Frischhaltefolie, Backpapier, Alufolie: Wann nimmt man was?

Frischhaltefolie, Backpapier, Alufolie: Wann nimmt man was?

Frischhaltefolie
©iStock/scottyh

Alufolie, Frischhaltefolie, Backpapier: Was nimmt man zum Kochen und Aufbewahren? Worauf muss man dabei achten? Und was sind die umweltfreundlichen Alternativen? Wir beantworten alle Fragen!

Kaum eine Küche kommt ohne Frischhaltefolie, Backpapier und Alufolie aus. Aber manchmal ist man schon unsicher, welche Temperaturen zu hoch sind und ob es nicht eine bessere Alternative gibt.

Frischhaltefolie

Vorteile: Frischhaltefolie haftet sehr gut auf glatten und angeschnittenen Lebensmitteloberflächen und versiegelt die Speisen. So bleibt zum Beispiel eine angeschnittene Salatgurke mit einem Stück Frischhaltefolie im Kühlschrank länger lecker. Auch am Rand von glatten Schüsseln oder Tellern klebt die Folie gut und versiegelt so das Aroma.

Nachteile: Handelsübliche Frischhaltefolien sind bis maximal 120 Grad erwärmbar und können bei höheren Temperaturen schmelzen. In der Mikrowelle oder dem Backofen haben sie nichts zu suchen! Zudem eignet sich die Folie nicht zum Aufbewahren frischer Pilze, Brot und anderer wasserhaltiger Produkte. Diese können schimmeln.

Extra-Tipp: Das Abreißen der Folie ist mitunter schwierig. Bewahrt man die Folie im Kühlschrank auf, klebt und reißt sie weniger.

Alufolie

Vorteile: Mit Alufolie können Lebensmittel fast licht- und luftdicht verpackt werden. Es entweicht kaum Feuchtigkeit und Nahrung trocknet nur langsam aus. Außerdem verträgt Alufolie auch große Hitze.

Nachteile: Saures und Salziges wie Obst, Käse und Schinken sollten nicht in Alufolie aufbewahrt werden. Die Beschichtung wird angriffen, sodass sich Aluminium im Essen ablagern kann. Auch beim Grillen ist Vorsicht angebracht. Das Umweltbundesamt empfiehlt etwa, für Tomaten oder Schafskäse kein Alu zu nehmen. Für Fleisch seien Grillschalen dagegen vertretbar, um das Abtropfen von Fett in die Glut zu vermeiden. Man sollte dann aber erst auf dem Teller salzen und würzen.

Extra-Tipp: Bei klassischen Alufolien gibt es keinen Unterschied zwischen matter und glänzender Seite. Anders bei neueren Produkten, die Alu mit Kunststoffen als Beschichtung kombinieren. Da gilt: Will man Speisen mit Alufolie frisch oder warm halten, kommt die Glanzseite nach außen. Beim Garen zeigt die matte, beschichtete Seite der Back-Alufolie nach außen.

Backpapier

Vorteile: Backpapier hat eine Spezialbeschichtung, dank der selbst fettige oder klebrige Speisen nicht am Backblech hängenbleiben. Mühsames Einfetten vorher und Schrubben nachher entfallen. Backpapier kann in der Regel bis etwa 215 Grad erhitzt werden und ist gesundheitlich unbedenklich. Zudem lassen sich Speisen darin fettarm garen.

Nachteile: Backpapier wird schnell porös und muss dann entsorgt werden. Es darf nicht mit den Heizstäbchen im Ofen in Berührung kommen!

Extra-Tipp: Backpapier, das sich an den Enden immer wieder aufrollt, „klebt“ man mit etwas Butter auf dem Blech fest.

Frischhaltefolie
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Umweltfreundliche Folien-Alternativen

Teller: Lebensmittel in Schüsseln und Töpfen kann man mit Tellern oder Kochtopfdeckeln abdecken.
Dosen: Oder man füllt Reste in wiederverwendbare Frischhaltedosen um.
Wachspapier: Ganz neu sind beschichtete, abwaschbare Baumwollstoffe. Sie lassen sich zum Einwickeln, Abdecken und Aufbewahren von Speisen aller Art nutzen – immer wieder.

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