So erkennt ihr wirklich gutes Fleisch

So erkennt ihr wirklich gutes Fleisch

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Fleisch
©iStock/Smitt

Fleisch schmeckt am besten und ist gesünder, wenn es von artgerecht gehaltenen Tieren stammt. Das zu erkennen ist allerdings nicht immer so leicht.

Gutes Fleisch, schlechtes Fleisch – das kann man nicht nur am Preis festmachen. Mit ein bisschen Hintergrund-Wissen findet ihr das Stück, das am besten schmeckt.

Auf den ersten Blick

Bei Rind und Schwein sollte das Fleisch mit feinen Fettadern durchzogen sein, denn da sitzt der Geschmack drin. Auch der Fettrand hilft euch weiter: Ist er nämlich weiß, wurde das Tier nur mit Kraftfutter und Soja gemästet. Wurde Rind dagegen mit Gras gefüttert, ist der Fettrand gelblich, bei älteren Tieren sogar fast orange. Beim Schweinefleisch zählt dagegen die Konsistenz: Der Speck sollte eher fest sein und bloß nicht wabbelig.

Die Farbe des Fleischs kann euch dagegen ziemlich in die Irre führen. Zum einen wird bei den meisten Fleischtheken mit rotem Licht gearbeitet, damit das Fleisch frischer erscheint, als es ist. Auch bei der Verpackung wird geschummelt: So sorgt zugeführter Sauerstoff dafür, dass es intensiv rot aussieht. Schutzgase, die gegen den Fleischverderb arbeiten, färben es braun. Ein Vakuum macht es braun-violett.

Fleisch mit Marinaden solltet ihr grundsätzlich meiden. Dafür wird immer minderwertige Qualität verwendet, die von der mit Zucker- und Zusatzstoffen vollgestopften Soße verdeckt wird.

Der Preis ist heiß

Wa man den Fleisch jedoch nicht ansieht, ist die Haltung und Fütterung. Der Großteil der in Deutschland verkauften Rinder, Schweine und Hühner wurde mit Kraftfutter in viel zu kurzer Zeit gemästet. Fleisch schmeckt dann besser und enthält auch viel mehr wertvolle Nährstoffe, wenn die Tiere artgerecht gehalten und ihnen Zeit zum Wachsen gegeben wurde. Und das ist halt kostenintensiv für den Bauern. Den Preis muss er an den Verbraucher weitergeben.

Nur 2% unseres Fleischs stammt von glücklichen Tieren. Nicht nur der Preis, auch Kennzeichnungen helfen, es zu finden. Ein guter Anhaltspunkt sind das offizielle EU-Biosiegel, die streng vergebenen Label von Demeter, Bioland und Naturland. Gute Qualität versprechen auch die Zeichen von Neuland und dem Deutschen Tierschutzbund mit 2 Sternen.

Wo kommt das Fleisch her?

Diese Frage braucht ihr an der Theke im Supermarkt eigentlich gar nicht fragen. Fast alle Ketten unterliegen dem Marktdruck und müssen eben billig sein. Beim Metzger könnt ihr es dagegen schonmal versuchen. Wenn er euch einen Hof nennt, recherchiert im Netz: Wer stolz auf seine Haltebedingungen ist, sagt das auch. Alternativ könnt ihr im Internet auch nach Direktvermarktern suchen. Davon gibt es immer mehr: kaufnekuh.de oder mycow.de.

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