“. Und ich muss sagen: Lecker!!! Das Schweinefilet (leider nur 240 g für 2 Personen) hatte eine super Qualität und war richtig zart. Dieses Glück hat man selbst beim Metzger des Vertrauens nicht immer. Top!

 

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Das dritte Gericht waren die „Spaghetti mit Putenbolognese und Basilikumcrunch“. Die Putenbolognese (dieses Mal immerhin 300 g für 2 Personen) machte man selbst, indem man die Putenbrust in kleine Stücke hackte. Das funktionierte erstaunlicherweise gut! Einen Trick, den ich mir gern abgeschaut habe. Auch die Spaghetti begeisterten mich – frische Eiernudeln aus dem Kühlregal. Was mich allerdings irritierte, war das Pankomehl. Eine Zutat, die ich bisher noch nicht kannte, obwohl ich viel koche. Es wurde in einer Pfanne erhitzt und dann mit klein geschnittenen Basilikumblättern vermischt – das ergab den sogenannten Basilikumcrunch. Relativ viel Arbeit (und noch eine Pfanne mehr für den Abwasch) für relativ wenig Geschmack. Ein wenig Parmesan hätte es auch getan! Und vor allem: Die Bestandteile des Pankomehls sind alles andere als gesund und vorteilhaft für eine Diät: Weizenmehl, Hefe, Salz, Palmöl und Glukose…

Mein Fazit:

Mich hat die Weight Watchers Kochbox überzeugt. Ich würde sie mir zwar nicht wöchentlich bestellen, doch gerade in stressigen Phasen, wenn wenig Zeit zum Einkaufen bleibt oder wenn man mal wieder neue Koch-Inspirationen braucht, ist die Kochbox eine gute Sache. Die Gerichte hatten pro Portion zwischen 370 und 570 Kalorien und waren groß genug, um satt zu werden – auch wenn ich persönlich mehr Eiweiß und weniger Kohelnhydrate vorziehen würde. Das Zubereiten dauerte zwischen 25 und 45 Minuten, was akzeptabel im Alltag ist. Wirklich positiv überrascht war ich von der guten Qualität der Zutaten. Bei einem Preis von 39,90 Euro pro Box sollte das aber auch so sein.